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Tierschutz


Ich esse Fleisch, ich muß es sehen!

Von Mastschweinen und lebendigen Milchmaschinen

Trotz EU-Verbot - Dicke Puten durch Antbiotika-Doping

Massentierhaltung - Leben für den Tod

Lebendrupf von Gänsen

Es geschieht jeden Tag und kaum einer ist sich dessen richtig bewußt!

Die praxisübliche Kastration der Eberferkel ist Tierquälerei

Tödliche Tierversuche bei MARS

Helfen Sie Millionen Tieren in Versuchslaboren!

Irrtümer in der Bibel

Tiertransporte in Deutschland

Gandhi - Kann man die Größe einer Nation daran messen, wie sie die Tiere behandelt?








Ich esse Fleisch ich muß es sehen!

Verschließe nicht die Augen, so wie es die Meisten tun! Es ist eine Sache Fleisch, Wurst etc. zu konsumieren und eine andere, sich der Hintergründe bewußt zu sein und den Mut zu haben, damit konfrontiert zu werden. Die Meisten wollen diese grauenvollen Bilder gar nicht sehen. Es ist einfach weg zu sehen.


Sieh hin und werde Dir bewußt, daß auch Du ein Teil dieser Tötung-Maschinerie bist, wenn Du Tiererzeugnisse im Supermarkt kaufst! Jeder Mensch, der das Herz noch am richtigen Fleck hat, sollte sich ganz schnell überlegen, wie er nicht mehr ein Teil dieses grauenvollen Tötens sein kann. Werde Vegetarier oder beziehe Deine Fleischwaren nur noch vom Biobauern, doch sei Dir bewußt, auch Tiere aus der biologischen Landwirtschaft leben nur, um für die Fleischesser getötet zu werden.



Mache Dir klar, daß für das Fleisch auf Deinem Teller ein Tier für Dich sterben mußte!



92% aller Deutschen essen regelmäßig gewürzte, gesottene und gebratene Leichenteile. In ihrem Auftrag töten Schlächter die Tiere, schneiden die Kadaver auseinander und hängen sie ab. Der Verwesungsprozess beginnt. Der Leichenwürzer gibt Gewürze und Geschmacksverstärker hinzu. Im Supermarkt findet der Kunde die Tierleichen unter der Bezeichnung »Fleisch« in der Kühltheke wieder: aus Muskeln wird ein »Schnitzel«, ein in Streifen geschnittener Magen heißt »Kutteln«, zermanschte und gewürzte Leichenreste werden unter der Bezeichnung »Wurst« verkauft.



»Das Fleisch, das wir essen, ist ein mindestens zwei bis fünf Tage alter Leichnam.«
Volker Elis Pilgrim, Schriftsteller


Wir sind es gewöhnt, zubereitetes Fleisch zu essen - fix und fertig gewürzt und mundgerecht geschnitten. Immer weniger Menschen bringen ihr Steak oder ihre Wurst tatsächlich mit lebendigen Geschöpfen in Verbindung, die wie der Mensch Trauer, Freude, Leid und Schmerz empfinden können. »Töten von Tieren« - das erscheint grausam. Beim Metzger ein Stück Wurst einzukaufen ist hingegen normal. Würden wir auch Katzenfleisch im Supermarkt kaufen, wenn es lecker angemacht wäre? - Natürlich nicht! Würden wir unseren eigenen Hund essen oder unser Meerschweinchen? Nein! - Warum aber essen wir das Kalb?


»Wenn der moderne Mensch die Tiere, deren er sich als Nahrung bedient, selbst töten müsste, würde die Anzahl der Pflanzenesser ins Ungemessene steigen.«
Christian Morgenstern

Warum haben wir eigentlich so wenig Skrupel, Fleisch zu essen? Wenn jeder Mensch sein Tier eigenhändig umbringen müsste, würden die meisten es wohl nicht übers Herz bringen - und würden statt dessen lieber auf ihr Fleisch verzichten. Schließlich würde sich bei so manchem das Gewissen regen, wenn er ein Tier selbst umbringen müsste. So mancher würde dem Tier in die Augen schauen und könnte ihm nicht mehr das Leben nehmen.

Über das Leid der Tiere in den Massenbetrieben, Legebatterien, Schlachthöfen oder Transportwägen erfährt der Normalverbraucher wenig.



»Heute sehen wir nichts mehr vom qualvollen Leben und Sterben des Schlachtviehs. Das geht automatisch vor sich. Eben noch ein Tier, im nächsten Augenblick schon zerteiltes Fleisch: unsere Nahrung. Unsere Art von Kannibalismus..«
Luise Rinser, Schriftstellerin

Allenfalls hört er hier und da die Forderungen von Tierrechtsbewegungen, spendet am Welttierschutztag ein paar Mark - und bei schockierenden Fernsehsendungen über Tiertransporte wird lieber umgeschaltet. Die Tiere sind uns Menschen artverwandt. Erstaunt stellten Biologen eine genetische Übereinstimmung bis zu 98% zwischen Mensch und Tier fest. Tiere fühlen Freude und Schmerz wie wir. Sie sind unsere Mitgeschöpfe hier auf Erden und auf ihre Weise intelligent. Tiere haben wie wir ein Recht auf Leben.

Quelle




Ich esse Fleisch, ich muß es sehen!! Zustände in einem EU zertifizierten Schlachthof, Tiere werden teilweise mit wenig oder ohne Betäubung geschlachtet unvorstellbare Qualen.




Hier ist jeder Fleischesser mit verantwortlich !!!











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Von Mastschweinen und lebendigen Milchmaschinen

von Britta Pawlak

Für die billigen Lebensmittel wird ein hoher Preis in Kauf genommen: Die Tiere müssen große Qualen erleiden. Der einzige Zweck ihres Daseins ist es, Fleisch und tierische Erzeugnisse zu liefern. Lies nun, wie der triste Alltag einer Milchkuh, das kurze Leben eines männlichen Kalbs oder das düstere und beengte Dasein eines Mastschweines in einem Massentierbetrieb aussieht.



Glückliche Kühe sehen anders aus: Rinder in Massenhaltung leben in engen Verschlägen - meist ohne Tageslicht.

Die schöne Vorstellung frei lebender Kühe auf der Weide entspricht leider nicht den tatsächlichen Lebensbedingungen vieler Kühe, deren Milchprodukte wir täglich verzehren. Um solche Mengen an Milch, Käse, Quark, Joghurt und anderen Produkten anbieten zu können, würden hierzulande unsere Wiesen und Weiden für eine Freilandhaltung längst nicht ausreichen. Außerdem könnte man diese Nahrungsmittel nicht zu so günstigen Preisen anbieten, wie die meisten Leute es erwarten. Das ermöglicht erst die Massentierhaltung - auf Kosten der Tiere.

Rinder leben hier - wie alle anderen Zuchttiere - auf engstem Raum, oft ohne Tageslicht. Die Milchkühe können sich in ihren winzigen Verschlägen kaum bewegen und werden mit reichlich Industrie-Kraftfutter und hohen Energielieferanten gefüttert, damit sie besonders viel Milch geben können. In den letzten Jahrzehnten wurde die Milchleistung einer Kuh von jährlich ungefähr 2.000 auf teilweise bis zu 7.000 Liter hochgetrieben. Derartige Steigerungen der Produktion sind nur durch den Einsatz von billigem Energiefutter möglich. Doch die Zuchttiere sind dadurch anfälliger für Krankheiten und haben eine geringere Lebenserwartung.



Weibliche Rinder werden jahrelang als "Milchmaschinen" benutzt, bis ihre "Leistung" nachlässt. Dann werden sie zu Rindfleisch verarbeitet.

