Mobilfunk
Mobilfunk-Demo in Stuttgart am 14.11.2009
Mobilfunk und Gesundheit - Ein interessanter Vortrga von Dr. Joachim Mutter
Der Mensch im »Strahlenkreuz«
Bienensterben durch Mobilfunk
Man funkt uns in's Gehirn
Eine Millionen Dollar schwere Mobilfunkstudie warnt vor Gehirntumoren
Strahlung von Mobilfunksende-Anlagen beeiflussen Gehirnströme
Mobilfunk - die lebensgefährliche Lüge von den Grenzwerten
Fictions and Facts zum Thema Mobilfunk
Funkstille über Mobilfunkstrahlenschäden
Mobilfunk -Demo am 14.11.2009 in Stuttgart
Samstag, 14.11.2009
um 12:30 h
in der Lautenschlagerstraße
gegenüber vom Hauptbahnhof Stuttgart.
Falls es noch Änderungen gibt, findet Ihr sie hier!
http://ab-strahlenfrei.de/
Wer möchte kann sich noch Plakate, Banner, Spruchtafeln etc. basteln und diese mitbringen. Das Ziel der Demo ist die Forderung nach funkfreien Gebieten, also alles was in diese Richtung geht, ist willkommen. Auch wäre es gut, wenn so viele wie möglich Schutzanzüge tragen. Wer selber keinen echten hat, kann sich im Baumarkt für ein paar Euro einfach einen weißen Overall holen und diesen über die normale Kleidung ziehen. Das macht eine Menge Eindruck wenn möglichst viele einen solchen anhaben.Aktuell suchen wir noch praktische Helfer im Ordner- und Parkplatzteam. Deren Aufgabe wird sein, dafür zu sorgen, daß der Zug reibungslos und zügig die vorher abgeriegelten Straßen passiert bzw. bei den jeweiligen Parkplätzen niemand eingeparkt wird. Wer da mit anpacken kann, meldet sich bitte bald möglichst bei Uli Weiner.
Hier der Vortrag “Die Mobilfunk Katastrophe” von Ulrich Weiner auf der 5. AZK Konferenz vom 31.10.2009. Der ehemalige Handyverkäufer berichte seine Erfahren und Erlebnisse zu Handystrahlung und weiteres zum Thema Handy. Der Film erläutert auch ein paar Details zur geplanten Demo.
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Mobilfunk und Gesundheit ein interessanter Vortrag von Dr. Joachim Mutter
Seitdem es Mobilfunk gibt, streiten sich Befürworter und Gegner, ob die unsichtbaren Strahlen von Handys und Sendemasten ungesund sind oder nicht. Dr. med. Joachim Mutter, Umweltmediziner an der Universität Freiburg, klärt ausführlich über die Thematik auf und berichtet über die dramatischen Einflüsse der Mobilfunkstrahlung auf unsere Gesundheit.
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Der Mensch im »Strahlenkreuz«
Andreas von Rétyi
Wenn wir all das, was fortwährend um uns ist, auch direkt wahrnehmen könnten, wir würden wohl den Verstand verlieren. Vielmehr aber werden meist diejenigen für paranoid erklärt, die von der schädigenden Wirkung zahlreicher elektronischer Geräte überzeugt sind oder auch behaupten, durch sie bereits gesundheitliche Probleme davongetragen zu haben. Der schwedische Professor Olle Johansson vom Karolinska-Institut in Stockholm bestätigt allerdings diese Gefahr, wie sie uns alltäglich umgibt.
Unsere Sinne sind nicht allein zum Erfassen der Umwelt da, sondern auch dazu, die äußere, schier unendliche Sinnesfülle sinnvoll an uns heranzutragen. Daher nehmen wir nur eine gezielte Auswahl dessen wahr, was uns wirklich umgibt. So soll es schließlich auch sein. Andernfalls würden wir an der Flut von Sinneseindrücken zugrunde gehen. Allein das Licht um uns, die gesamte elektromagnetische Strahlung, wäre ein riesiger Ozean gegen den kleinen Teich, den wir als sichtbaren Teil des Spektrums kennen. Und was ist mit Schall, mit elektrischen Impulsen, mit Magnetfeldern und Teilchenstrahlung? Gerade heute schwimmen wir in einem Meer der Signale. Im Laufe gigantischer Zeiträume haben sich archaische Sinnesorgane in unserem Körper zu inaktiven Rudimenten zurückgebildet, nachdem sie immer weniger gebraucht wurden. Auf viele äußere Einflüsse, wie sie erst im letzten Jahrhundert durch technische Innovation geschaffen wurden, konnte sich unser Körper hingegen noch überhaupt nicht annähernd einstellen.
So statuiert auch der Stockholmer Professor Olle Johansson ohne Umschweife, dass unser menschliches Immunsystem zwar eine Evolution durchgemacht hat, um auf bekannte natürliche Feinde reagieren zu können, dass aber elektromagnetische »Allergene« wie Fernsehsignale, Radiowellen, Mikrowellen von Heizöfen und Mobiltelefonen, künstliche Radioaktivität und Röntgenstrahlen unserem Organismus völlig fremd sind. Wir leben seit Jahrtausenden abgeschirmt vor kosmischer Strahlung in einem besonderen Schutzraum, in dem ein relativ konstantes Magnetfeld herrscht und die Sonnenstrahlung dosiert eintrifft. Nun aber umgeben uns fremdartige, eben unnatürliche Strahlungsarten seien es elektromagnetische Wellen veränderter Frequenz oder aber gepulste Mikrowellenstrahlen. Tatsächlich gibt es Menschen, die behaupten, durchaus negative Einflüsse derjenigen Geräte zu spüren, die durch ausgesandte Strahlung mit der Umgebung in Wechselwirkung treten. Allerdings werden die Leidtragenden eher belächelt oder gar für paranoid gehalten.
Vor einigen Jahren sorgte der Fall des bayerischen Dorfes Valley nahe Tegernsee für manches Aufsehen. Dort nämlich hatte der US-Sender International Broadcasting Bureau (IBB) insgesamt fünf Sendemasten aufgestellt, die mit einer Gesamtleistung von rund einer Million Watt durch den Äther funkten. Allerdings mit beachtlichen Begleiterscheinungen. Die Valleyer Bürger begannen zunehmend über anhaltende Gesundheitsprobleme zu klagen. Angefangen bei chronischen Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Herzrhythmusstörungen bis schließlich hin zu einer offensichtlichen Zunahme an Krebserkrankungen war eine so breite wie bedrohliche Palette vertreten. Auch technische Geräte im Ort begannen zu »spinnen«: Der starke Sender induzierte Störströme, wodurch beispielsweise die Kirchenorgel ihren Dienst versagte oder Radio Liberty gar aus metallenen Spülbecken dröhnte »Heavy Metal« eben!
Die einen oder anderen technischen Probleme konnten zwar beseitigt werden, sogar mit tatkräftiger Unterstützung der amerikanischen Betreiber des Senders. Doch der Gesundheitszustand der Einwohner von Valley änderte sich nicht. Einen Zusammenhang mit den Krebsfällen oder allein schon den weniger bedrohlichen Leiden hielt IBB allerdings für abstrus. Die Gemeinde klagte, doch wirkliche Beweise konnte niemand vorlegen. Letztlich aber stellte IBB den Sendebetrieb in Valley Ende 2003 ein. Bereits im November 1999 aber hatte das Bayerische Umweltministerium eine sehr eindeutige Presseerklärung zum Fall Valley herausgegeben. Hier heißt es unter der Überschrift »Kritik an Mortalitätsstudie ungerechtfertigt« dann nicht zuletzt:
»Die vom Bayerischen Umweltministerium in Auftrag gegebene Mortalitätsstudie für die Gemeinden Holzkirchen, Valley und Warngau lässt nur eine Schlussfolgerung zu: In der Umgebung des Senders Oberlaindern liegen keine Auffälligkeiten für höhere Krebssterberaten vor; statistisch erkranken dort nicht mehr Menschen an Krebs als anderswo in Bayern. Die Vergabe der Studie erfolgte auf Drängen der drei Gemeinden sowie der örtlichen Bürgerinitiative. Dabei wurde auch dem Wunsch der Gemeinden bei der Gutachterauswahl entsprochen und eine anerkannte Expertin vom Humanwissenschaftlichen Zentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München mit der Begutachtung beauftragt. Die von ihr angewandten Untersuchungsmethoden und Vorgehensweisen orientierten sich streng an wissenschaftlichen und international üblichen Verfahren.
Die von Professor Frentzel-Beyme geäußerte Kritik an der Studie geht fehl. Sogenannte epidemiologische Studien und Betrachtungen von kleinen Bevölkerungsgruppen lassen keine Rückschlüsse auf die Ursachen von Krebssterberaten zu. Von Einzelfällen auf Gesamttrends zu schließen, ist ebenfalls nicht sachgerecht. Die Aussagekraft statistischer Untersuchungen über Gesundheitsrisiken ist umso größer, je mehr Personen die Untersuchungsgruppe erfasst. Werden nur Einzelfälle betrachtet, ist die Fehlerquote zwangsläufig groß und eine wissenschaftliche Ausssagekraft nicht mehr gegeben. Bekanntlich werden die einzelnen Krebsfälle von einer Vielzahl von Faktoren, wie z.B. Lebensgewohnheiten, Ernährung, Rauchen oder Erbanlagen beeinflußt, die bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt sind.«
Nur die offiziellen Fachleute orientieren sich demnach an streng wissenschaftlichen Methoden. Wenn wohl offenbar nicht minder qualifizierte Wissenschaftler das Gegenteil feststellen, werden sie in üblicher Manier abgekanzelt. Und doch haben auch Mitarbeiter des Bundesamtes für Strahlenschutz, wenn auch in eher indirekter Weise, immer wieder auf mögliche Gefahren diverser Sendeeinrichtungen hingewiesen. Ebenso wie Mediziner, die ihre Mitarbeiter intern vor den potenziellen Gefahren warnten, wie sie von Mobilfunkgeräten ausgehen. Das Problem besteht doch vor allem darin, dass Technologien dieser Art noch nicht sehr lange existieren, zumindest nicht lange genug, um eine von ihnen ausgehende Gefahr ausschließen zu können. Genau um diesen Punkt jedoch sollte es sich vorrangig drehen. Je größer aber die Spanne zwischen dem Ausbruch einer Erkrankung und dem verursachenden Ereignis ist, desto problematischer gestaltet sich die Zuordnung. Ein Patient mit dem Befund Hautkrebs wird sich nicht einmal mehr zwangsläufig an den Auslöser erinnern können, einen Sonnenbrand, den er vielleicht 25 Jahre zuvor als Kind erlitt. Ebenso die möglichen Konsequenzen von Mikrowellenstrahlung, die durch langjähriges Mobiltelefonieren kumulativ auf das Gehirn einwirkt. Ebenso die Spätfolgen durch ständigen Verzehr von Mikrowellen-Nahrung einer zwar sehr schnell und praktisch erhitzten, aber chemisch entsprechend veränderten, gleichsam vergifteten, ja toten Nahrung, die auch unseren Stoffwechsel mehr als nur nachteilig beeinflusst.
Der Stockholmer Professor Olle Johansson fasste in einem Fachbeitrag kürzlich die Ergebnisse von Dutzenden Studien zusammen, in denen die Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern (EMFs) auf das Immunsystem des Menschen untersucht wurden. Demnach agieren EMFs wie Allergene, welche die Immunfunktionen stören, indem sie verschiedene allergische und entzündliche Reaktionen auslösen. Johansson erhofft sich mit dieser Veröffentlichung und ihrem »deutlichen Warnsignal« einen ausreichenden Druck auf die politischen Entscheidungsträger, um neue und sicherere Richtlinien ins Leben rufen zu können. Laut der zitierten Studien sind immerhin drei bis zehn Prozent der Bevölkerung von Elektrohypersensitivität (EHS) betroffen, reagieren also mit Krankheitssymptomen auf Elektrosmog. Die Studien haben ergeben, dass EHS-Patienten eine erhöhte Zahl von Mastzellen und somit Zellen der körpereigenen Abwehr aufweisen als zuvor. Hier liegt also eine deutliche Reaktion vor.