Sie werden häufig mehrmals täglich an Maschinen angeschlossen, durch die sie gemolken werden. Oft haben die Kühe schmerzhafte Euterentzündungen und Verletzungen durch die Melkmaschinen. Weibliche Rinder werden so lange als "Milchmaschinen" gebraucht, bis sie ausgedient haben, weil sie nicht mehr genug Milch geben. Dann werden die Tiere meist für den Verzehr geschlachtet. Damit eine Kuh überhaupt so viel Milch "produzieren" kann, die eigentlich - wie bei uns Menschen - zur Aufzucht ihres Jungen gedacht ist, werden die weiblichen Tiere ständig befruchtet. Die Kälbchen werden sofort nach der Geburt von ihren Müttern getrennt, was bei beiden Tieren große Verzweiflung hervorruft.

Aus weiblichen Rindern werden Milchmaschinen, aus männlichen wird Fleisch



Diese an den Beinen angeketteten Kälbchen wurden ihren Muttertieren entrissen. Sie werden in wenigen Wochen geschlachtet, um als Kalbfleisch auf der Theke zu landen.

Das kleine Kälbchen wird dann mit einem billigen Milchersatz aufgezogen, um später selbst als Milchkuh zu enden oder geschlachtet und zu Kalbfleisch verarbeitet zu werden. Selbst in Deutschland ist es erlaubt, den Jungtieren im Alter von bis zu sechs Wochen ohne Betäubung mit der Feuerzange Markierungen einzubrennen oder ihnen die Hörner abzuschneiden. Auch eine betäubungslose Kastration (Entfernung der Hoden) ist in den ersten vier Lebenswochen gestattet.

Die männlichen Rinder werden schon als Kälbchen in oft winzige Verschläge gebracht, wo sie schnell gemästet werden. Es kommt immer wieder vor, dass Kälber - trotz der Verbote in einigen Ländern - mit einem Milchersatz gefüttert werden, der mit Hormonen angereichert ist und dem Eisen entzogen wurde. Dadurch soll erreicht werden, dass das spätere Fleisch durch die Blutarmut "schön weiß und zart" ist. Diese jungen Rinder sind durch den Eisenmangel jedoch sehr geschwächt. Im Alter von nur 16 Wochen werden die männlichen Tiere im Allgemeinen geschlachtet, um zu dem begehrten "Kalbfleisch" verarbeitet zu werden.

Oft sind die jungen Kälber vor der Schlachtung extrem entkräftet, da ihre Muskeln durch den Bewegungsmangel völlig unterentwickelt sind. Die Mägen der geschlachteten Kälbchen werden für die Herstellung von vielen Käsesorten verwendet. Sie enthalten ein bestimmtes Enzym, das für die Milchverdauung verantwortlich ist. Deshalb haben nur Jungtiere, die noch Milch säugen, dieses Magenenzym. Bei der Käseproduktion dient es der Milchgerinnung. Man kann Käse zwar auch mit mikrobiellem Lab (das sind biologisch gezüchtete Kulturen) herstellen, sehr oft wird aber das Kälberlab verwendet.

Der Transport von lebendigen Tieren ist billiger als der von toten

"Zusammengequetscht" werden die Schlachttiere in den Lastern auf mitunter tagelangen Fahrten quer durch Europa transportiert - weil es billiger ist...



Die Rinder werden oft viele Stunden im LKW zur Schlachterei transportiert. Weltweit werden jährlich über 50 Milliarden Zuchttiere befördert, nicht selten dauern die Fahrten mehrere Tage. Der Grund ist natürlich wirtschaftlicher Art: Zum einen wurde die Tierzucht immer mehr spezialisiert und man kauft da ein, wo es "günstig" ist. Während es weniger kleine Höfe gibt, ballt sich alles in riesigen Schlachtbetrieben.

Die Tiere kommen also manchmal in Dänemark auf die Welt, werden in Holland gemästet und dann in Italien geschlachtet. Zum anderen ist der Transport von lebendigen Schlachttieren billiger als die Beförderung von Fleisch, das gekühlt werden müsste. Auch Zollbestimmungen spielen eine Rolle: Für die Einfuhr von Fleisch in die EU muss man bezahlen, Tiere dürfen dagegen zollfrei transportiert werden. Die Rinder werden in Massen in die Lastwagen verfrachtet und erhalten auf der Fahrt meist weder Futter noch Wasser. Die Tiere geraten in Panik, trampeln manchmal in der Enge ihre geschwächten Artgenossen tot oder sterben selbst aus Entkräftung.



...aber auf Kosten der Tiere: Da sie während der Fahrt meist weder Futter noch Wasser erhalten, sind die Tiere völlig entkräftet. Nicht alle kommen lebend beim Schlachthof an.

Einige Kühe werden nach der Ankunft auf dem Boden zum Schlachthof geschleift oder an den Beinen gefesselt aus den Lastern "entladen", weil sie völlig erschöpft sind oder verkrüppelte Gliedmaßen haben. Die Tiere, die noch fähig sind, zu laufen, werden häufig mit Elektroschocks in die Schlachterei getrieben. In den Betrieben werden die Tiere der Reihe nach an den Beinen an Eisenbügeln aufgehängt. Ein Fließband befördert sie kopfüber in den Tod: Nacheinander wird ihnen der Hals aufgeschnitten. In Deutschland und in vielen anderen Ländern müssen die Tiere in der Regel kurz vor der Tötung durch Gas, elektrischen Strom oder andere Methoden betäubt werden.

Schächtung: Tod durch Ausbluten ohne Betäubung



Sehr umstritten ist die Schächtung: Normalerweise schreibt das Gesetz kurz vor der Tötung eine Betäubung vor, aber es gibt religiös begründete Ausnahmeregelungen.

Das Gesetz hierzulande gestattet es allerdings in bestimmten Fällen, die Tiere ohne Betäubung zu töten. Die so genannte Schächtung gilt im Judentum und im Islam als religiöse Vorschrift. Dabei wird dem Schlachttier bei vollem Bewusstsein die Halsschlagader durchtrennt und man lässt es kopfüber "ausbluten". Die Befürworter der Schächtung vermuten, dass das Tier durch den schnell einsetzenden Sauerstoffmangel des Gehirns nach kurzer Zeit nicht mehr viel mitbekommt und das Schmerzempfinden nachlässt.

Dies wird allerdings stark angezweifelt, da die Gefäße, die die Nervenbahnen des Rückens versorgen, nicht durchtrennt wurden. Diese spielen bei Wirbeltieren für die Wahrnehmung von Schmerzen eine wichtige Rolle. Wie lange das Tier tatsächlich noch bewusst mit dem Tod ringt, kann keiner genau sagen. Es ist auch nicht bei jedem Lebewesen gleich. Beobachtet man allerdings einzelne Kühe während des Schächtvorgangs, scheint es, als ob sie einen länger andauernden Todeskampf führen. Sie versuchen zu schlucken oder nach Luft zu schnappen, zappeln und verdrehen die Augen.

Fest steht in jedem Fall, dass die Rinder nicht sofort nach dem Schnitt in den Hals empfindungslos sind. Obwohl sogar die Verfassung aus Tierschutzgründen eine Schlachtung mit vorheriger Betäubung vorschreibt, macht sie also hier eine Ausnahme. Die Rücksicht auf Glaubenstraditionen wird demnach als wichtiger angesehen als die Qual der Tiere. Vor allem für gläubige Juden ist häufig ausschließlich der Verzehr von Rindern erlaubt, die ohne Betäubung geschlachtet wurden, da nur dieses Fleisch als "rein" gilt. Heutzutage gibt es aber auch Reformjuden, die sich gegen die Vorschrift aussprechen, nur Rindfleisch aus dieser Schlachtung zu verzehren. Produkte aus der Schächtungs-Methode (auch als "Halal-Schlachtung" bezeichnet) werden auch in einigen Döner-Geschäften verkauft.

Schweine ohne Ohren und Schwänze

Diese kleinen Ferkel sind in einem Massenbetrieb geboren worden. Sie ahnen noch nicht, welches Schicksal ihnen bevorsteht.



Schweine werden bei der Massenhaltung in winzigen Verschlägen oder in riesiger Anzahl zusammengepfercht in Ställen gehalten - in der Regel ohne Tageslicht. Gerade diesen Tieren werden viele Medikamente verabreicht. Nicht nur die Gefahr, dass sich Krankheiten ausbreiten, sondern auch die seelische Belastung ist bei Zuchtschweinen hoch. Schweine sind sensible Tiere, die äußerst empfindlich auf Stress reagieren. Viele von ihnen sind völlig geschwächt durch Dauerstress, schlechte Hygiene, Medikamente und das viele Industrie-Futter, das zu einer raschen Aufzucht verhelfen soll. Einige von ihnen sterben an Herzanfällen.



Alles geschieht ohne Betäubung: In der Massentierhaltung werden den kleinen Schweinchen im Alter von wenigen Tagen die Zähne, Schwänze und Ohren abgeschnitten, und sie werden kastriert.

Oft bewegen sich die Zuchttiere in ihren eigenen Ausscheidungen, sofern von "Bewegung" die Rede sein kann. In vielen Betrieben ist es allgemein üblich, Schweine mit Stöcken zu schlagen, um sie voranzutreiben. Viele der Tiere können ihren extrem gemästeten, unnatürlich schnell wachsenden Körper oft kaum noch auf ihren Beinen halten. Verkrüppelungen und Verletzungen sind die Folge.

Kurz nach der Geburt werden männliche Tiere kastriert und vielen kleinen Ferkeln werden Ohren, Schwänze und Zähne abgeschnitten - all das geschieht bei wenige Tage alten Tieren ohne Betäubung. Damit verhindert man, dass die Zuchttiere sich gegenseitig bekämpfen und ihre Körperteile anbeißen können. Verletzungen der empfindlichen Ohren und Schwänze in den Massen könnten unter den mangelhaften Hygienezuständen Krankheiten verursachen, man entfernt diese Körperteile also oft "vorsorglich" auf medizinische Art.

Wenn friedliche Tiere zu Kannibalen werden

Schweine werden ohne Tageslicht in Fabrikhallen zusammengepfercht. Die eigentlich sozialen Tiere entwickeln unter den Extrembedingungen aggressive Verhaltensweisen.



Schweine sind eigentlich sehr friedliebende und soziale Lebewesen. Doch unter diesen Extrembedingungen entwickeln sie aggressive und gestörte Verhaltensweisen und greifen sich oft gegenseitig an. Mitunter werden entkräftete Tiere sogar von ihren eigenen Artgenossen getötet. Schweine, die so geschwächt sind, dass man glaubt, sie schaffen es nicht mehr lebendig bis zum Tag der Schlachtung, werden nicht selten getötet, denn sie kosten nur "unnötig" Futter.

Dagegen werden unzählige kranke Schweine am Leben erhalten, bei denen es wahrscheinlich ist, dass sie die nächsten Wochen überstehen. Einige Zuchtschweine werden mit Fisch- oder Tiermehl gefüttert, das aus Tierinnereien ihrer Artgenossen oder anderen toten Tieren hergestellt wird. Wegen der BSE-Erkrankungen (Rinderwahn) vor einigen Jahren ist das Verfüttern von Tiermehl in der EU allerdings verboten worden. Mastschweine werden in einigen Ländern in so engen Verschlägen gehalten, dass sie nicht einmal ihren Kopf drehen oder sich überhaupt bewegen können. Sie werden mit billigem Eiweißfutter, Medikamenten und Hormonpräparaten so lange "vollgestopft", bis sie es auf bis zu 110 Kilo schaffen.



Damit es ein Mastschwein auf über 100 Kilo schafft, wird es ständig mit Industrie-Futter, Fischmehl und sogar Hormonen vollgestopft - und kann dann nur noch liegen.

Wegen der schweren Körpermasse können diese Tiere dann nur noch liegen. Über 90 Prozent aller Zuchtschweine weltweit werden mindestens einmal in ihrem Leben unter beengten Verhältnissen gehalten, 70 Prozent werden dauerhaft auf kleinstem Raum eingepfercht. Die Säue werden ständig geschwängert, damit es für die Massenhaltung genügend Nachwuchs gibt. Da nimmt man es mit dem Leben eines einzelnen neugeborenen Schweines nicht sehr genau: Manche kleinen Ferkel kommen so schwach auf die Welt, dass man sie mitunter lieber direkt tötet - und die Tiere haben es mit ihrem kurzen Leben wohl trotz allem weniger schlimm getroffen, als ihre Artgenossen in den Massenbetrieben.

Per Fließband in den Tod

Die Schlachttiere werden an Eisenbügeln aufgehängt und am Fließband in den Tod befördert.



Auf dem Weg in den Tod - während des Verladens auf den Transporter - sehen die meisten Mastschweine zum ersten Mal in ihrem Leben überhaupt Tageslicht. Auch sie ertragen "aufeinander gestapelt" häufig sehr lange Fahrten ohne Futter und Wasser zum Schlachthof. Einzelne von ihnen kommen nicht mehr lebendig dort an. Beim Ausladen der Tiere wird oft brutal nachgeholfen: Auch viele Schweine können sich nicht mehr auf den Beinen halten und werden aus dem teilweise mehrstöckigen LKW nicht selten hinausgeworfen. Sie brechen sich dann durch den manchmal mehrere Meter tiefen Fall die Beine und werden auf dem Boden zum Schlachtbetrieb gezerrt.

So kommt ein Großteil des Fleisches, das wir täglich konsumieren, auf den Verkaufstisch.
Welches Elend sich dahinter verbirgt, sieht man dieser ganz gewöhnlichen Fleischtheke nicht an.



Auch sie erwartet ein Fließband mit Eisenbügeln, an denen sie kopfüber aufgehängt werden. Sie werden getötet und zum "Brühbad" weiter transportiert. Hier schreibt das Gesetz vieler EU-Länder ebenfalls vor, dass die Tiere kurz vor der Tötung betäubt werden. In manchen Ländern ist dies jedoch keine Vorschrift, und auch bei uns wird die Regelung nicht immer befolgt.

Mitunter sterben die Tiere erst durch das kochende Wasser, in das sie hineingeworfen werden: In den USA soll man bei einer Untersuchung festgestellt haben, dass sich bei mehr als 30 Prozent der toten Schweine Brühwasser in den Lungen befand. Das bedeutet, dass sie zu dem Zeitpunkt, in dem sie in das heiße Wasser geworfen wurden, noch geatmet haben müssen.


Quelle






Welt in Zahlen - Fleischkonsum

Vegetarier sind bei uns eine Minderheit: über 90 Prozent der Deutschen essen täglich Fleisch.

Männer verzehren dabei pro Tag im Durchschnitt fast doppelt so viel Fleisch wie Frauen. Die Präferenzen sind klar verteilt: Auf Platz drei ist das Rindfleisch. An die zehn Kilogramm verzehrt jeder Deutsche pro Jahr – als Steak, Frikadelle oder in Spaghetti Bolognese – laut deutschem Fleischverband. Umgerechnet wären das mindestens 80 Hamburger in einem Jahr.

Auf Platz zwei befindet sich das Geflügelfleisch. Fast 75 Millionen Hühner, Truthähne, Enten und Gänse leben in Deutschland. Damit kommt fast auf jeden Einwohner Deutschlands ein Gefügeltier.

Je nach Jahreszeit sind andere Tiere gefragt: Beispielsweise über 520.000 Brathähnchen verputzen die Gäste des Oktoberfests - in gerade mal 2 Wochen. Anders an Weihnachten: Sechs Millionen Gänse verzehren die Deutschen während der Festtage. Nur 700.000 davon kommen aus Deutschland.