Wie Professor Johansson mit Bedauern feststellt, wurden etliche solcher Studien von der Weltgesundheits-Organisation WHO bislang nicht in die offiziellen Kataloge aufgenommen, sondern komplett ignoriert. Auch sieht man Forscher, die sich kritisch mit solchen Fragen befassen, nicht gerne auf WHO-Kongressen. Wahrscheinlich darf man doch nicht vergessen, welche Lobby mit den fraglichen Produkten verbunden ist. Und ganz am Schluss stellt sich auch die Frage, wie viele Menschen wirklich bereit sind, auf die Bequemlichkeit drahtloser Kommunikation oder einer ultraschnell zubereiteten Mahlzeit zu verzichten, wenn doch die nachteiligen Folgen dieser Technologien noch nicht zu 100 Prozent nachgewiesen sind. Na denn, Mahlzeit!
Quelle: Kopp-Verlag
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Bienensterben durch Mobilfunk
Machen Antennen Bienen wirr?
Von Andrea Sommer
Imker Peter Loepfe.
Der Grosshöchstetter Imker Peter Loepfe glaubt einen Grund für das Bienensterben gefunden zu haben: Mobilfunkantennen sollen den Insekten die Orientierung rauben. Im Zentrum für Bienenforschung ist man skeptisch.
Elektrosmog soll bei Menschen Schlafstörungen, Kopfschmerzen und sogar Krebs auslösen, sagen Mobilfunk-Gegner. Was beim Menschen Folgen hat, beeinflusst auch die Natur, sagte sich der Grosshöchstetter Imker Peter Loepfe. Gemeinsam mit drei Imkerkollegen machte er sich daran, dem rätselhaften Bienensterben, das letzten Winter rund 30 Prozent der Bienenvölker dahingerafft hatte, auf die Spur zu kommen. Dazu starteten die vier Imker vor Jahresfrist einen Feldversuch.
Wie die Pendlerzeitung «20 Minuten» gestern berichtete, stellten die Imker dafür in Grosshöchstetten nahe einer Mobilfunkantenne Kästen mit zwölf Bienenvölkern aus verschiedenen Zuchten auf. Die Bienen sollen kerngesund gewesen sein.
Bienen künstlich ernährt
Dies änderte sich jedoch im Verlauf des Versuchs: Statt sich normal zu entwickeln und im Frühsommer einen Bestand von insgesamt über 350000 Bienen aufzuweisen, wurden die zwölf Versuchsstöcke dezimiert. Über die Hälfte der zum Zweck der Nahrungssuche ausschwärmenden Sammelbienen seien nicht zurückgekehrt, sagt Loepfe. «Die Bienen verflogen sich und starben.» Damit fehlte den in den Stöcken zurückgebliebenen Bienen die Nahrung die Imker mussten die Völker künstlich ernähren. «Honig», so Loepfe, «produzierten unsere Versuchsbienen keinen.»
Ein Jahr nach Versuchsbeginn ist für Loepfe deshalb klar:?«Elektrosmog raubt den Bienen den Orientierungssinn und ist deshalb mit verantwortlich für das Bienensterben.» Dies würden ausländische Studien, etwa jene der Universität Koblenz-Landau, belegen.
Tatsächlich erforschen Physiker dort seit längerem den Einfluss hochfrequenter Strahlung auf Bienen. Die Ergebnisse allerdings sind nicht eindeutig: Zwar fänden bestrahlte Bienen den Heimweg in den Stock schlechter als unbestrahlte, jedoch fehle den Untersuchungen die Signifikanz, wie die Forscher selber einräumten.
http://www.bernerzeitung.ch
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Man funkt uns ins Gehirn -Magnetitkristalle im menschlichen Gehirn nachgewiesen!
Aufsehenerregende Entdeckung
Mögliche elektromagnetische Schaden-Auswirkungen
Bereits im Jahre 1992 gelang einem amerikanischen Forscherteam der Nachweis, Magnetitkristalle sind im menschlichen Gehirn massenhaft vorhanden, was eine Erklärung dafür sein könnte, dass beim Menschen grundsätzlich Gesundheits-Effekte auftreten können. Es handelte sich um das Forscherteam Prof. Joseph L. Kirschvink, seine Mitarbeiter Atsuko Kobayashi-Kirschvink sowie Barbara L. Woodford . Die Forschung wurde betrieben an der GeobiologischenUniversität am Carlifornia-Institut of Technology ( Caltech) in Pasadena . Veröffentlicht wurde die Nachricht bereits am 6.Okt. 1992 in BLICK DURCH DIE WIRTSCHAFT.
Prof. Kirschvink als Professor für Geologie ist den täglichen Umgang mit Magnetstrahlen in Form des Erdmagnetismus etc. gewohnt und deshalb ein neutraler Fachmann erster Güte. Folgerungen für den Mobilfunk wollte er nicht ziehen, da das nicht sein Aufgabengebiet sei, das überlasse er den Epidemiologen, allerdings seien seine Entdeckungen in mancherlei Hinsicht von höchstem Interesse!
Das Vorhandensein solcher Magnetit-Kristalle im Gehirn kann auch der Grund und die Erklärung für anormale Ergebnisse in den Magnetresonanzaufnahmen- Bildern - sein. Das Team arbeitete mit einem SQUID-Magnetometer in einem magnetisch abgeschirm-ten Reinstraum-Laboratorium!
Laut Prof. Kirschvink seien biologische Magnete bereits in einer Anzahl unterschied-licher Lebewesen gefunden worden. Sogar in Mollusken, Bakterien, Honigbienen, Tauben und Lachsen ! Bereits seit längerer Zeit haben bereits andere Wissenschaftler ein Vorkommen von Magnetitkristallen im menschlichen Gewebe vermutet, ihm sei aber nun der überraschende Nachweis gelungen.
Sieben verstorbene Patienten wurden nach Autopsien 12- 24 Std. nach ihrem Tod Gehirngewebeproben entnommen. Bei 4 Patienten bestand der Verdacht auf MORBUS-ALZHEIMER, bei den 3 anderen konnte kein Unterschied zu den Erkrankten in der magnetischen Charakteristik festgestellt werden.
Die Tests ergaben eindeutig und unverkennbar die Signatur der Kristalle des ferromagnetischen Stoffs Magnetit Fe 304 . Diese Stoffe stehen stark mit dem Magnetfeld der Erde in Wechselwirkung in Verbindung ! Besonders interessant sei aber auch die Tatsache, dass Magnetit nicht nur dauermagnetisch sondern auch ein guter Stromleiter sei ! Hier müsse eine neue Sichtweise auf die Gesundheitsstörungen von Menschen auf elektromagnetische Felder gesehen werden! Im Laborversuch ließen sich die aus der Gehirnsubstanz isolierten Magnetit-Kristalle bereits durch Magnetfelder bewegen, die nur wenig stärker waren als das an sich schwache irdische Magnetfeld!
Alle Gehirnbereiche scheinen signifikante Magnetitmengen zu enthalten. Die Messungen ergaben bei der Gehirnsubstanz etwa 4 Nanogramm je Gramm Gehirnsubstanz. Das Gewebe der Hirnhaut wies sogar einen besonders hohen Anteil von 70 Nanogramm von Magnetit-Kristallen auf. Laut Prof. Kirschvink ergibt dies 5 Millionen Magnetitkristalle auf 1 g Gehirnsubstanz, während es bei der Hirnhaut bezogen wieder auf 1 g Substanz etwa 100 Millionen Magnetitkristalle waren! Die Messungen zeigten außerdem ein Zusammenballen der Kristalle zu Klumpen zwischen 50-100 Partikel . Von den 70 untersuchten Kristallen hatten 62 einen Durchmesser von 10-70 Nanometer, die anderen waren 90 bis 200 Nanometer groß. Überrascht sei er über die Ähnlichkeit des aus dem Gehirn des Menschen stammenden Magnetits mit dem Magnetit, das er in Bakterien vorgefunden habe! Es sei erwiesen, dass diese Bakterien die Magnetosomen zur Abtastung des irdischen Magnetfelds benützten, um sich beispielsweise in einem Teich zu orientieren um Nährstoffe im Schlamm zu finden.
Die Form der menschlichen Magnetit-Kristalle lege die Vermutung nahe, dass die Natur damit eine magnetische Funktion beabsichtigt habe!
Prof. Kirschvink sagt, er sei sich absolut klar darüber, was er sagt, aber auch darüber, was er nicht sagt und er stellt fest, dass Magnetitkristalle im Gehirn vorhanden sind, darüber gebe es keinen Zweifel. Daraus Folgen zu ziehen, überlasse er anderen Wissenschaftlern, dies sei nicht sein Forschungsgebiet!
Er sagt weiterhin, viele Wissenschaftler sehen die oft diskutierten Gesund-heitsstörungen durch elektromagnetische Felder als übertrieben an, diesen Leuten dürften aber seine gefundenen Erkenntnisse über das Vorhandensein von Magnetit-Kristallen in solcher Anzahl im Gehirn des Menschen bisher noch unbekannt sein!
Ein solcher Fachmann der Geobiologie steht mit dem Gedanken Magnetismus auf und geht mit dem Gedanken Magnetismus zu Bett. Einen neutraleren Nachweis über solche Vorkommen von Magnetit im Gehirn und der Hirnhaut beim Menschen kann man wohl nicht mehr finden, denn er hat selbst bereits an Bakterien und an anderen Lebewesen durch Untersuchungen seine Erfahrungen gesammelt und Nachweise erbracht . Die Fachleute, die Laborbedingungen sowie die eingesetzten Geräte müssen optimal sein, um zu solchen Erkenntnissen kommen zu können.
Die obigen Ergebnisse müssen sämtlichen verantwortlichen Wissenschaftlern und auch unseren Politikern bekannt sein, verständlich, dass im Vorfeld nur die Erkenntnisse über die möglichen Schäden durch thermische Einflüsse in Form der SAR-WERTE-BEGRENZUNG berücksichtigt wurden.
Wären die wissenschaftlichen Fakten über das Vorhandensein von Magnetit-Kristallen im Gehirn des Menschen bei Einführung des Mobilfunks mit eingeflossen und bei einer Beurteilung der Mobilfunktechnik berücksichtigt worden, hätte man den gepulsten Mikrowellen-Mobilfunk erst gar nicht einführen dürfen bzw. müsste er beim heutigen Erkenntnisstand eigentlich sofort eingestellt bzw. zumindest aber sofort auf eine neue Technik umgestellt werden! Wir sind keine Mobilfunk-Gegner, wir sind nur Kritiker der eingesetzten Technik, die alle Menschen in ihrer Gesundheit bedroht.
Thermische Schadensauswirkungen kann man begrenzen, indem man es nicht zu einer starken Erwärmung der feinsten Blut-Kapillaren kommen lässt, nur kurz telefonieren! Nur durch längere Gespräche erfolgt eine erhöhte bedrohliche Langzeitwirkung durch mögliche Verödung oder das Koagulieren von Blutkörpchen in den Kapillaren und dem dadurch bedingten Ausfall summierender Schäden auf Jahre hinaus mit evtl. Mangeldurchblutung des Gehirns und dadurch einsetzender Demenz in der Zukunft.
Gefährlicher ist die von Wissenschaftlern nicht erforschte und von Politikern nicht begrenzte gepulste elektromagnetische Komponente, wobei die Pulsung die Schäden nochmals potenziert! Wir kennen den Versuch, gleiche Frequenz, einmal gepulst, einmal ungepulst. Als Ergebnis konnte man die gepulste Strahlung als den worst-case ermitteln!
Die elektromagnetische Welle, erzeugt durch das dicht am Kopf gehaltene Handy, gleichzeitig elektrische und magnetische Felder in das Gehirn. Danach erst fließen die beiden Felder zur elektromagnetischen Funkwelle untrennbar verbunden als Strahlung weiter. Speziell die magnetische Welle dringt tief in unser nicht abschirmbares ungeschütztes Gehirn ein!
Die Magnetit-Kristalle im Gehirn des Menschen könnten Leitbahnen für die Gehirnfunktion des Menschen sein, mitverantwortlich z.B. auch für die Merkfähigkeit des Menschen, die ja bereits heute bei unseren Schulkindern abhanden gekommen ist! Die Schulstudien belegen eigentlich alles und die Behandlung von überaktiven Kindern mit Ritalin lassen uns leider schweigen zu diesem Thema! Nicht verwunderlich, wenn man winzige Magnetit-Kristalle mit der permanenten rund-um-die-Uhr-Wucht eines noch zusätzlich gepulsten Mobilfunk-Sendemastes - versehen mit zig-Antennen bestrahlt, und wenn Eltern ihren Kindern bereits ein Handy mit zum Schulunterricht geben, um nachzufragen, ob sie denn auch ihr Frühstück schon gegessen hätten.
Man stelle sich vor, dass erforscht wurde, dass bereits leichte künstlich erzeugte Magnetfeldstärken, die nur knapp über der Stärke des schwachen Erdmagnetfeldes liegen, im Labor z. B. die Gehirn-Magnetit-Kristalle schon bewegen können!
Was geht denn überhaupt bei einer 24 Std. Bestrahlung in unserem Gehirn vor ? Wir liegen doch unter dem Dauerbombardement einer ständig ansteigenden Mobilfunkstrahlung verschiedenster Wellenlängen, wobei jede Wellenlänge ihre unterschiedlich schädigende Resonanzwirkung auf Mensch-Tier und Pflanze in Gang setzt! Wundert sich denn überhaupt noch jemand über die Massenmorde an Schulen durch Aussetzer eines jungen Menschen? Es sind dies ja alles keine Einzelfälle!
Im Nachbarort ist in den letzten 2 Jahren in einer Kurve, die man mit 160 km/h durchfahren könnte, jedes Jahr ein Mensch nachts mit dem Auto tödlich verunglückt. Der letzte Tote war ein Kurierfahrer, der aus beruflichen Gründen mit seinem Handy leider nachts im Bett schlafen muss immer erreichbar. Direkt hinter der endlos langen Kurve liegt ein Mobilfunk-Sendeturm. In meinem Ort soll ein Autofahrer aus der Nebenstraße einfach über die Hauptstraße in einen Hang gefahren sein, 10 m weiter steht ein riesiger Mobilfunkmast . Vom gleichen Sendeturm hat sich erst jetzt ein junger Handy-Freak aus 24 m Höhe in den Tod gestürzt. Unbegreifliche Aussetzer im Gehirn von sonst ganz vernünftigen Menschen!
In meinem Leben habe ich mit dem Auto 3,5 Mill. Km unfallfrei gefahren. Seit Jahren erlebe ich jede Woche mit wenig Fahrkilometer mehr Fahrfehler von Verkehrsteilnehmern infolge primitivster Unaufmerksamkeit als ich früher bei hoher Kilometerzahl im ganzen Jahr erlebt habe. Das liegt nicht nur am höheren Verkehrsaufkommen! Busfahrer sowie Profi-LKW-Fahrer halten hier die Spitze, Leute also, die Erfahrung und Können haben. Gleichzeitig aber auch Menschen, die mit dem Handy heute verheiratet sind, wobei die Busfahrer überwiegend leider durch die eingeschalteten Handys ihrer Fahrgäste belastet werden.
Ein dicht am Kopf gehaltenes Handy, welches starke Magnetfeld belastet uns da, wie reagieren darauf die Magnetit-Kristalle in unserem Gehirn ? Für das Gehirn sicher eine Störung gegenüber dem dagegen schwachen Erdmagnetfeld in einer Intensität, die wie eine Schockwelle durch die gepulsten Funkstrahlen durch unseren Kopf geht!
Neue Erkenntnisse werden oft erst belächelt, verschmäht ja sogar bekämpft, bevor man sie akzeptieren muss! Wahrheiten sind aber Fakten, die man nicht auf Ewigkeit ignorieren kann !
Autor:Dieter Keim<>Ilbenstadt
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Eine Millionen Dollar schwere Mobilfunkstudie warnt vor Gehirntumoren
Dr. George L. Carlo anlässlich der Tagung Zivilcourage in der Risikogesellschaft, am 30.10. 2006 in der Evangelischen Akademie Iserlohn
Der Jurist und Epidemiologe Dr. George L. Carlo war von 1993 bis 1999 Leiter eines 28,5 Millionen Dollar Forschungsprogramms, das von der US-Mobilfunkindustrie in Auftrag gegeben und finanziert worden war. Es ging dabei um die Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung von Mobiltelefonen auf die menschliche Gesundheit. Im Frühjahr 1999 fanden die Forscher, die er beauftragt hatte, unerwartet alarmierende Ergebnisse, wie etwa Schäden am Genom und ein erhöhtes Risiko an Gehirntumoren, einem Uvealmelanom (Augentumor) oder einem Akustikusneurinom zu erkranken. Carlo wurde verboten, seine Ergebnisse an die Öffentlichkeit zu bringen. Daran hielt er sich aber nicht. Er versuchte in einer Art Vortragsmarathon, Vertreter aus Mobilfunkindustrie und Politik zum offenen Dialog zu bewegen und Veränderungen zum Schutz der Bevölkerung anzumahnen. Ohne Erfolg.
Worum ging es bei den alarmierenden Studien-Ergebnissen?
Das Niveau der Hintergrundstrahlung erhöht sich dabei alle drei Jahre um den Faktor 100.000. Mehr und mehr Menschen zeigen Krankheitssymptome oder werden elektrosensibel. Die Probleme entstehen laut Carlo im Wesentlichen dadurch, dass auf der Hochfrequenz-Welle, dem Mobilfunkstrahl, Informationen transportiert werden. Diese sind in 2 bis 60 MHz Pakete gebündelt, was ein zusätzliches Signal ergibt, das vom Körper nach 60 Sekunden als feindlicher Eindringling erkannt wird etwa wie ein Erreger. Daraufhin löst der Körper eine Reihe von biochemischen Abwehrmechanismen aus.
Dabei verhärten sich die Zellmembranen, sodass auch keine Nährstoffe mehr in die Zellen gelangen können und die Abfallprodukte nicht mehr aus der Zelle hinaus. Das führt zu einer Vermehrung der Freien Radikalen in den betroffenen Zellen. Freie Radikale interferieren mit dem DNA-Reparaturmechanismus. Wenn der Reparaturprozess gestört ist, werden die Mitochondrien angegriffen, finden sich in exponierten Zellen Mikrokerne (sog. Micronuclei), kleine zusätzliche deformierte Zellkerne, die normalerweise selten vorkommen und auf schwere genetische Schäden hinweisen) und die Zellfunktion versagt. Das kann z.B. zu Alzheimer und zu anderen Erkrankungen führen, bei denen Funktionen betroffen sind, die auf der Kommunikation von Gehirnzellen basieren.
Zellen, die nicht mehr gebraucht werden, sterben ab. Beim Zelltod (Apoptose) löst sich auch die Zellmembran auf. Die Micronuclei gelangen in die Zellzwischenräume und baden förmlich in der Nährstofflösung, die sich dort angesammelt hat (s.o.) und vermehren und entwickeln sich dort weiter. So entsteht Krebs.
Da auch die Boten-RNA gestört ist, ändert sich die DNA: Wenn sich die Zellen teilen tragen auch die Tochterzellen die neue Information und die nächste Zellgeneration reagiert so, als würde sie bestrahlt. Das führt dann zu Elektrosensibilität (EHS). Leider übertragen sich die Informationen auf die gleiche Weise auch auf fötale Zellen.
Laut Carlos Studien führen 500 Minuten pro Monat am Mobiltelefon zu einem 2-bis 3-fach erhöhten Risiko, an einem Gehirntumor zu erkranken. In den USA verbringen Kinder durchschnittlich 2.600 Minuten pro Monat am Handy (und in Europa vermutlich noch viel länger). Nach 10 Jahren ist das Risiko bereits 15 mal so hoch.
Epidemiologische Daten (Quelle: Peer-Review im Lancet Journal) zeigen, dass 40.000 bis 50.000 neue Fälle von Augenkrebs direkt auf Mobilfunkgebrauch zurückzuführen sind. Im Jahr 2010 werden es (bei ca. 3 Milliarden Mobilfunk-Nutzern weltweit) jährlich 400.000 bis 500.000 Neuerkrankungen sein.
Da Versicherungen die Deckung von durch elektromagnetische Strahlung (EMF) verursachte Schäden ausschließen, hat die Mobilfunkindustrie ein Risiko in Höhe von Hunderten Milliarden Dollar an potentiellen Schadensersatzforderungen kreiert. Da die Preise bei der Versteigerung der Frequenzen extrem in die Höhe gegangen waren, konnten sie diese überdies nicht bezahlen und schulden dem Staat das Geld. Deshalb hat die Regierung (in diesem Fall die amerikanische, aber das gilt auch hierzulande) ein fundamentales Interesse daran, dass sich die Mobilfunktechnologie ausbreitet und Gewinn bringt. Seit 20 Jahren werden deshalb die Gesundheitsrisiken von Industrie und Regierung systematisch verschleiert.
Darüber, dass die Probleme seit langem bekannt waren, gibt es keinen Zweifel. Seit ca. 1940 wurde im militärischen Bereich die Funk-Technik intensiv erforscht. Die Forscher wurden später Berater der Industrie, allen voran von Motorola und Bell, und viele Informationen wurden damals auch öffentlich zugänglich gemacht, wobei die Daten, die Mobilfunk betrafen, verändert wurden. Die zugrunde liegenden unbearbeiteten Studienergebnisse lies Clinton im Rahmen des „Paperwork Reduction Act“ vernichten, wenn auch ohne zu wissen, dass die Strahlendaten betroffen waren. Dennoch lassen sich die vorsätzlichen Lügen der Industrie noch nachträglich beweisen.
Seine Forschungsergebnisse hat Dr. George Carlo in wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht (peer-reviewed) und sie sind in seinem Buch „Cell Phones: Invisible Hazards in the Wireless Age “ dargelegt. Inzwischen wurden sie von weiteren unabhängigen Wissenschaftlern bestätigt. Nach Aussagen von Carlo hat sich das Wissen über die Gesundheitsrisiken im Jahr 2006 sogar verdoppelt. Eine 2002 von Carlo ins Leben gerufene Online-Datenbank, auf der sich vom Mobilfunk gesundheitlich Beeinträchtige, wie z.B. auch Elektrosensible registrieren können, enthält inzwischen bereits 2,5 Millionen (!) Betroffene. (siehe: www.safewireless.org. Auf dieser Seite ist auch der bemerkendwerte Film: Der Handykrieg zu erwerben, den Klaus Scheidsteger zusammen mit George Carlo über die 28,5 Millionen Dollar Studie gedreht hat.) Ergreifend schilderte Carlo in seinem Vortrag, wie er nach Bekanntgabe seiner kritischen Forschungsergebnisse seiner Position enthoben, in den finanziellen Ruin getrieben und verleumdet wurde. Seine Frau ließ sich von ihm scheiden. Sein Haus brannte bis auf die Grundmauern ab. Der Brandstifter wurde nicht ermittelt. Zu heiß und potentiell geschäftsschädigend waren offenbar die Ergebnisse seiner Studie, denn die Mobilfunkindustrie erwirtschaftet allein in den USA pro Jahr einen Umsatz von über 100 Milliarden Dollar. Weltweit gibt es 2,5 Milliarden Handy-Nutzer und täglich kommen 1,4 Millionen neu hinzu.
Seinen Kampf führt Carlo nun als Gutachter vor Gerichten weiter: Er unterstützt die Schadenersatzklage einer an einem Gehirntumor erkrankten ehemaligen Mitarbeiterin einer Mobilfunkfirma, die bereits in erster Instanz gewonnen wurde. Hier geht es um viele Millionen Dollar. Die Klägerin musste jahrelang Mobiltelefone testen. Außerdem ist Carlo aktiv bei einer Sammelklage von sechs an Gehirntumor erkrankten Personen involviert, die mit seiner Unterstützung einen Prozess gegen die US-Zulassungsbehörden, sämtliche Mobilfunkanbieter und die FDA führen. Wie Carlo betont, wurden die Mobiltelefone vor Markteinführung nie auf ihre Sicherheit getestet, und die FDA hat eine Prüfung oder Zertifizierung sogar abgelehnt, obwohl diese in den USA sonst für jedes Produkt erforderlich ist.
Lesen Sie die gesamte Studie als PDF .
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Strahlung von Mobilfunksende-Anlagen beeiflussen Gehirnströme
Salzburger Umweltmediziner Oberfeld stellt Ergebnisse einer neuen Studie vor
(LK) „Die Ergebnisse einer neuen Studie zeigen weltweit erstmals, dass
die Einstrahlung einer Mobilfunksendeanlage (GSM 900/1800 MHz) in etwa
80 Meter Entfernung zu signifikanten Veränderungen unterschiedlicher
EEG-Parameter führt. Die gemessenen Veränderungen der Gehirnströme
sind mit verschiedenen vegetativen und zentralnervösen Störungen, über
die die Testpersonen berichteten, in Zusammenhang zu bringen.“ Dies
teilte heute, Mittwoch, 27. April der Salzburger Umweltmediziner Dr.
Gerd Oberfeld vom Referat „Gesundheit, Hygiene und Umweltmedizin“ des
Landes mit.