Und schließlich auf Platz Nummer eins ist der Gewinner unter den Fleischsorten: das Schweinefleisch. An die fünf Millionen Tonnen Schweinefleisch wird in Deutschland jedes Jahr produziert. Davon isst jeder Deutsche im Schnitt etwa 40 Kilogramm. Berücksichtigt in der Rechnung noch die geschätzten sieben Millionen Vegetarier, die Deutschland leben, sind es sogar 43 Kilogramm Schweinefleisch pro Kopf.

Zusammengerechnet verspeist jeder in seinem Leben gut 600 Hühner, 22 Schweine und sieben Rinder.


Legaler Holocaust

Egal ob Käfig- oder Bioeier: am Anfang sind die Küken, und nur die weiblichen müssen ihr kümmerliches Dasein als Legehennen fristen. Die männlichen werden, da es für die Fleischproduktion spezielle Züchtungen gibt, nicht mehr gebraucht, aussortiert und vergast oder vermust. 45 Millionen jedes Jahr alleine in Deutschland.





In dem folgenden Video kann man sehen, wie heute tagtäglich Tiere bei lebendigem Leibe geschlachtet werden, weil ja manchen die Wurst so gut schmeckt und es diese im Supermarkt ja so billig zu kaufen gibt. Jeder, der weiterhin wegsieht, macht sich an diesem Treiben mitschuldig.

Jeder, der noch zu gern Fleisch, Wurstwaren etc. konsumiert, sollte das dringend überdenken.

Das Stück Fleisch auf unserem Teller war noch vor kurzem ein durchbluteter Muskel, der über Nervenbahnen an das zentrale Nevernsystem angeschlossen und mit dem Gehirn des Tieres verbunden war. Was ist also alles in diesem Stück Fleisch gespeichert? Ein Leben voller Leid in der Massentierhaltung, in engen Ställen mit abscheulicher Luft, ohne Tageslicht, Schmerzen, vollgepumpt mit Medikamenten und minderwertigem Futter. Meist werden die Erkenntnisse über die Grausamkeit gegen Tiere verdrängt - wir gucken einfach weg, wenn Tiere für den Fleischkonsum leiden. Und das, obwohl die meisten Menschen heute nicht in der Lage wären, ein kleines, ängstliches Kälbchen oder einen Hasen zu töten.


In dem Stück Fleisch ist auch die Angst eines fühlenden Wesens vor dem Schlachten gespeichert: Im Augenblick der Schlachtung haben die Tiere so starke Angst, dass eine totale Muskelstarre eintritt. Dadurch wird von den Muskeln mit Stresshormonen versetztes Wasser ausgeschüttet.

Selbst Tiere, die biolgisch gehalten werden, müssen eines Tages wegen der Lust nach deren Fleisch getötet werden. Jedes Tier spürt kurz zuvor, daß es getötet werden soll und es produziert damit Angsthormone, die dann direkt in das Fleisch übergehen. Der Konsument ißt das alles mit und fragt sich nach und nach, warum er depressiv ist und woher denn all seine Krankheiten wie Rheuma, Arthrose etc, kommen.


Doch kaum einer bedenkt: Du bist was Du ißt!





Fleisch geht sofort in die Verwesung über...

Wenn ein Tier geschlachtet wird, gehen die Leichenteile sofort in die Verwesung über. Je nach Temperatur und Umwelteinflüssen wird totes Fleisch schnell von Fäulnis befallen. Verfaulendes Fleisch zieht in kürzester Zeit Tausende von Würmern an.

Pflanzenzellen dagegen können auch nach der Ernte noch eine ganze Zeit lang weiterleben und sogar weiter wachsen. Die Zellen stehen untereinander in energetischer Kommunikation. Essen wir Pflanzen, nehmen wir also ihre Lebensenergie in uns auf.

Die Leichenteile getöteter oder verstorbener Tiere können Leichengift enthalten, Eiweißzerfallsprodukte wie Cadaverin und Putrescin. Bei der Zersetzung von tierischem Eiweiß ist meist auch das Bakterium Clostridium botolinum beteiligt. Diese Bakterien vermehren sich besonders gut auf Fleisch und Fisch und produzieren ein das Gift Botolinum Toxin, welches oral zugeführt (also beim Essen) in winzigsten Mengen tödlich wirkt - nämlich bei 0,001 mg. Botolinum Toxin ist ein Synapsengift, welches die Ausschüttung von Botenstoffen (Azetylcholin) an der Muskulatur verhindert. Der Tod tritt durch eine Atemlähmung ein, d.h. das Zwerchfell ist nicht mehr steuerbar durch unser Gehirn. Das Leichengift gilt übrigens bei der Herstellung von biologischen Waffen als Möglichkeit z.B. Trinkwasser zu vergiften.

Der Mensch versucht mit allen möglichen Tricks die Besiedlung der Tierleichenteile durch dieses Bakterium zu verhindern. Doch trotzdem können Fäulnisbakterien die Darmflora schädigen, giftige Gase in die Darmwand und damit in den ganzen Organismus eindringen.

Als Folge können Kopfschmerzen, Immunschwäche und Krankheiten entstehen. Jedes Jahr sterben viele Menschen an Fleisch- und Fischvergiftung.




Mensch, denk endlich nach und überdenke Deinen täglichen Konsum !!



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Trotz EU-Verbots - Dicke Puten durch Antibiotika-Doping



Eine gesunde Pute (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Laut EU dürfen Puten lediglich beim Verdacht auf eine Erkrankung Antibiotika bekommen. ]

Trotz eines Verbots durch die EU kommen in der deutschen Massentierhaltung offenbar weiter systematisch Antibiotika zum Einsatz. Unter anderem in Niedersachsen würden ganze Putenbestände während der gesamten Mastdauer mit diesen Medikamenten behandelt, berichtete NDR Info. Der Sender beruft sich auf ihm vorliegende Dokumente.

Tierarzt zieht Vergleich zum Doping

Der Einsatz von Antibiotika als Wachstumsbeschleuniger ist seit 2006 EU-weit verboten. Lediglich beim Verdacht auf eine Erkrankung dürfen Tiere Medikamente bekommen. Dabei würden dann allerdings nicht einzelne Puten behandelt, sondern ganze Herden, zitiert der NDR das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Oldenburg (LAVES). Nach NDR-Informationen wird das Verbot von Geflügelzüchtern in der Praxis umgangen, indem auch gesunde Tiere das Medikament vom Tierarzt verschrieben bekämen. Diese Arzneimittel hätten auch einen leistungsfördernden Effekt - "so wie beim Doping auch", sagte ein Tierarzt dem Sender.

Quelle: http://www.tagesschau.de/inland/putenmast100.html

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Massentierhaltung - Leben für den Tod


von Britta Pawlak

Warum wird ein Großteil des Getreides aus armen Ländern für die Massenviehzucht der reichen Industrieländer verwendet - während dort Millionen von Menschen Hunger leiden? Können wir einen solchen Umgang mit Tieren und Natur überhaupt verantworten?



So wie auf diesem Bild leben die meisten Schweine nicht, die gezüchtet und geschlachtet werden, um auf den Tellern der Verbraucher zu landen.

Wir alle kennen die Bilder von glücklichen Kühen, frei laufenden Hühnern oder Schweinen, die sich vor Vergnügen im Schlamm wälzen können. Doch das Leid der Tiere aus Massenhaltung spielt sich im Verborgenen ab, hinter verschlossenen Türen. Wir haben sicherlich schon oft Bauernhöfe besucht, aber wer von uns war einmal in einem Massentierbetrieb, hat einen Tiertransporter von innen gesehen oder das Töten der Tiere in einem Schlachthof miterlebt?

Obwohl die meisten Produkte von solchen Zuchttieren stammen - nicht von glücklichen Schweinen, Kühen oder anderen Tieren - kennen wir diese Bilder höchstens aus dem Fernsehen. Einige von uns schalten dann ab, weil sie den Anblick nicht ertragen können und vergessen lieber schnell, welche schrecklichen Dinge sie gesehen haben. Aber es ist die Realität. So kommen unzählige Tiere auf unsere Burger, Fladenbrote und Teller. So entsteht der größte Teil der Milch, die wir trinken oder aus welcher Käse, Joghurt und Sahne hergestellt wird. So werden die meisten Eier produziert, die wir täglich verzehren oder die in Gebäck, warmen Gerichten und vielen anderen Lebensmitteln landen.

Die als "Nutztiere" gehaltenen Schweine werden zum großen Teil in Massenbetrieben geboren, sehen meist niemals Tageslicht und können sich in der Enge kaum fortbewegen.



Das Argument, Menschen mit weniger Geld könnten sich diese Lebensmittel sonst nicht leisten, gilt für einige als Rechtfertigung dafür, Tiere auf eine solche Art zu züchten und zu töten. Die Massentierhaltung entstand aber gerade in den reichen Industrienationen, nicht in armen Ländern. Sie sorgt sogar dafür, dass es auf der Welt insgesamt weniger Nahrung gibt. Dadurch wurde ermöglicht, dass Fleisch in unserer Gesellschaft keine "Luxusware" mehr ist und wir ein Überangebot an Tierprodukten zu Billig-Preisen erhalten. Im Grunde könnte aber jeder etwas weniger Fleisch und tierische Lebensmittel essen - und stattdessen lieber etwas mehr dafür bezahlen. Eine Alternative zu Nahrungsmitteln aus Massenherstellung sind Produkte aus "normaler" Landwirtschaft sowie Bio-Landwirtschaft.

Hungernde Menschen - gemästete "Nutztiere"

Etwa 75 Prozent aller angebauten Erntepflanzen auf der ganzen Welt werden für die Massenviehzucht verwendet.

Man könnte wesentlich mehr Menschen ernähren, wenn die Gesellschaft deutlich weniger Fleisch essen würde. Denn auch die Tiere müssen über längere Zeit mit Getreide und Pflanzen gefüttert werden, bevor sie geschlachtet werden. Etwa 75 Prozent aller Anbaupflanzen werden an die so genannten Nutztiere verfüttert. Auf 10.000 Quadratmetern Land kann man ungefähr 23.000 Kilo Gemüse wie zum Beispiel Kartoffeln anbauen. Doch mit der Ernte der gleichen Fläche könnte man entsprechend nur etwa 190 Kilogramm Fleisch herstellen.



Man sagt, dass alle Zuchttiere auf der Welt eine Futtermenge verbrauchen, die dem Kalorienbedarf von 8,7 Milliarden Menschen entspricht - also mehr als der Weltbevölkerung. Von der Menge her könnte man demnach alle Menschen auf der Erde mühelos von den vorhandenen Nahrungsmitteln ernähren, wenn es keine solche Massenproduktion gäbe und die Leute viel weniger Fleisch essen würden.

In ärmeren Ländern werden riesige Flächen abgeerntet, damit in den Industrienationen für wenig Geld viel Fleisch hergestellt werden kann. Auf der anderen Seite hungern jeden Tag 840 Millionen Menschen.



Natürlich wäre das Welthungerproblem damit längst nicht gelöst, denn Nahrung wie auch Rohstoffe sind auf den Teilen der Erde sehr ungleich verteilt, es gibt eine große Kluft zwischen arm und reich und wirtschaftliche Abhängigkeiten spielen eine große Rolle. Aber jeden Tag hungern auf der Welt 840 Millionen Menschen, 200 Millionen davon sind Kinder. Der größte Teil der Ernte wird jedoch an die "Nutztiere" verfüttert, um später Fleisch zu produzieren, statt dass sich Menschen davon ernähren. Man könnte also einen erheblichen Beitrag dazu leisten, dass uns mehr Lebensmittel zur Verfügung stehen, wenn viel weniger Fleisch hergestellt und gegessen werden würde.


Aussterben von Pflanzen, Schadstoffbelastung und Regenwaldzerstörung

Die hohen Schadstoffabgaben der Massentierhaltung durch die extremen Mengen an Tiergülle verursachen erhebliche Schäden an Böden und Wäldern - und verunreinigen das Trinkwasser.



Die Massentierhaltung verursacht erhebliche Umweltprobleme: Zum einen ist die extreme Monokultur von bestimmten Futterpflanzen ein Problem, die die Massentierhaltung mit sich bringt. Als Monokultur bezeichnet man den Anbau von nur einer Pflanzenart in einem bestimmten Gebiet. Dies kann zum Aussterben anderer Arten und zur Abnutzung der Böden führen. Gülle - also die Ausscheidungen von Zuchttieren - ist eigentlich ein sehr guter Dünger für Pflanzen. Durch die Gülle der Tiere im Übermaß allerdings gelangen schädliche Stickstoff-, Nitrat und Phosphat-Verbindungen in das Grundwasser.

Allein in den USA produzieren die für den Verzehr gezüchteten Tiere 130 Mal mehr Exkremente (also Kot und Urin) als die ganze Weltbevölkerung zusammen. Oft wird in Gebieten mit intensiver Tierhaltung der Grenzwert der Belastung im Grundwasser deutlich überschritten. Die Aufbereitung von schadstoffbelastetem Trinkwasser ist sehr teuer. Bei Überdüngung kommen auch die wichtigen Bodenlebewesen zu Schaden - als Folge werden die Ackerflächen immer unfruchtbarer. Die hohen Stickstoffabgaben der Landwirtschaft durch Massentierhaltung führen zur massiven Schädigung von Böden und Wäldern.



Um neue Anbauflächen für die Futterpflanzen zu schaffen, werden in Entwicklungs- und Schwellenländern wie Brasilien riesige Regenwaldflächen abgeholzt.

Ein weiteres Problem ist, dass sehr viel Getreide aus dem Ausland importiert wird, um genügend Tierfutter für die Massenzucht zur Verfügung zu haben. Dafür werden für relativ wenig Geld große Mengen an Soja aus ärmeren Ländern wie Brasilien eingeführt. Dort wurde die Produktion von Sojabohnen für die Viehzucht in den letzten Jahren auf über 51 Millionen Tonnen gesteigert. Die Anbauflächen mussten seit Mitte der 70er Jahre verdreifacht werden - von 12 Millionen auf nahezu 40 Millionen Quadratmeter. Um immer mehr Felder für den Pflanzenanbau zu schaffen, werden riesige Regenwaldflächen abgeholzt. Übrigens: Weltweit größter Abnehmer von brasilianischem Soja ist das eigentlich so auf Umweltschutz bedachte Deutschland - fast ausschließlich für die Fütterung der "Nutztiere". Brasilien ist eines der führenden Länder im Tierfutterexport - gleichzeitig leiden etwa 60 Prozent der Bevölkerung an Mangelerscheinungen und 42 Millionen Brasilianer müssen hungern.

Herzkrankheiten, BSE, Antibiotika und Gammelfleisch...

Gerade in den reichen Ländern wird viel Fleisch gegessen. Es ist für uns selbstverständlich geworden, ein billiges Überangebot an tierischen Produkten zu haben. Doch der hohe Fleischkonsum ist keinesfalls gesund.



Durch das billige Überangebot an tierischen Produkten ist es für viele selbstverständlich geworden, täglich Fleisch zu essen. Dieser hohe Fleischkonsum ist jedoch bedenklich. Es ist nachgewiesen, dass Menschen, die viel Fleisch und andere tierische Eiweiße zu sich nehmen, keinesfalls gesund leben. Bei einer solchen Ernährung ist man wesentlich anfälliger für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gicht, Rheuma und noch viele andere körperliche Leiden.