In der Studie wurden zur Auswertung die Elektrodenpaare im
Hinterhauptslappen und Scheitellappen herangezogen und für drei
Frequenzbänder Alpha 1 (8-10 Hz), Alpha 2 (10-12 Hz) und Beta (13-20
Hz) untersucht. Ausgehend von der Phase geringer Strahlenbelastung kam
es zu einer Aktivitätsänderungen in allen drei Frequenzbändern. Diese
Veränderungen können zusammenfassend als Reaktion des Gehirns auf
einen äußeren Reiz im speziellen Fall durch die Strahlung einer
GSM-Mobilfunksendeanlage - angesehen werden.
Äußere Reize, die zu einer Reaktion des biologischen Systems führen,
werden als externe Stressoren bezeichnet. Stressoren sind nicht
grundsätzlich negativ (Eustress), können jedoch bei zu häufigem
Auftreten bzw. bei zu großer Intensität in Abhängigkeit von der
Empfindlichkeit des betroffenen Menschen zu Störungen der
Lebensqualität, der Arbeitsleistung und der Gesundheit führen
(Disstress), erläuterte Dr. Oberfeld.
Aufgrund der von fast allen Studienteilnehmern geschilderten zum Teil
erheblichen Störungen des Wohlbefindens ist zumindest bei auf
Mobilfunkstrahlung empfindlichen Personen bereits bei einer
kurzzeitigen Einwirkung eine Disstressreaktion anzunehmen.
Strahlung muss reduziert werden
Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, so Oberfeld in Zusammenschau
mit den vorliegenden empirischen Daten die Notwendigkeit, die
Gesundheitsbelastung durch hochfrequente elektromagnetische Strahlung
zu reduzieren und die Forschung zu intensivieren. Die Ergebnisse
zeigen weltweit erstmals, dass die Einstrahlung einer
Mobilfunksendeanlage (GSM 900/1800 MHz) in etwa 80 m Distanz zu
signifikanten Veränderungen unterschiedlicher EEG-Parameter führt.
Es ist geplant, diese Ergebnisse in internationalen Fachzeitschriften
zu veröffentlichen und die jetzt gefundenen Resultate durch weitere
Untersuchungen abzusichern. Dazu werden schon jetzt freiwillige
Studienteilnehmer ab 16 Jahren gesucht, die sich als empfindlich oder
unempfindlich gegenüber Mobilfunksendeanlagen bezeichnen.
Interessenten werden ersucht, sich an die Umweltmedizin des Landes
Salzburg unter der Telefonnummer (0662) 8042-2969 zu wenden. Die
Untersuchung wurde aus Geldern der Salzburger Landesregierung
finanziert.
Rudolf-Steiner-Schule war Projektauslöser
Die Rudolf-Steiner-Schule in Salzburg-Mayrwies liegt im Hauptstrahl
der Mobilfunksendeanlage am benachbarten Wählamt der Telekom Austria.
Die höchsten Strahlenpegel wurden bei geöffnetem Fenster im
Religionsraum 1 im ersten Stock der Schule in etwa 80 m Distanz zum
Sender gemessen. Mehrere Versuche der Schule zur Entfernung des
Senders waren bisher vergeblich.
In einer interdisziplinären Arbeitsgruppe bestehend aus Dr. med. univ.
Gerd Oberfeld, Umweltmediziner des Landes Salzburg (Studienleiter),
Dr. Hannes Schimke (EEG- Brainmapping / Psychophysiologie / Statistik)
und Univ. Prof. Dr. Günther Bernatzky, Arbeitsgruppe für Neurodynamics
und Neurosignalling der Universität Salzburg wurde ein innovatives
Studiendesign erstellt.
Unterstützt wurde die neurophysiologische EEG-Befundung durch Dr. med.
univ. Gernot Luthringshausen, Neurologe/EEG. Untersuchungsziel war die
Abklärung eines möglichen Zusammenhangs zwischen der Einstrahlung der
Mobilfunksendeanlage und der Beeinflussung der Gehirnaktivität bei
erwachsenen Studienteilnehmern.
Schulklasse wird zum Strahlenlabor
Unterstützt durch die Rudolf-Steiner-Schule wurde im August 2004 der
Religionsraum 1 für eine Woche zum Studienlabor. Die dem Sender
zugewandte Seite wurde mit einem Abschirmstoff verhängt, nur eine
kleine Fläche im geöffneten Fenster wurde mit einem normalen Stoff
versehen, um die hochfrequente Strahlung in den Versuchsraum zu
lassen. Diese Öffnung konnte nun sehr einfach durch einen zweiten
kleinen Abschirmvorhang verschlossen und wieder geöffnet werden.
Die hochfrequente Einstrahlung im Religionsraum wurde durch die nahe
Mobilfunksendeanlage dominiert. Am Untersuchungsplatz ergaben sich im
ungeschirmten Zustand als Maximalwert für TV-Sender Pegel von 0,03
µW/m², für UKW von 3 µW/m³ und für die Mobilfunksendeanlage von 6290
µW/m².
Während der gesamten Untersuchung wurden neben der Aufzeichnung der
Strahlenbelastung durch die Mobilfunksendeanlage direkt neben dem
Studienteilnehmer verschiedene Umweltparameter wie Schallpegel
(Umweltschutzabteilung des Landes Salzburg), Kohlenstoffdioxid,
Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit, magnetische Wechselfelder
(können z.B. bei Stromflüssen in Leitungen auftreten) und die
Sfericsaktivität (Auslöser von Wetterbeschwerden) erhoben.
Studienteilnehmer im Alter zwischen 20 und 78 Jahren
Neun Frauen und drei Männer im Alter zwischen 20 und 78 Jahren, die
sich selbst gegenüber Mobilfunksendeanlagen als empfindlich
bezeichneten, stellten sich freiwillig für das Experiment zur
Verfügung. Es wurde den Teilnehmern freigestellt die Untersuchung
jederzeit abzubrechen. Die zeitliche Abfolge der Belastung wurde den
Teilnehmern nicht mitgeteilt.
Die Studienteilnehmer wurden in einen bequemen Polstersessel mit dem
Rücken zum geöffneten Fenster gesetzt. Die Einstrahlung erfolgte
leicht schräg auf den Hinterkopf. Die Belastung des Oberkörpers betrug
bedingt durch die Abschirmung etwa 1/8 der Kopfbelastung. Anschließend
wurden zur Aufzeichnung der bioelektrischen Aktivität des Gehirns
(Elektroenzephalogramm-EEG) mehrere Elektroden verteilt auf dem Kopf
angebracht.
Um die Wirkungen anderer Umweltreize zu minimieren, erhielten die
Studienteilnehmer eine dunkle Augenmaske (Schlafmaske) und Ohrenwachs
(Ohropax) beidseits. Die Untersuchung erfolgte in Ruhe, Bewegungen
wurden mit Ausnahme der Atmung und des Schluckens vermieden. Zu Beginn
des Versuches war die Strahlenbelastung im Raum bzw. bei der
Versuchsperson deutlich reduziert und betrug im örtlichen und
zeitlichen Mittel im Kopfbereich etwa 26 µW/m². Danach wurde für 15
Minuten der zweite kleine Abschirmvorhang unmerkbar für die
Studienteilnehmer angehoben. Dies führte zu einem Anstieg der
Leistungsflussdichte auf etwa 3327 µW/m². Danach folgte wieder eine
geschirmte Phase mit etwa 26 µW/m².
Nach Abschluss der EEG-Aufzeichnungen wurden die Studienteilnehmer
gebeten, allfällige Wahrnehmungen zu schildern. Elf der zwölf
Studienteilnehmer schilderten verschiedene Symptome wie etwa,
Bienenkorbsurren im Kopf, Herzklopfen, Unbehagen, Benommenheit,
Herzbeklemmung, Atemnot, Nervosität, Unruhe, Kopfschmerzen,
Ohrgeräusch, Hitzegefühl, Niedergeschlagenheit, Gefühl nicht genug
Luft zu bekommen. J86-11B
Quelle: http://www.salzburg.gv.at/strahlung_von_mobilfunksendeanlagen_beeinflussen_gehirnstroeme.doc
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Mobilfunk - die lebensgefährliche Lüge von den Grenzwerten
Mobilfunk und Gesundheit. Stichworte zum Sachstand 2006
Eine von unzählig vielen alltäglichen lebendigen Erfahrungen:
Bericht Dr. med. Kleiling (Internist) : „Mein jetzt zehnjähriger Sohn Jan klagte seit dem Jahr 2000 nahezu täglich über Kopfschmerzen... Er saß an seinem Schreibtisch in unserem Wohnzimmer, jammerte, dass er sich nicht wohl fühle. Er wollte ständig eine Pause machen, war lustlos, klagte über Kopfschmerzen und benötigte für „normale“ Hausaufgaben etwa drei bis vier Stunden... Ich war völlig unbedarft gegenüber Mobilfunktechnologie und elektromagnetischer Strahlung. Berichte, dass dadurch irgendwelche gesundheitlichen Probleme verursacht werden könnten, betrachtete ich eher als „Spinnerei“....Mir wurde erstmals bewußt, dass die Basisstation unseres DECT-Telefons direkt neben dem Schreibtisch meines Sohnes stand...Wir haben als Erstmaßnahme unser altes Schnurtelefon aus dem Keller geholt und das DECT-Telefon abgebaut und entsorgt. Mein Sohn ist seitdem wie „ausgewechselt“, er hat in den vergangenen sieben Monaten nur noch an zwei oder drei Tagen über Kopfschmerzen geklagt und seine Hausaufgaben fertigt er jetzt innerhalb von etwa einer halben Stunde an. Im Nachhinein haben sich auch die Durchschlafstörungen meiner Ehefrau gegeben und auch mein 16 jähriger Sohn gab spontan an, deutlich besser zu schlafen.“ (Baumsterben s. Dr. Schorpp. - Bienenvölker sterben. Kraniche.)
Eigenregulation biologischer Regelkreise:
Die Erholung des Sohnes von Dr. Kleiling beruht u.a.auf der wunderbaren Fähigkeit lebender Organismen, über elektromagnetische Signale und Impulse mit Lichtgeschwindigkeit für optimale Stoffwechselbedingungen unter verschiedensten Belastungen zu sorgen. (Homöostase). Die beschriebene Erkrankung drückt eine Überforderung und Schädigung der Eigenregulation der biologischen Regelkreise durch Mikrowellen aus.
Die Steuerung aller Lebensvorgänge
geschieht über elektromagnetische Schwingungen. Jede Zelle, jedes Organ, jeder Organismus ist Sender und Empfänger elektromagnetischer Schwingungen.(Schwingkreis) v.a. im Mikrowellenbereich. Jeder biologische Schwingkreis reagiert auf natürliche wie künstliche Frequenzen, wenn Resonanz besteht.
Aus technischer Information wird biologische Desinformation
Die künstlichen technischen Frequenzen des Mobilfunks liegen genau im Bereich der natürlichen biologischen Regelkreisfrequenzen. Aufgrund dieser Qualität werden diese technischen Signale genau wie die natürlichen über Resonanzphänomene empfangen und lösen biologische Reaktionen aus. Sind derartige biologische Reaktionen bei natürlichen Signalen lebensnotwendig sinnvoll, sind die durch künstliche Signale erzeugten Reaktionen abgekoppelt von natürlichen Notwendigkeiten und Anforderungen zur Aufrechterhaltung von Leben, Homöostase und Gesundheit. Sie machen keinen biologischen Sinn, sondern wirken als Störsender.
Tiefgreifende Störung der Lebenssteuerung
Durch Ankoppelung der künstlichen Schwingungen an die natürlichen Schwingkreise kommt es zu tiefgreifenden Störungen und Steuerungsveränderungen auf allen Ebenen. U.a. führt dies zu Ladungsverschiebungen an den Zellmembranen, Fehlreaktionen von Nervenzellen, Schädigung immunkompetenter Zellen, Störung der Blutbildung und der Hormonregulation, Verklumpung roter Blutkörperchen, Änderungen an EEG und bei der Herzratenvariabilität, Störung der Fortpflanzungsfähigkeit, Strukturverlust im Körperwasser (Speichel), Öffnung der Blut-Hirnschranke u.v.m.
Elektrosensibilität: unsere wichtigste Warninstanz
Elektrosensible Menschen reagieren besonders frühzeitig auf Belastung mit elektromagnetischen Feldern durch eine Fülle subjektiver und objektivierbarer Störungen und Erkrankungen. Ihre Warnsignale zu überhören heißt u.a., sich selbst zu schädigen.