Von Vegetariern, also Menschen, die sich dazu entschlossen haben, kein Fleisch mehr zu essen, wird häufig behauptet, ihre Ernährung wäre zu einseitig. Medizinische Studien besagen allerdings etwas anderes: Vegetarier, die darauf achten, sich vielseitig zu ernähren - das heißt durch genügend Obst, Gemüse und Getreide - leben oft sogar gesünder als viele Fleischesser. Denn auch Stoffe, von denen es heißt, sie wären hauptsächlich in Fleisch enthalten, findet man in einigen pflanzlichen Nahrungsmitteln. Man kann sich also selbst dann gesund und abwechslungsreich ernähren, wenn man ganz auf Fleisch verzichtet. Die meisten von uns - oft sogar Vegetarier - nehmen durch ihre täglichen Nahrungsgewohnheiten Untersuchungen zufolge viel zu viel tierisches Eiweiß auf.

Der Verzehr von Billig-Fleisch birgt Risiken. Es enthält oft Hormone und Antibiotika. Zudem gibt es immer wieder BSE-Fälle oder Fleischskandale.



Nicht zu vergessen ist, dass das Fleisch aus Massenhaltung im Allgemeinen nicht als gesund bezeichnet werden kann. Die geschwächten Tiere solcher Betriebe sind wesentlich anfälliger für einige Krankheiten und Seuchen. Vor allem breiten sich diese in der Massenzucht besonders schnell aus, da die Tiere dort dicht an dicht gehalten werden. Es besteht mitunter die Gefahr, dass Krankheiten entstehen, die auch für Menschen gefährlich sind. Den Zuchttieren werden Medikamente, minderwertiges Eiweißfutter und nicht selten sogar Hormonpräparate verabreicht. Bekanntermaßen enthält dieses Fleisch oft Stresshormone der Tiere sowie Rückstände von Antibiotika. Es gibt zudem immer wieder Fälle von BSE sowie Gammelfleisch-Skandale. Man vermutet, dass sich jährlich nicht wenige Leute Lebensmittelvergiftungen zuziehen oder an Salmonellen-Infektionen erkranken, weil sie verdorbenes Billig-Fleisch gegessen haben - dies kann sogar tödlich verlaufen.

Wie geht es den Tieren bei Landwirten und Bio-Bauern?

Viele Tiere in der "normalen" Landwirtschaft haben genügend Platz. Aber nicht alle Kühe leben auf der Weide, und nicht alle Hühner laufen frei herum. Die Bauern haben Probleme, mit den Billig-Preisen mithalten zu können.



Bei "normalen" Bauern haben einige Tiere genügend Auslauf - wie zum Beispiel viele Kühe auf der Weide oder Hühner auf dem Hof. Aber nicht allen Tieren ergeht es so: Manche Zuchttiere werden nicht im Freien gehalten und haben wenig Platz zur Verfügung. Auch hier leben einige Milchkühe in kleinen Ställen, und längst nicht alle Hühner laufen frei herum. Bei Legehennen ist die Bodenhaltung weit verbreitet, was bedeutet, dass das Geflügel beengt im Stall gehalten wird. Dabei kommen auf nur einen Quadratmeter ungefähr sieben Hühner. Die Tiere werden also auch nicht immer artgerecht gehalten, und auf Umweltschutz wird oft zu wenig Rücksicht genommen. Aber es geht den meisten Tieren hier deutlich besser als den Zuchttieren in Massenbetrieben.

An der schwierigen Situation der Landwirte hat die Massentierhaltung einen erheblichen Anteil: Viele Bauern stehen unter großem Druck, weil sie Probleme haben, mit den Niedrig-Preisen der Produkte aus Massenherstellung mitzuhalten. Sie versuchen also, unter keinem zu hohen Kostenaufwand eine möglichst reiche Ernte zu erzielen und genügend Lebensmittel zu produzieren. Nicht alle Tiere haben also ausreichend Platz - und sie erhalten oft billiges Industriefutter. Auch die Zuchttiere in der Landwirtschaft werden mitunter mit Fischmehl gefüttert. Für den Pflanzenanbau setzt man zudem viele Pestizide (also Schädlingsbekämpfungsmittel) ein. Da aber nicht die billigste Massenproduktion im Vordergrund steht, sind Tierprodukte etwas teurer als bei der Massenhaltung.



In der Bio-Landwirtschaft haben die Tiere ausreichend Auslauf. Zudem achtet man auf einen umweltfreundlichen Pflanzenanbau. Die Produktion ist daher viel aufwendiger und teurer.

In der Bio-Landwirtschaft ist das Konzept ein anderes: Die Tiere haben genügend Auslauf und werden nicht mit Industriefutter oder chemisch behandelten Pflanzen versorgt. Sie erhalten nur Futtermittel, die aus biologischem Anbau stammen. Diese Form der Landwirtschaft hat sich nicht darauf spezialisiert, möglichst viel für den billigen Massenverzehr zu produzieren, sondern Nahrung von hoher Qualität zu erzeugen. Dabei wird immer auf Gesundheit und Umweltfreundlichkeit sowie möglichst artgerechte Tierhaltung geachtet. Doch unter diesen Voraussetzungen ist die Produktion viel teurer und aufwendiger. Das ist der Grund, weshalb man für Öko-Produkte, verglichen mit anderen Nahrungsmitteln, einen recht hohen Preis zahlt. Man erkennt diese Lebensmittel am Bio-Siegel.

"Geiz ist geil" - egal auf wessen Kosten?

Geht es gerade uns Verbrauchern in reicheren Ländern um den massenhaften Billig-Konsum?
Wollen wir tatsächlich an dieser Stelle sparen...



Wenn man tierische Lebensmittel produziert und so genannte Nutztiere hält, kostet es also auch Geld und Mühe, dabei auf artgerechte Tierhaltung, Umweltschutz und Gesundheit zu achten. Aber worum geht es letztendlich? Dass die Verbraucher in den reicheren Ländern ein billiges Überangebot an Nahrungsmitteln erhalten und hier sparen, um ihr Geld lieber für Luxusartikel wie Handys, teure Kleidung oder Reisen auszugeben? Gerade in unserer Gesellschaft mangelt es vielen Leuten nicht so sehr an Geld, als dass sie nicht etwas mehr für diese Produkte ausgeben könnten. Wir könnten auch einfach etwas weniger Fleisch und tierische Lebensmittel essen, weitgehend auf Fast-Food und Billig-Produkte verzichten und dafür lieber einmal etwas mehr für Qualitätsware bezahlen - auch, wenn uns nicht so viel Geld zur Verfügung steht.

Können wir es rechtfertigen, Tiere unter diesen qualvollen Bedingungen zu züchten, zu halten und zu töten? Und all das, damit wir so viel Fleisch, so viele Eier und so viele Milchprodukte essen können und dafür so wenig Geld bezahlen müssen? Einige Menschen denken kaum darüber nach, wie ihr Essen eigentlich auf dem Teller landet und was dafür alles in Kauf genommen wird. Gerade wir Konsumenten haben aber die Möglichkeit zu entscheiden, was wir kaufen und was wir damit unterstützen. Für diese Art der Tierzucht wird in erster Linie die Wirtschaft herangezogen, die darauf ausgerichtet ist, immer billiger möglichst viel zu produzieren. In der Wirtschaft gibt es allerdings nicht nur den Hersteller und den Anbieter, sondern auf der anderen Seite auch den Konsumenten, der die Ware kauft.

... auf Kosten von unserer Umwelt, unserer Gesundheit und nicht zuletzt auf Kosten der Tiere?