Das Mirkrowellensyndrom seit über 7 Jahrzehnten erfoscht
Die gesundheitsschädigende Wirkung der Mikrowellenbestrahlung, wie sie beim Mobilfunk verwendet wird, ist seit vielen Jahrzehnten erforscht und bewiesen. Sie findet ihre traurige Anwendung in Mikrowellenwaffen. Da es sich um einen Eingriff in die grundlegende biologische Steuerung aller Lebewesen handelt, reagiert jeder Mensch verschieden auf die Belastung, je nach Vorschäden, Dauer der Belastung und individueller Reaktionslage.
Die lebensgefährliche Lüge von den Grenzwerten
Von Industrie, politischen Behörden und industrieabhängigen Forschern wird immer wieder behauptet, die bei uns geltenden Grenzwerte schützen unsere Gesundheit. Dies ist eine folgenschwere Lüge. Die Grenzwerte wurden von industriefreundlichen Technikern und Ingenieuren aufgestellt ohne Einbeziehung eines Arztes. Sie wurden ermittelt mit einem Thermometer in einer Leiche, die 6 Minuten lang mit einer einzigen Mobilfunkfreqenz bestrahlt wurde!!! Diese Grenzwerte haben nicht das Geringste mit biologischen Vorgängen in lebenden Organismen zu tun und schon gar nicht mit Gesundheitsschutz. Um diese Ungeheuerlichkeit verbreiten zu können, wird die gesamte Forschung von Jahrzehnten geleugnet und behauptet, es gäbe nur Wärmewirkung durch Mikrowellen. Zudem sind die Werte derartig überhöht, dass sie überhaupt nie überschritten werden können bei der derzeitigen Technologie. Messungen mit der im Vorhinein schon feststehenden Aussage, die Grenzwerte seien eingehalten, sind daher Betrug und Geldverschwendung.
Käufliche Wissenschaft
Auf jede kritische Studie, die neue Belege für Schäden durch Mobilfunkfrequenzen belegt, folgt postwendend eine Gegendarstellung durch industrieabhängige „Experten“ oder eine Scheinnachstellung der Studie mit negativem Ergebnis oder kritische Studien werden verschwiegen, kritische Wissenschaftler diffamiert usw. Inzwischen gibt es wissenschaftliche Studien darüber, dass die Ergebnisse von Mobilfunkstudien eindeutig vom Geldgeber abhängen.
Behauptungen statt Untersuchungen
Immer neue gut belegte Fälle von schweren Erkrankungen durch Mobilfunk werden ärztlich dokumentiert und Behörden, Gerichten, Forschungsinstitutionen und der Industrie zur Nachprüfung vorgelegt. Ohne jegliche Beweisaufnahme und ohne jemals die konkreten Schädigungen auch nur eines einzigen Betroffenen untersucht zu haben, werden von diesen Stellen Schädigungen bei Einhaltung der Grenzwerte gebetsmühlenartig ausgeschlossen.
Im ureigensten Interesse : Es besteht sofortiger Behandlungsbedarf
Zum eigenen Schutz: Jeder Einzelne, jede Hausgemeinschaft, jede Kommune muß jetzt handeln: Keine Schnurlostechnik (DECT, W-Lan, WiMax, Bluetooth usw) in Wohnung und Büros. Beschränkung des Handygebrauchs auf Notfälle. Keine Aufrüstung vorhandener Masten. Schadensersatzklagen wegen Körperverletzung und Wertminderung von Immobilien gegen Mobilfunkbetreiber und Grundstückseigentümer mit Mobilfunkmasten. Unablässige Auseinandersetzung in Schulen, öffentlichen Einrichtungen, mit Medien, Ärzten und Politikern. Handy-, DECT- und W-Lan - Verbot in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern, öffentlichen Verkehrsmitteln. Erhalt und Ausbau des Festnetzes.
Ausführliche Informationen
http//www.aerzte-warnen-vor-mobilfunk.de
http//www.mediziner-warnen-vor-mobilfunk.de - Freiburger Appell:
http//www.igumed.de/apell.html
http//www.ises-suedbaden.de
http//www.buergerwelle.de
Dr. med. Wolf Bergmann. Freiburg, Nov. 2006
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Fictions and Facts zum Thema Mobilfunk
fiction 1:
Das Handy ist vor allem bei Notfällen ein unerlässlicher Retter.
facts:
Notfälle, die den Einsatz eines Handys rechtfertigen, liegen höchstens bei 1 Prozent aller übrigen Verbindungen.
Zu über 65 % ist es ein Spielzeug für Kinder und Jugendliche.
Der Anteil des Handy-Gebrauchs durch mobil tätige Berufsleute des Gewerbes und des Gesundheitswesens beträgt ca. 9 %.
Zunehmend bekannt wird, dass der Gebrauch von Handies selber Ursache sein kann von vielfältigen persönlichen Fehlleistungen, sinnlichen Wahrnehmungs-, Befindlichkeits- und biologischen Funktionsstörungen, Krankheiten und Unfällen.
fiction 2:
Die Strahlenbelastung des Schweizer Luftraums durch Radio- und TV-Sender ist wesentlich höher als die Belastung durch Mobilfunk.
facts:
Die Strahlenbelastung des Schweizer Luftraums durch Radio- und TV-Sender liegt in den bewohnten Gebieten zwischen 0,5 und 10 %, durchschnittlich also bei ca. 5 %. Ueber 90 % der Strahlenbelastung stammt vom Mobilfunk.
fiction 3:
Direkt unterhalb einer Mobilfunkantenne gibt es keine Strahlung.
facts:
Auch unterhalb einer Mobilfunkantenne gibt es erhebliche Strahlung. Dies vorwiegend durch sogenannte Nebenkeulen, die beim elektrischen, ferngesteuerten Verstellen der Neigungswinkel entstehen und steil nach unten strahlen.
Mit der Behauptung, direkt unterhalb der Antenne gebe es keine Strahlung, sollen lediglich Hausbesitzer/innen geködert werden, damit sie ihre Dächer gegen gutes Geld als Antennenstandorte vermieten.
Verschwiegen wird dabei, dass diese sich selbst und ihre Nachbarn einer gefährlichen Mikrowellenstrahlung mit entsprechenden gesundheitlichen Risiken aussetzen. Auch der Wert ihrer sowie der Liegenschaften ihrer Nachbarn wird weit mehr vermindert, als an Miete dafür bezahlt wird.
fiction 4:
Es gibt 20'000 Studien, die die Unbedenklichkeit von hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung beweisen.
facts:
Bisher konnte nicht eine einzige, wirklich unabhängige, überzeugende Studie vorgelegt werden. Nicht einmal ein Verzeichnis dieser angeblich 20'000 Studien ist vorhanden. Der einst in Kitzbühel, Oesterreich, ansässige deutsche Mobilfunksachverständige Wulf-Dietrich Rose hatte in Gutachten, im Internet und in den Medien unter anderem behauptet: "zahlreiche Studien belegen, dass Mobilfunk die Gehirnaktivität verändert, den Schlaf stört, die Reaktionszeit verändert, die Funktion der Blut-Hirn-Schranke einschränkt, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Unwohlsein und Gedächtnisverlust bewirkt, die Spermienanzahl verringert, die Melatoninproduktion verringert, DNA-Stränge bricht, die Zellperforation erhöht, den Blutdruck steigen lässt, Herzschrittmacher beeinflusst und das Krebsrisiko erhöht, insbesondere Gehirntumor bei Menschen."
Nachdem das österreichische Mobilfunk-Unternehmen Max.Mobil im Jahre 2000 zunächst scheiterte mit seinem Antrag auf Erlass einer sogen. einstweiligen Verfügung auf Unterlassung solch kritischer Aussagen zur Gesundheitsschädlichkeit von Mobilfunk-Sendeanlagen, forderte sie Schadenersatz.
Schadenersatz von € 25.600.-- für Aufwendungen, die entstanden sind, weil aufgrund von Roses Gutachten die aussergerichtliche Verlegung von gebauten und geplanten Mobilfunk-Sendestationen aus Wohngebieten erforderlich war, so dass, - laut der Klage von Max.Mobil, - "der Netzausbau weit hinter dem notwendigen Mass zurück bleibt".
Es ging um insgesamt ca. 80 Fälle. Weitere Mobilfunk-Unternehmen in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz wollten ebenfalls Schadenersatz von Rose, falls Max.Mobil mit seiner Klage Erfolg haben sollte.
Rose gewann vor diversen gerichtlichen Instanzen, und auch der oberste Gerichtshof der Republik Oesterreich entschied in letzter Instanz rechtskräftig zu Gunsten von Rose. Laut dem Gericht war es Max.Mobil nicht gelungen, die Unwahrheit von Roses Behauptungen zu beweisen und das Gericht von der gesundheitlichen Unbedenklichkeit der Mobilfunkstrahlung zu überzeugen.
Damit darf Rose (und mit ihm alle andern kritischen Fachleute) die eingangs beschriebenen gesundheitsschädigenden Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung, die unabhängiger Forschung entstammen, weiterhin in legaler Weise bekannt machen. (www.elektrosmognews.de/news/klagegegenrose.htm )
fiction 5:
Schnurlose Haustelefone (nach dem DECT-Standard) sind nicht gesundheitsschädlich.
facts:
Die schnurlosen, nach dem DECT-Standard gepulsten Telefonanlagen sind in gesundheitlicher Hinsicht äusserst bedenklich. Die Basis-Station jedes DECT-Schnurlostelefons ist ein Mini-Mobilfunksender, der rund um die Uhr Strahlung aussendet, unabhängig davon, ob telefoniert wird oder nicht. Diese Strahlung belastet sämtliche Lebewesen im Umkreis von bis zu ca. 200 Metern und durchdringt selbst Hausmauern aus Beton- und ändere Wände.
Man erkennt das DECT-Schnurlostelefon an der Trägerfrequenz von 1880 - 1900 Megaherz. Dieser Hochfrequenz ist eine niederfrequente Pulsung von 100 Hertz aufgeprägt. Die DECT-Basisstation sendet also ohne Unterbruch in der Sekunde gleichsam 100 "Blitze" aus, von denen jeder einzelne aus mehr als einer Milliarde Schwingungen der Trägerfrequenz besteht. Schlimm dabei sind die Pulshöhe und die Anstiegsgeschwindigkeit.
fiction 6:
Einen wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass elektromagnetische Strahlung für den menschlichen Organismus schädlich ist, gibt es bis heute nicht.
facts:
"Die Aussage, bei Einhaltung der Grenzwerte bestehe keine Gesundheitsgefahr, ist wissenschaftlich unhaltbar. Sie bedeutet eine arglistige Täuschung, Irreführung und Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung."
(Dr. Wolf Bergmann, Freiburg i. B./D, zitiert von F. Ruzicka, siehe Quellenangabe am Schluss)
"Die athermische Wirkung von EMF, d.h. biologische und gesundheitsstörende Effekte durch schwache EMF-Strahlung, ist lebenswissenschaftlicher Erkenntnisstand seit über 70 Jahren und als Mikrowellen- bzw. Radiowellensyndrom in der einschlägigen internationalen wissenschaftlichen Literatur vielfach beschrieben."
"Dr. Erwin Schliephake beschrieb 1932 das EMF-Syndrom bei Personen, die im Strahlungsfeld von Kurzwellensendern durch die freien Hertz'schen Wellen beeinflusst worden waren. Symptome wie bei Neuroasthenikern, Schlafstörungen in der Nacht. Am Tage starke Mattigkeit, Kopfschmerzen bis zur Unerträglichkeit, Neigung zu depressiver Stimmung und Aufgeregtheit. Infektanfälligkeit."
Als wesentliche Symptome des Radio- bzw. Mikrowellensyndroms sind heute bekannt: Subjektive Beschwerden: Erschöpfung, Mattigkeit, Übermüdung, schnelles Ermüden bei Belastungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Kopfschwindel, spontane Erregbarkeit, Erregung bei Anforderungen, Herzschmerzen, Bauchbeschwerden, Leistungsminderung, Rückenschmerzen, Nacken- Schulter-Schmerzen, Gedächtnisverlust.
Objektive Beschwerden: Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit, nervale Erschöpfung (Neurasthenie), Depression, Neurotizismus, EEG-Veränderungen, Störung der biologischen Rhythmen, Dysstress, Herzkreislaufschwäche, Überfunktion der Schilddrüse, Störung der Verdauungsfunktion, Potenzstörungen, verlangsamte Sensomotorik, Ruhetremor der Finger, Tinnitus, erhöhte Infektanfälligkeit, Haarausfall, Blutbildveränderungen, Chromosomenbrüche, EKG-Veränderungen"
(Letzte drei Zitate aus: "Thesen und Schlussfolgerungen zum Vortrag "Mikrowellensyndrom: Gesundheitsstörung des Menschen als Folge von schwachen EMF-Strahlungen - lebenswissenschaftlicher Erkenntnisstand seit über 70 Jahren" von emer. Prof. Dr. med. habil. Karl Hecht, Berlin, vom November 2005; erhältlich unter: http://www.hese-project.org/ )
Prof. Dr. Hechts wissenschaftliche und äusserst ausführliche Darstellung des heutigen Erkenntnisstandes mit dem Titel: "Zur Verhamlosung der gesundheitsrelevanten Wirkung von hochfrequenten Radio- und Mikrowellenstrahlungen (einschliesslich des Mobiltelefonsystems) auf die funktionellen und körperlichen Prozesse des Menschen" im Umfang von ca. 200 Seiten aus dem Jahre 2005 ist erhältlich unter:
www. gigaaherz.ch/Downloads
Zu den seit 50 Jahren dauernden Machenschaften der von der Telecom-Industrie abhängigen, pseudowissenschaftlichen Thermowirkungs-Dogmatiker, zur Rolle der Weltgesundheits-Organisation WGO sowie zur Entstehungsgeschichte der Schweizer Grenzwerte siehe einen zusammenfassenden Bericht mit dem Titel: "Kritik der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung vom 23. Dezember 1999 (NISV), erhältlich unter: http://www.gigaherz.ch/ . Was noch fehlt, ist eine lückenlos nachgewiesene Erklärung des genauen Wirkungsmechanismus' - jedoch: würden Sie einer Unbedenklichkeitserklärung folgen und einen Sprung aus dem 30. Stockwerk eines Hochhauses wagen, nur weil noch nicht in allen Einzelheiten geklärt ist, ob Sie sich zuerst das Genick brechen und dann den Schädel, oder ob Sie doch eine reelle Chance haben, mit dem Leben davon zu kommen?
fiction 7:
In der Schweiz gelten für die elektromagnetische Strahlung durch den Mobilfunk die weltweit strengsten Grenzwerte.
facts:
Diese fiction wird von Industrievertretern, von ihr abhängigen Fachleuten und Medien sowie von Ignoranten ständig wiederholt. Sie ist allerdings wenig fundiert. Dies geht schon daraus hervor, dass bei solchen Behauptungen in aller Regel jegliche Angabe von genauen Werten und Vergleichen fehlt.
Die Schweiz hat - wie viele andere Länder - die Grenzwerte übernommen, wie sie die ICNIRP im April 1998 empfohlen hatte. (ICNIRP = International commission on non-ionising radiation protection = int. Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung). Die ICNIRP ist eine Arbeitsgruppe industrienaher Fachleute eines privaten, gleichnamigen Vereins mit Sitz in München/D.
Diese lauten:
für GSM 900: 42 Volt pro Meter (V/m)
für GSM 1800: 58 Volt pro Meter (V/m)
für UMTS:2100: 61 Volt pro Meter (V/m)
Die Schweiz rühmt sich nun, für Orte mit empfindlicher Nutzung 10mal tiefere Grenzwerte zu kennen. Das ist der grösste Käse, welcher der Bevölkerung je aufgetischt wurde. Orte mit empfindlicher Nutzung befinden sich bekanntlich in Innenräumen, wo die Strahlungswerte automatisch, ohne dazutun der Behörden oder der Betreiber auf diese Werte zurückgehen, weil Mobilfunkstrahlung die gleiche Ausbreitungscharakteristik hat wie Scheinwerferlicht und entweder infolge der Gebäudedämpfung oder der Abweichung zur vertikalen Senderichtung diese 10%-Werte von selber einnehmen.
Es gibt auch im Ausland keine Mobilfunksender, welche die Schweizer Grenzwerte nicht ganz von selbst einhalten.
fiction 8:
Der Ausbau der Mobilfunknetze durch die Betreiber erfolgt gemäss dem ihnen obliegenden Versorgungsauftrag.
facts:
Gemäss der offiziellen Muster-Konzession aufgrund des Fernmeldegesetzes gilt die Versorgung einer Region als sichergestellt, wenn die Nutzfeldstärken mindestens folgende Werte aufweisen:
für das Frequenzband von 900 MHZ: 0,00014 V/m
für das Frequenzband von 1800 MHZ: 0,00035 V/m
In den meisten Regionen der Schweiz dürfte dieser Wert im Freien zurzeit um den Faktor von mehreren Tausend höher sein - also unnötig hoch!
Die für das Funktionieren eines Handys erforderliche E-Feld beträgt (gemäss schriftlichen Angaben eines in der Schweiz tätigen Mobilfunkbetreibers: 0,00000146V/m
fiction 9:
Das mobile Telefonieren erfolgt ganz einfach - durch die Luft!
facts:
Ja, die Information wird durch die Luft transportiert, aber womit?<BR< gezählt.
Diese hochfrequenten Mikrowellen dienen als Trägerfrequenz, auf welche niederfrequente, Impulse im 217 Hertz-Takt" aufmoduliert" werden. Ein sendendes Handy gibt also 217 Sendestösse ("Pulse") pro Sekunde ab, um Daten auf seiner Frequenz zu versenden. Was sich anhört wie ein normales Telefongespräch, ist in Wirklichkeit eines, das 217x pro Sekunde unterbrochen wird.
Diese ständig pulsenden Mikrowellen, die sowohl von Handies als auch von den Mobilfunkantennen abgestrahlt werden, sind widernatürlich, da sie derart in der Natur nicht vorkommen. Sie verstrahlen die Luft, unsere ganze Atmosphäre, die belebte sowie die unbelebte Natur. Je näher man sich dauernd im Strahlungsbereich einer Mobilfunkantenne befindet oder je näher man sich bei einem aktiven Handy befindet, desto gefährlicher wird es für die Gesundheit.
fiction 10:
Elektromagnetische Strahlung ist ganz normal. Sie kommt auch in der Natur vor.
facts:
Stimmt so nicht, die natürliche Strahlung unterscheidet sich gewaltig von der technisch erzeugten.
Bei den in der freien Natur bestehenden Feldern handelt es sich entweder um Gleichstromfelder, oder um Frequenzen die weit unterhalb oder sehr weit oberhalb der technisch erzeugten liegen und schon gar nicht um gepulste Mikrowellen. Dazu kommt, dass technisch erzeugte Strahlungen Pulsfrequenzen besetzen, die von Lebewesen für die interne Steuerung ihrer biologischen Prozesse benötigt werden und von der Natur mit gutem Grund ausgespart wurden.
Verglichen mit den seit jeher vorhandenen natürlichen Feldern hat die Stärke der vom Menschen erzeugten künstlichen Felder in der Umwelt, im Wohn- und Arbeitsbereich ausserdem innerhalb kurzer Zeit massiv zugenommen!
fiction 11:
Die höhere Strahlenbelastung geht vom Handy aus, nicht von der Basisstation.
facts:
Handynutzung ist absolut freiwillig. Niemand wird dazu gezwungen.
Durch die Basisstationen, z. B. auf den Hausdächern, wird man jedoch zwangsweise dauerbestrahlt, 24 Stunden täglich. Auch nachts, wenn kaum mobil telefoniert wird, läuft pro Sektorantenne mindestens ein Organisationskanal, welcher in V/m gemessen immer noch die halbe Strahlungsleistung des Volllastbetriebes während den Tagesstunden aufweist.
fiction 12:
Mobilfunkstrahlung ist nicht gefährlicher als diejenige, die man schon vom Fernsehapparat her kennt. Die Strahlen von Fernsehsendern sind schliesslich auch gepulst.
facts:
Das Fernsehsignal hat einen Synchronpuls von 50 Hertz.
Und die Pulsdynamik, also das Verhältnis zwischen dem Grundpegel und dem Spitzenpegel, ist beim Fernsehen 1:30. Beim Mobilfunk hingegen reicht das Verhältnis von 1 bis zu 1 Million! Unter anderem dieser wesentlich höheren Pulsdynamik werden verschiedenste gesundheitliche Probleme zugeschrieben. TV-Strahlung in der Luft macht in der Regel weniger als 5% der Mobilfunkstrahlung aus.
fiction 13:
UMTS-Mobilfunksender können ab sofort wieder bewilligt werden. Seit der Publikation der sogenannten Replikation der TNO-Studie der UNI/ETH-Zürich besteht kein Grund mehr Moratorien zu verfügen oder aufrecht zu erhalten.
facts:
Fazit aus der Zürcher UMTS-Studie der sogenannten TNO-Replikation:
UMTS Mobilfunkantennen können ab sofort wieder bewilligt werden wenn diese:
- nur während 4.5 Stunden pro Woche eingeschaltet sind
- nur 1 Pilotkanal und keine Gespräche, Bilder und sonstige Daten übertragen
- nur wenn im Umkreis von 5km alle GSM-Sender stillgelegt sind
- nur wenn die bestrahlte Bevölkerungsgruppe im Schnitt nicht über 38 Jahre alt, und kerngesund ist.
Denn dies sind die Parameter, unter welchen diese Studie durchgeführt wurde.
fiction 14:
Mit einem Qualitätssicherungssystem wird mittels Computerüberwachung zuverlässig verhindert, dass Mobilfunksender ferngesteuert über den bewilligten Leistungen und über die bewilligten Abstrahlwinkel hinaus betrieben werden.
facts:
Herrlich: Die Mobilfunkgesellschaften sollen sich gleich selber überwachen. Allfällige Ueberschreitungen müssen sie mittels Fehlerprotokoll alle 2 Monate den Vollzugsbehörden unaufgefordert zustellen. Sanktions- oder Strafmassnahmen sind keine vorgesehen.
Wenn man bedenkt, wie einfach es für einen Fachkundigen ist, eine Exel-Tabelle zu fälschen oder einen eingestellten Sollwert, welcher zu einer Fehlermeldung führt, einfach mittels Bildschirm und Tastatur hinaufzuschrauben oder zu unterbinden, stehen dem Fachmann buchstäblich alle Haare zu Berge.
Autofahrer könnten sich nun auf das selbe Recht berufen und die Abschaffung der Radarkontrollen verlangen. Als Ersatz bieten sie an, alle 2 Monate einen Rapport an die Strassenpolizei zu senden, in welchem sie deklarieren, wann und wo sie zu schnell gefahren sind. (!). Bussen für zu schnelles Fahren sind dabei nicht mehr vorgesehen
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Funkstille über Mobilfunk-Strahlungsschäden
Wer als Journalist über Gesundheitsschäden durch Mobilfunk berichten will, erlebt merkwürdige Dinge. Von umgeschriebenen Artikeln, Sendetermin-Problemen und gekippten Enthüllungsstorys.
Artikel von Uwe Krüger aus der internationalen Zeitschrift für Journalismus "message"
Quelle: www.message-online.com
Niemand will über Mobilfunk berichten
Der Stein des Anstoßes war eine etwas esoterisch anmutende Zeitschrift namens Raum und Zeit. Marc Lutz, Werbefilm-Student an der Filmakademie Ludwigsburg, war zu Besuch bei einer Freundin, die von Beruf Heilpraktikerin ist. Bei ihr lag immer viel eigenartige Literatur herum, und nun zeigte sie dem 24-Jährigen einen Artikel über Mobilfunkstrahlung. Skeptisch begann er zu lesen. Ein Physiker kritisierte eine Broschüre des bayrischen Umweltministeriums, die Sendemasten völlige Unbedenklichkeit bescheinigte. Lutzens Skepsis schwand, als der Physiker ein Argument nach dem anderen sezierte und widerlegte. Ein Funkmast arbeite nur mit der lächerlichen Leistung von 2 oder 3 Watt, beruhigte die Broschüre. Falsch, sagte der Physiker: Unten gehen zwar nur wenige Watt hinein, oben kommen aber 80.000 Watt heraus. Marc Lutz war elektrisiert und begann, neben seinem Studium und den Werbefilm-Dreharbeiten zu recherchieren - über ein Problem, das offiziell nicht existiert. "Ich fand heraus, dass viele Menschen schon krank geworden sind, dass Deutschland einen der höchsten Grenzwerte für Mobilfunkstrahlung weltweit hat und dass dieser Grenzwert auf einen industrienahen Wissenschaftler-Verein in München zurückgeht", erzählt der heute 31-Jährige, "es war ein Skandal ersten Ranges." Er schrieb ein Exposé für einen Film, fand in seinem Bekanntenkreis eine Kamerafrau und zwei Produzenten und ging auf die Suche nach Geldgebern. Seine erste Station war RTL Explosiv, dort arbeitete eine gute Bekante. Die sagte: "Super Thema - aber überleg mal, wer bei uns die Werbespots schaltet." Er klopfte beim Südwestrundfunk an, dort arbeitete ein Freund. Der fand das Thema spannend, wurde aber von seiner Redaktion bald ausgebremst. Beim Bayrischen Rundfunk wenig später dasselbe. "Es hieß immer, das Thema haben wir ständig in kleinen Beiträgen", erzählt Lutz, "aber diese Beiträge endeten ja immer dort, wo es richtig brisant wird - beim Hintergrund der Grenzwerte." Irgendwann wollte Lutz sein Material nur noch einem anderen Journalisten übergeben, der es möglichst öffentlichkeitswirksam herausbringt. Er rief bei der dpa an. "Der für Mobilfunk zuständige Redakteur fragte gleich, woher ich das alles habe. Er schien das alles schon zu wissen und wollte nur meine Quellen erfahren", so Marc Lutz. Danach wandte er sich an den Stern. Auch dort reagierte der Redakteur zurückhaltend, vertröstete ihn auf nach seinem Urlaub, und der Kontakt verlief im Sande.