Der Verbraucher beteiligt sich also ebenfalls an einer solchen Billig-Produktion. Hätten einige Menschen nicht hauptsächlich zum Ziel, an bestimmter Stelle Geld zu sparen und möglichst viel zu konsumieren, wäre ein großer Beitrag für die Umwelt geleistet. Würde die Allgemeinheit anders denken und handeln, dann gäbe es keine Massentierhaltung mehr. Einige Menschen haben sich dazu entschlossen, weniger (oder auch kein) Fleisch zu essen sowie möglichst keine Produkte mehr aus Massenhaltung zu konsumieren. Sie wollen nicht "Mittäter" bei diesem Umgang mit Tieren und unserer Umwelt sein - und zudem etwas für die eigene Gesundheit und die Natur beitragen, in der wir alle gemeinsam leben.


Quelle



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Tierhalteverbot für Gänsequäler Schwerk


Die niedersächsische Firma Schwerk (Wistedt, Königsmoor) reißt ihren Gänsen brutal die Federn aus. Diese Tierquälerei geschieht mit Rupfmaschinen, die eigentlich für tote Tiere gedacht sind. Gleichzeitig kassierte der Betrieb 650.000 Euro an EU-Subventionen.



VIER PFOTEN hat Anzeige erstattet und ein Tierhalteverbot für den Gänsezüchter gefordert. Das hat der verantwortlich Landkreis Harburg inzwischen erteilt.

Bisher offen ist, ob das Tierhalteverbot, wie gefordert, für alle Verantwortlichen der Firma Schwerk gilt. Falls nicht, bleibt die jetzt getroffene Maßnahme bedeutungslos und wäre ein Schlag ins Gesicht für Tierschützer und Verbraucher.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach wie vor auf Hochtouren. Der Daunenverband will von nichts gewusst haben.

Subventionen für Tierquäler

Mit dem Lebendrupf verstößt die Gänsezucht Schwerk, gegen das EU- Recht sowie gegen das Tierschutzgesetz und wird dabei auch noch finanziell unterstützt: Die Gänsefarm Schwerk erhielt seit 2005 jährlich 165.000 Euro an Subventionen aus EU-Geldern, was ein klarer Verstoß gegen das EU-Recht ist. Das Europäische Übereinkommen zum Schutz der Nutztiere schreibt den Mitgliedsstaaten vor, dass Lebendrupf zu verbieten ist. Empfänger von EU Subventionen müssen sich an das EU-Recht halten, ansonsten haben sie keinen Anspruch darauf. Auf Landesebene stellt sich die Frage nach der Rückzahlung der jahrelang geleisteten Subventionen.

Zeugen gesucht

VIER PFOTEN bitte die Bevölkerung um ihre Mithilfe. Federn und Daunen aus dem brutalen Lebendrupf im Wert von einer halben Million Euro sind an einen Abnehmer in der Daunenindustrie geliefert worden. VIER PFOTEN sucht nun Zeugen dieses Handels. Wer etwas weiß melde sich bitte bei VIER PFOTEN unter 040/399 249-0 oder sendet eine E-Mail an: office@vier-pfoten.de

VIER PFOTEN dokumentiert Skandal

30. Juni 2009, 40 km entfernt von Hamburg, in dem Dörfchen Königsmoor. Heimlich und unter größten Sicherheitsvorkehrungen begehen die Mitarbeiter einer der größten Gänsezuchtanlagen Deutschlands strafbare Tierquälerei. Systematisch werden hunderte Gänse brutal an eine Rupfmaschine gepresst. Rotierende Metallscheiben reißen die Daunen aus der Haut der schreienden Gänse. Die Maschinen klingen wie Kreissägen und übertönen die Panikschreie der Gänse. Ein Mitarbeiter packt die Gänse grob an Flügel oder Hals, reicht sie den Rupfern. Gänse versuchen zu fliehen und werden mit Fußtritten zu der Rupfmaschine getrieben. Ein Mitarbeiter wird wütend und trampelt auf einer Gans herum. Die gerupften Tiere werden einfach auf die Weide geworfen - sie überschlagen sich und humpeln panisch davon. Einige Tiere bleiben liegen, sie haben die Prozedur nur schwer verletzt überlebt, viele von ihnen werden sterben.



Denn um die verletzten Tiere kümmert sich niemand. Nach der qualvollen Prozedur, die viele Stunden dauert, untersuchen VIER PFOTEN Mitarbeiter die Tiere. Die gerupften Gänse sind mit Wunden übersät, einige Tiere bluten stark und liegen mit gebrochenen Beinen oder Flügeln in der prallen Sonne. Ein besonders schwer verletztes Tier wird von VIER PFOTEN zum Tierarzt gebracht. Die Diagnose: das Bein ist mehrfach gebrochen, die Flügelfedern sind blutig ausgerissen, die Brust ist kahl und auf dem lebenden Tier wimmeln Parasiten. Die arme Gans muss eingeschläfert werden.

Veterinäramt versagt

Innerhalb von nur 48 Stunden gelang einem Recherche-Team von VIER PFOTEN diesen unglaublichen Verstoß gegen das Gesetz nachzuweisen - das zuständige Veterinäramt wusste scheinbar von nichts und schweigt nach wie vor zu den Vorwürfen. Schlimm genug, dass hier seit Jahren aufs Gröbste gegen das deutsche Tierschutzgesetz verstoßen wird. Aber dass die Behörden nun halbherzig agieren und in Richtung Ordnungswidrigkeit ermitteln, ist unglaublich. Mit diesem Verhalten wird ärgste Tierquälerei in tausenden Fällen auf das Niveau von Falschparken herabgesetzt.

Nun versucht das zuständige Veterinäramt, von dem eigenen Kontrollversagen abzulenken, indem es VIER PFOTEN beschuldigt, das Amt nicht rechtzeitig informiert zu haben. Ein unfassbarer Vorwurf! Erst verschläft das Amt jahrelang die hunderttausendfache Tierquälerei, und nun beschuldigt es die Aufdecker, nichts unternommen zu haben. Dabei hat VIER PFOTEN natürlich versucht, das Veterinäramt zu alarmieren. Ohne Erfolg. Die zuständige Notrufzentrale weigerte sich, die Dienstnummer der Amtsveterinärin Astrid Krüger herauszugeben und gab an, dass Rückrufe bei einer österreichischen VIER PFOTEN Telefonnummer nicht möglich wären.

Kein Einzelfall

Die schrecklichen Szenen sind kein Einzelfall. Nach VIER PFOTEN Informationen lässt die Firma Schwerk seit Jahren systematisch zehntausende Gänse rupfen. Die Tonnen wertvoller Daunen gehen an eine große deutsche Daunenfabrik, die den Einkauf der illegalen Ware abstreitet. Dabei muss es noch mehr Mitwisser gegeben haben, denn im Sommer werden kaum Tiere geschlachtet und damit auch kaum Daunen von toten Tieren gewonnen. VIER PFOTEN hat Anzeige gegen die Verantwortlichen wegen Verstoßes gegen das deutsche Tierschutzgesetz erstattet und fordert ein Tierhalteverbot für den Gänsezüchter. VIER PFOTEN wird auch Ermittlungen gegen den verantwortlichen Amtsveterinär anstellen, der die tausendfache Tierquälerei über Jahre hinweg übersehen hatte.

Auch der deutsche Lobbyverband der Daunenindustrie, der letztes Jahr versicherte, deutsche Gänsefarmen hätten mit solcher Tierquälerei nichts zu tun, wusste angeblich von nichts. Dies zeichnet erneut ein fragwürdiges Bild, eines von einem Fachverband, der offenbar nicht einmal weiß, was vor der eigenen Haustür passiert und gleichzeitig behauptet, der Tierschutz würde Falschaussagen treffen. Die Gänse der Firma Schwerk werden an Geschäfte in ganz Deutschland geliefert und in Supermärkten, Feinkostgeschäften und Restaurants verkauft.