Im Volk brodelt es
Für die Redaktionen ist das Thema Mobilfunkstrahlung offenbar wenig sexy. Doch sie scheinen in einer anderen Welt zu leben als der Rest der Bevölkerung, wo gewaltige Unruhe herrscht, seitdem das Netz der UMTS-Masten rasant ausgebaut wird. Zahllose Bürgerinitiativen kämpfen gegen Sender in der Nachbarschaft, im Internet wimmelt es von Webseiten wie "Informationszentrum gegen Mobilfunk", "Bürgerwelle" oder "Elektrosmog-News". Mobilfunkkritische Ärzte gründen Initiativen wie den "Freiburger Appell" oder den "Bamberger Appell" und dokumentieren Krankheiten, von Kopfschmerzen bis Brustkrebs, die nach der Aufstellung von Funkmasten gehäuft auftraten.
RTL Explosiv: "Super Thema - aber überleg mal, wer bei uns die Werbespots schaltet."
Doch deren Gutachten und Schreiben an Gesundheitsämter, Ministerien und das Bundesamt für Strahlenschutz stoßen auf Desinteresse. Dabei warnt das Bundesamt für Strahlenschutz selbst schon seit einigen Jahren vor zu viel Handykonsum vor allem bei Kindern, und führenden deutschen Versicherungsfirmen ist die Sache ebenfalls nicht geheuer: Sie haben in ihren Policen für Handyhersteller und Mobilfunk-Netzbetreiber die Versicherung der Risiken von Elektrosmog wegen der "nicht einschätzbaren Gesundheitsgefahren" ausgeschlossen (SZ 28.1.2004). In den Medien kommt von alledem wenig an. Dabei mangelt es nicht einmal an Journalisten, die zum Thema recherchieren - nur mit dem Veröffentlichen ist es nicht so einfach. Zwei Jahre lang hat zum Beispiel der Filmemacher Klaus Scheidsteger für seinen Film "Der Handykrieg" in den USA recherchiert. Dessen Protagonist, der Washingtoner Epidemiologe George Carlo, ist einer der ärgsten Feinde der Mobilfunkindustrie. Dabei leitete er in den 90er Jahren im Auftrag der US-Mobilfunkindustrie eine 28 Millionen Dollar teure Studie über Gesundheitsfolgen der Handystrahlung. Seine Ergebnisse gefielen den Geldgebern jedoch nicht: DNA-Schäden und Hirntumore bei Vieltelefonierern. Als Carlo sie öffentlich machte, fiel er in Ungnade, wurde verleumdet, und - mysteriös - sein Haus brannte nieder. Heute hilft er Handy-Geschädigten als Gutachter in Schadenersatzprozessen vor US-Gerichten.
Anlage wie sie oft vorzufinden ist
Filmemacher Scheidsteger, der das Thema entdeckte, nachdem Freunde von ihm erkrankt waren, konnte den MDR zur Mitfinanzierung der Dokumentation bewegen. Im Dezember 2005 gab er eine 45-Minuten-Fassung ab. Der MDR überwies das Geld, ließ den Film aber erst einmal in der Schublade verstauben. Nach einem Jahr fand er sich endlich im Programm: 10.35 Uhr morgens lief am 7. Dezember 2006 eine um 15 Minuten gekürzte Version; noch dazu so kurzfristig anberaumt, dass die Programmzeitschriften für diesen Sendeplatz die Wiederholung einer anderen Reportage ankündigten. Scheidsteger war aufgebracht: Die Änderungen seien nicht mit ihm abgestimmt gewesen, und das heiße Thema solle mit diesem Sendeplatz offensichtlich "unter dem Radar" laufen. Beim MDR gibt man andere Gründe an: mangelnde Qualität. "Der Film entsprach handwerklich und inhaltlich nicht unseren Standards", sagt Claudia Schreiner, Programmchefin Kultur und Wissenschaft, "was Spannungsbogen, Handlungsstränge, logische Abfolge der Argumente und Kameraarbeit angeht." Im Vertrag mit Scheidsteger sei deshalb ausdrücklich die Bearbeitung und Kürzung eingeschlossen gewesen. "Außerdem fehlte der Deutschland-Bezug", so Schreiner weiter, "was schade ist, denn es ist ja ein Thema, das auch hierzulande Bedeutung hat." Was die Qualität angeht, so hat der MDR offenbar deutlich strengere Maßstäbe als Frankreichs größter öffentlich-rechtlicher Sender France 2. Der hatte den Film im Mai 2006 im späten Abendprogramm ausgestrahlt, in voller Länge. Das Argument des fehlenden Lokalbezugs klingt dagegen absurd: Genau jene Szenen, die in Wiener Labors gedreht wurden und die beunruhigenden Ergebnisse einer EU-Studie zeigten, fehlten in der MDR-Version.
Regionales und Kurioses
Das Thema Handy-Smog wird nicht gänzlich unter den Teppich gekehrt, findet aber in aller Regel nur im Regionalen statt. So berichtete das MDR-Magazin exakt im März 2006 über die thüringische Kleinstadt Steinbach-Hallenberg, in der 17 Menschen innerhalb weniger Jahre an Krebs erkrankt sind - alle wohnen im Hauptstrahl eines Funkmastes. Der Bayerische Rundfunk brachte einen Vierminüter über Oberammergau, wo der Bürgermeister den T-Mobile-Masten den Strom abdrehen wollte, nachdem eine Neujustierung der Masten bei Anwohnern Beschwerden hervorgerufen hatte (22.11.2006); auch die Zeit berichtete (14.12.) Immerhin, unter der Rubrik "Kurioses" schaffen es Mobilfunkgeschädigte, ins Fernsehen zu kommen, so der ehemalige Funktechniker Ulrich Weiner. Der Mann ist mittlerweile schwer elektrosensibel und fährt in einem Schutzanzug von Funkloch zu Funkloch, auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen (MDR 19.11.2004).
Im Kreuz der Kirche getarnte UMTS-Antennen
Hintergrundstücke sind indes äußerst selten. Eine Ausnahme schien die 45-Minuten-Dokumentation "Bei Anruf Smog? - (Glaubens)Krieg ums Handy" (ARD 7.8.2003) zu sein. Für sie waren die Reporter bis nach Hawaii auf eine Wissenschaftlerkonferenz geflogen. Sie schien den Programmverantwortlichen aber dann doch weniger wichtig und wurde kurzfristig verschoben, zugunsten einer bunten Geschichte über die Rekordhitze in Deutschland. Der Handyfilm lief statt Mittwoch 21.45 Uhr am Folgetag auf dem deutlich schlechteren (und weniger Leuten bekannten) 23-Uhr-Platz. Sofort sprühten die Spekulationen in den Mobilfunkkritiker-Foren: Reicht der lange Arm der Industrie bis in die Schaltkonferenz der ARD-Chefredakteure?
Industrie Infos für Redakteure
Anhaltspunkte gibt es. Da fand zum Beispiel im Oktober 2002 eine merkwürdige Informationsver-anstaltung für Redakteure des Bayerischen Rundfunks statt. Zu ihr hatte der Technische Direktor des BR, Herbert Tillmann, geladen. Gleich in seiner Begrüßungsansprache wies er auf den "schmaler werdenden Geldbeutel" hin und verkündete den staunenden Zuhörern, "dass der Bayrische Rundfunk den Mobilfunkbetreibern die Mitbenutzung seiner Senderstandorte gestattet".
Dieses Nebengeschäft ist übliche Praxis auch bei den anderen ARD-Anstalten, wobei beteuert wird, dass die Einnahmen gerade mal die Kosten decken. Der BR gibt dazu die Auskunft, dass er damit etwa 4 Millionen Euro jährlich einnimmt; bei einem Gesamtbudget um die 800 Millionen sei dies zu vernachlässigen.
Die führenden deutschen Versicherungsfirmen ist die Sache ebenfalls nicht geheuer: Sie haben in ihren Policen für Handyhersteller und Mobilfunk-Netzbetreiber die Versicherung der Risiken von Elektrosmog wegen der "nicht einschätzbaren Gesundheitsgefahren" ausgeschlossen
Trotzdem: Auf der vierstündigen Veranstaltung bekamen die BR-Redakteure ausschließlich die Sicht der Netzbetreiber zu hören. Die Schädlichkeit der Strahlung sei nicht bewiesen, mithin handele es sich nur um ein "Kommunikationsproblem". Die Redakteure - so die Einschätzung einer Teilnehmerin - reagierten ob der Einseitigkeit der Information sichtlich genervt. Mehr und mehr beschlich sie das Gefühl, dass sie "auf Linie" gebracht werden sollten. Und so fand ein Mitschnitt des Ereignisses den Weg zu einem mobilfunkkritischen Internetforum, obwohl es Herbert Tillmann ausdrücklich als "interne Veranstaltung" bezeichnet hatte.
Es ist aufschlussreich, die Tätigkeit des einladenden Tillmann näher zu beleuchten. Der ist nämlich nicht nur Technischer Direktor des BR und damit verantwortlich für die Vermietung der BR-Immobilien an die Netz-betreiber. Er ist auch Vorsitzender der Produktions- und Technikkommission von ARD und ZDF und treibende Kraft bei der Entwicklung des öffentlich-rechtlichen Handy-TV. Darüber hinaus sitzt er im Vorstand der Forschungsgemeinschaft Funk (FGF), eines eingetragenen Vereins, der Forschung zum Thema "Wirkung elektromagnetischer Felder" finanziert - mit Geld der Mobilfunkindustrie. Die Schlagseite der FGF ist nicht nur in ihren Newslettern zu besichtigen, sondern schon in der Liste der Vorstandsmitglieder: Tillmanns Kollegen in der FGF arbeiten hauptberuflich bei Motorola, Bosch, Nokia, Vodafone, T-Mobile, E-Plus und im Bundeswirtschaftsministerium.
Bis vor kurzem saß auch ein Siemens-Vertreter namens Dr. Uwe Kullnick an diesem Tisch - und der war als Moderator und Referent der Tillmannschen Informationsveranstaltung zu Gast im Haus des BR. Nur wurde Kullnick den Redakteuren nicht als Siemens-Mann vorgestellt, das wäre wohl etwas zu plump gewesen. Der Biologe trat als Vertreter des Verbandes BITKOM auf, wo er den Arbeitskreis "Mobilfunktechnik und Gesundheit" leitet. Das war allerdings schlecht kaschierte Befangenheit: BITKOM ist laut Internet-Selbstauskunft "das Sprachrohr der IT-, Telekommunikations- und Neue-Medien-Branche" und "vertritt mehr als 1.000 Unternehmen", die in Deutschland jährlich "120 Milliarden Euro Umsatz" erwirtschaften.
Kooperation und Geschäfte
Geschäftliche Nähe zur Mobilfunkindustrie findet sich auch bei anderen Medien. Das ZDF unterhielt von 2001 bis 2004 zusammen mit der Telekom-Tochter T-Online das Nachrichtenportal heute.t-online.de - und bekam dafür vom Partner laut einem Bericht der SZ (8.7.2004) mehr als 3 Millionen Euro pro Jahr für die Nutzungsrechte der ZDF-Nachrichten und der Marke "heute" im Internet. Mit der Bild-Zeitung kooperiert die Telekom bis heute, das Internetportal der größten deutschen Zeitung heißt Bild.T-Online.de.
Deutschlands einflussreichste Nachrichtenagentur dpa, von der sich die meisten Regionalzeitungen ernähren, macht selbst Geschäfte im Zusammenhang mit Mobilfunk und dürfte also am Erfolg der Technologie interessiert sein. 1996 gebar die Agentur ihre 100-prozentige Tochter dpa-infocom GmbH, die Zeitungsverlagen die Entwicklung und Verbreitung von Multimedia-Angeboten offeriert. Seit Anfang 2005 geht es auch um "lokale Schlagzeilen und Sportergebnisse, Abstimmungen und Gewinnspiele per SMS oder die Einsendung von Mini-Leserbriefen direkt vom Handy" (ots-Meldung vom 3. März 2005), Partner beim Vertrieb sind unter anderem T-Mobile, E-Plus und Vodafone.
Die Zusammenarbeit funktioniert offenbar auch im Bereich der Berichterstattung gut. Die Agentur verbreitet regelmäßig Jubelmeldungen über die Vorteile von UMTS ("Das Handy als Brandmelder - mobile Kommunikation wird vielseitiger", 6.10.2004) und die Unschädlichkeit der Strahlung ("Experte: Angst vor Handyantennen schädlicher als Strahlung", 13.11.2003). Besonders plump: Als das Bundesamt für Strahlenschutz über eine Umfrage informierte, die ergab, dass 40 Prozent der Deutschen Angst vor Handystrahlung hätten, setzte die Redaktion das Wörtchen "lediglich" vor die beachtlichen 40 Prozent, obwohl dies bei der zugrunde liegenden Pressemitteilung gefehlt hatte. Stolz ausgestellt sind alle diese dpa-Meldungen auf der Webseite des Informationszentrums Mobilfunk, einer Lobby-Organisation der deutschen Mobilfunknetzbetreiber, die auch Lehrer und Ärzte fortbildet und kostenloses Unterrichtsmaterial an Schulen liefert.
Machtfaktor anzeigen
Beeindruckend für alle Medien dürfte die Marktmacht der Mobilfunkindustrie sein. Und das Anzeigenvolumen, das sie zu verteilen hat. Zwischen 582 und 820 Millionen Euro gab die Telekommunikationsbranche laut Nielsen-Werbeforschung in jedem der letzten fünf Jahre aus. Die Netzbetreiber T-Online, Vodafone, O2 und E-Plus gehören alle zu den Top 50 der größten werbenden Firmen; die Telekom war im Jahr 2000 sogar die Firma mit dem größten Werbebudget im Land. Dass die ganze Branche wegen einer möglichen erneuten Grenzwertdebatte in die Knie geht, können deshalb nicht nur die um Arbeitsplätze und Steuereinnahmen besorgten Regierenden, sondern auch die Medienkonzerne nicht wollen.
Mit zusammengerechnet 26 Zeitungsseiten Anzeigen von Firmen wie Telekom, Nokia, Siemens und E-Plus war zum Beispiel die Süddeutsche Zeitung im März 2001 gesegnet, als dort ein Redakteur kündigte, weil ihm ein Artikel über Mobilfunkgeschädigte umgeschrieben worden war. Kurioserweise hatte der SZ-Hauskarikaturist Pepsch Gottscheber das Thema aufgebracht; er kämpfte in seiner Münchener Dachgeschosswohnung mit Kopfschmerzen, seitdem ein UMTS-Mast vom gegenüberliegenden Dach funkte. Lokalredakteur Thomas Grasberger sprach mit dem Zeichner, den ebenfalls betroffenen Nachbarn und mobilfunkkritischen Ärzten.
Als Grasberger seinen Artikel "Hilferuf aus dem Antennenwald" am 27.3.2001 in der Zeitung sah, war er schockiert: Der Beitrag war drastisch gekürzt, Sätze waren umgeschrieben und abgeschwächt worden und neue eingefügt, die die Glaubwürdigkeit eines kritischen Gutachters in Zweifel zogen. Das Wissenschaftsressort hatte dazwischengefunkt. "Und vor allem, ohne vorher mit mir zu reden", sagt Grasberger.
Er kündigte - und machte weiter. Zusammen mit Franz Kotteder, in der SZ-Redaktion für Münchener Kultur zuständig, recherchierte er das Thema aus und veröffentlichte 2003 ein ganzes Buch: "Mobilfunk - Ein Freilandversuch am Menschen". Darin ist nicht nur der Forschungsstand aufgearbeitet, sondern sind auch Verquickungen von Industrie, Politik und Wissenschaft dargelegt. Die Autoren berichten, wie Studien manipuliert wurden und Wissenschaftler Publikationsverbot für unliebsame Ergebnisse erhielten, etwa der Lübecker Uniklinik-Arzt Lebrecht von Klitzing.
Nach dieser Arbeit war Franz Kotteder wohl der am besten informierte Mann in der SZ-Redaktion, was den Forschungsstand zur Mobilfunkstrahlung anging. Aber seine Expertise war nicht gefragt. Stattdessen gab es den Feuilleton-Aufmacher "Strahlung als Metapher" (5.3.2004), der Mobilfunkgeschädigte als modernefeindliche Ideologiekritiker mit eingebildetem Leiden hinstellte, und den Artikel "Irre Energie" (21./22.1.2006) von Wissen-Ressortchef Patrick Illinger.
Der Autor plädiert dort für mehr Gelassenheit und schreibt über die von der EU finanzierte Reflex-Studie, die eine genverändernde Wirkung elektromagnetischer Strahlen festgestellt hatte: "Initiator der Reflex-Studie ist eine Stiftung, die der ‚Verband der Cigarettenindustrie' finanziert hat. Ist es unseriös, die Frage zu stellen, ob Zigarettenhersteller womöglich einen Vorteil davon haben, wenn sich die Bevölkerung vor Handys mehr fürchtet als vor Tabak?"
Die Frage nach dem Einfluss der Geldgeber auf die Ergebnisse ist nicht unseriös. Aber Illinger ist inkonsequent: Er erwähnt nicht, dass der Löwenanteil aller Mobilfunkstudien von der Mobilfunkindustrie finanziert wird - 80 Prozent, wie Professor Franz Adlkofer, der Koordinator der Reflex-Studie, schätzt.
Strategische Desinformation
Die unübersichtliche Forschungssituation mit mittlerweile tausenden von Studien ist sicher auch ein Grund, warum Redakteure das Thema so vorsichtig behandeln: Unter Zeitdruck kann man sich bei der Fülle an Material kaum eine Meinung bilden. Aber was, wenn der Dissens in der Wissenschaft künstlich hergestellt wurde, indem immer neue Gutachten in Umlauf gebracht werden? Der Verdacht liegt nahe, wie das angesehene New Yorker Journal Microwave News im Juni 2006 festgestellt hat. Sie verglich Geldgeber und Ergebnisse von 85 einschlägigen Studien und stellte fest: Beruhigende Resultate korrellieren mit Industriegeld. Das Prinzip wäre nicht neu: Tabakkonzerne wie Philipp Morris und British American Tobacco vernebelten mit gekauften Wissenschaftlern jahrzehntelang den Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs; Ölmulti Exxon Mobile schaffte künstlichen Streit darüber, ob Kohlendioxid tatsächlich für die Erderwärmung verantwortlich ist (SZ 27.9.2006).
Spiegel ohne Neugier
Immerhin gibt selbst das Bundesamt für Strahlenschutz an, dass sechs Prozent der Deutschen elektrosensibel seien; in Schweden, wo Elektrosensibilität als Krankheit anerkannt ist, geht man von 30 Prozent der Bevölkerung aus.
Antennen in 2100 m Höhe in Nord-Italien (Photo von www.orgonised-germany-orgonit-shop.de )
So bleibt unklar, mit welcher Selbstsicherheit auch der Spiegel Mobilfunkkritiker abqualifiziert. In einem Interview mit einem Epidemiologen (9.4.2001) war man sich beim Thema Elektrosmog einig, dass man darüber gar nicht diskutieren muss. So "fragten" die zwei Spiegel-Leute ihr Gegenüber: "Das Phänomen wird gegenwärtig mit Millionenaufwand erforscht. Bisherige Studien finden aber keinen Zusammenhang zwischen Handy-Strahlen und Krebs." Und weiter: "'Die Elektrosmog-Gläubigen geben nie auf', schreibt das British Medical Journal. Dabei sei es ganz egal, zu welchen Ergebnissen eine Studie kommt." Der Experte durfte dann alles bestätigen - besonders neugierig klangen die Interviewer nicht.
Neugieriger war offenbar ein anderer Spiegel-Mann, der sich Anfang 2001 für eine geplante Titelgeschichte bei Mobilfunkkritikern umgehört hatte. Er ließ sogar bei der "Bürgerwelle", einem Dachverband von Bürgerinitiativen gegen Funkmasten, zwei Fotografen Bilder machen, wie dessen Vorsitzender berichtet. Der Wirtschaftsredakteur Klaus-Peter Kerbusk, der sich unter anderem mit der Telekommunikationsbranche befasst, bestätigt die Recherche, die ihn sechs Wochen gekostet und bis nach Schweden geführt hat. Veröffentlicht hat er am Ende nichts. Warum? "Es gab in der Redaktion", sagt Kerbusk, "sehr unterschiedliche Auffassungen über die möglichen Risiken und Gefahren durch die Handystrahlung."
Der Hintergrund der Mobilfunkwerte
Es ist immer dieselbe Antwort, die Gesundheitsämter und Ministerien auf Briefe von Ärzten geben, die auf Leiden ihrer Patienten im Zusammenhang mit Funkstrahlen aufmerksam machen: "Bei Einhaltung der Grenzwerte der 26. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes ist der Schutz der Gesundheit sichergestellt." Ein Blick auf diese Grenzwerte lohnt sich.
Deutschland hat einen der höchsten weltweit: 10 Millionen Mikrowatt pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Russland, das schon viel länger zum Strahlen-Thema forscht, lässt nur 20.000 Mikrowatt zu, die Wissenschaftsdirektion STOA des EU-Parlamentes empfiehlt höchstens 100 Mikrowatt. Der deutsche Grenzwert, 1997 verabschiedet, ist von der WHO empfohlen und hat zwei Kontrollinstanzen passiert: das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und die Strahlenschutzkommission (SSK). Das klingt vertrauenerweckend - bis man in die personellen Details eintaucht.
Denn die WHO hat ihre Empfehlung übernommen von der International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection (ICNIRP). Dieses Gremium ist kein Teil der WHO, sondern ein Verein, der beim Amtsgericht München eingetragen ist. Er besteht aus 14 Wissenschaftlern aus verschiedenen Ländern, die teilweise auch für die Industrie arbeiten. Vorsitzender der ICNIRP war von 1996 bis 2000 der Physiker und Biophysiker Jürgen Bernhardt. Bernhardt arbeitete in den Jahren 1989 bis 1998 im Bundesamt für Strahlenschutz als Abteilungsleiter für "Medizinische Strahlenhygiene und Nichtionisierende Strahlung", und er saß ebenfalls in der Strahlenschutzkommission, als Vorsitzender des Ausschusses "Nichtionisierende Strahlen" (von 1987 bis 1989 und von 1999 bis 2002). In einer anderen Funktion hat er also die Grenzwerte, die er selbst vorgeschlagen hat, abgesegnet.
Einen interessanten Einblick in Bernhardts Denken gibt ein Fernsehinterview vom 29.1.1997 auf 3sat ("Risiko Elektrosmog"). Darin räumte er ein, dass es "Hinweise auf krebsfördernde Wirkungen und Störungen an der Zellmembran" gebe, aber: "Wenn man die Grenzwerte reduziert, dann macht man die Wirtschaft kaputt, dann wird der Standort Deutschland gefährdet." Da macht er sich die gleichen Sorgen wie Ex-Kanzler Schröder, der im November 2001 einen Vorstoß seines Umweltministers Trittin zur Grenzwertsenkung blockierte, "um Unruhe in der Wirtschaft zu vermeiden" (Berliner Zeitung, 10.11.2001).
Übrigens: Bei der WHO zuständig für das Thema Elektromagnetische Felder war bis vor wenigen Monaten der australische Wissenschaftler Michael Repacholi. Von 1992 bis 1996 war er Vorsitzender der ICNIRP, seitdem ist er einfaches Mitglied. UK
(Quelle: Thomas Grasberger/Franz Kotteder: Mobilfunk - Ein Freilandversuch am Menschen. Kunstmann-Verlag, München 2003)
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