Der Lüge überführt

Der Gänsezüchter flüchtet sich, konfrontiert mit den Beweisen, in Ausreden. So behauptet der Geschäftsführer Schwerk gegenüber Journalisten und VIER PFOTEN, dass die Tiere „aus medizinischen Zwecken wegen einer Penisinfektion "gerauft" werden mussten, und dass das Veterinäramt diese Maßnahme gebilligt hätte". – Eine offensichtliche Lüge, denn von den dokumentierten Hunderten Gänsen waren nur eine Handvoll männlich. Die Tiere wurden bei der Rupfaktion weder untersucht, noch war tiermedizinisches Personal anwesend.



Ein Anwohner hat die Tierquälerei schon seit Längerem beobachtet. Zudem wurden allein in den letzten Wochen tausende Gänse an verschiedenen Standorten im Gebiet Wistedt mit sichtlich lang erworbener Routine gerupft.

Die profitable Federernte wurde sorgfältig in großen weißen Säcken abtransportiert. VIER PFOTEN hat Hinweise, dass die heiße Ware nach Bekanntwerden des Skandals hektisch in Sicherheit gebracht wurde. Ein großer LKW wurde beladen und verließ das Gelände mit unbekanntem Ziel.








Gänsehalter untragbar für Bundesverband

Der Bundesverband der bäuerlichen Gänsehalter (BBG) distanziert sich von der Tierquälerei. Bis vor Kurzem war Tierquäler Schwerk im Vorstand des BBG. VIER PFOTEN forderte den BBG auf, Schwerk sofort aus dem Verband zu entlassen und alle Mitgliedsbetriebe auf Lebendrupf zu überprüfen. Inzwischen will der Gänsezuchtverband mit dem Tierquäler nichts mehr zu tun haben. Auf Aufforderung des Verbandes trat Schwerk aus.


VIER PFOTEN fordert strenge Kontrollen auf Lebendrupf von sämtlichen Gänsehaltungsbetrieben und ein entschlossenes Vorgehen der Behörden gegen die Firma Schwerk. Kunden sollten Firmen mit deratigen kriminellen Tierschutzvergehen von ihren Einkaufslisten streichen.

Da man Daunen nicht ansehen kann, ob sie aus grausamen Lebendrupf, wie er in vielen Ländern Standard ist, oder von geschlachteten Gänsen stammen, rät die Tierschutzorganisation von Daunenprodukten ab. Es gibt viele tierfreundliche Alternativen.

Protestieren auch Sie bei dem zuständigen Ministerium für ein hartes Vorgehen gegen die Firma Schwerk und fordern Sie strenge Kontrollen bei sämtlichen Gänsehaltungsbetrieben.

Klicken Sie hier um zum Protest zu gelangen

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Erzieht Eure Kinder von den frühesten Tagen an

Tierschutz aus Sicht der Bahá'í-Religion

Von Stefan Johnigk


Wert auf lebenslange Erziehung und Bildung. Gerade beim mitfühlenden Umgang mit Tieren kommt es auf die Erfahrungen der frühen Kindheit an. "Erzieht Eure Kinder von den frühesten Tagen an, unendlich zart und liebevoll zu Tieren zu sein. Ist ein Tier krank, lasst die Kinder es zu heilen versuchen; ist es hungrig, lasst sie es füttern; ist es durstig, lasst sie es tränken; ist es schwach, lasst sie dafür sorgen, dass es ausruht."

Im Bahá'í-Glauben wird dem Tierschutz eine wichtige Bedeutung beigemessen. Der Mensch ist nicht nur aufgefordert, mit seinen Mitmenschen mitfühlend und gütig umzugehen. Vielmehr soll er "jedem Lebewesen höchste Güte bezeigen, hegen doch in allen körperlichen Vorgängen, wo immer der Tiergeist betroffen ist, Mensch und Tier dieselben Gefühle. (...) Welcher Unterschied besteht denn wirklich, wenn es um körperliche Empfindungen geht? Die Gefühle sind dieselben, ob man einem Menschen oder einem Tier Schmerz zufügt. Da gibt es keinerlei Unterschied."

Die alltäglichen Grausamkeiten im Umgang mit Nutztieren gehen vor allem auf die Unwissenheit der Menschen zurück und erfordern Aufklärungsarbeit, wie sie auch PROVIEH leistet. "Der Mensch hat diese Wahrheit allerdings nicht begriffen. Er wähnt, dass sich körperliche Empfindungen auf menschliche Wesen beschränken. Deshalb ist er zu den Tieren ungerecht und grausam."

Die Verantwortung für jegliches Tun und Lassen liegt aus Sicht des Bahá'í-Glaubens allein beim Individuum.





Jeder Mensch ist sich selbst und Gott gegenüber zu täglicher Rechenschaft pflichtig.

Auch wenn die Bahá'í-Religion außer dem Verbot von Drogenkonsum keine einschränkenden Ernährungsgebote kennt, so spricht sie sich doch eindeutig für einen maßvollen Fleischkonsum aus und räumt einer vegetarischen Lebensweise einen klaren Vorzug ein.


"Was den Verzehr von Tierfleisch und die Enthaltsamkeit davon angeht, ... so ist er (der Mensch) nicht darauf angewiesen noch gezwungen, Fleisch zu essen. Auch ohne Fleisch zu essen, kann er im Besitz größter Kraft und Energie sein... Wahrlich, Tiere zu töten und ihr Fleisch zu essen, stehen im Widerspruch zu Mitleid und Mitgefühl. Wenn sich jemand mit Körnern, Früchten, Öl und Nüssen wie Pistazien, Mandeln und so weiter begnügen könnte, wäre dies zweifellos besser und angenehmer."


Das Tier steht im Gegensatz zum Menschen auch in der modernen Welt weitgehend rechtlos da. Auch wenn sein Schutz gesetzlich verankert ist, können zu seinen Gunsten nur Einzelpersonen vor Gericht ziehen - zumindest bis endlich ein Verbandsklagerecht für Tierschutzorganisationen eingeräumt wird. Aus Sicht der Bahá'í-Lehren klingt das so: "Tatsächlich ist es schlimmer, einem Tier zu schaden, denn der Mensch hat Sprache, er kann sich beklagen, kann schreien und jammern. Wenn ihm Unrecht geschieht, kann er sich an die Obrigkeit wenden und sie wird ihn vor seinem Angreifer schützen. Aber das unglückliche Tier ist sprachlos. Es kann seinen Schmerz weder ausdrücken noch seinen Fall vor die Obrigkeit bringen. Wenn ein Mensch einem Tier tausend Übel zufügt, kann es ihn weder mit Worten abwehren noch vor Gericht ziehen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass ihr den Tieren die größte Rücksicht erweist und zu ihnen eher noch gütiger seid als zu euren Mitmenschen."

Zitate im Text: Abdu'l-Bahá (* 1844, † 1921), persischer Schriftgelehrter und ältester Sohn Bahá'u'llahs.


Internet: www.provieh.de
veröffentlicht im Schattenblick zum 20. Januar 2009


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Es geschieht jeden Tag und kaum einer ist sich dessen richtig bewußt!

Während Menschen täglich ihre Arbeit erledigen, sich in Schulen und Universitäten aufhalten, ihre Freizeit oder den Urlaub genießen, im Auto fahren oder vor dem Fernseher sitzen, in die Kirche gehen oder in ihren Betten liegen – so werden gleichzeitig unzählige Tiere gemästet, gefangengehalten, transportiert und getötet. Doch kaum etwas davon gelangt direkt in unseren persönlichen Alltag.




Wir begegnen normalerweise keinem Tiertransporter, wir hören keinen Bolzenschuss, wir sehen weder Schweine, die über ihren Exkrementen leben müssen, noch erleben wir das Ausbluten von Tieren im Schlachthof. Und doch geschehen diese Dinge Tag für Tag. Weil wir mit all diesen Situationen, in denen sich die an Zwecke gebundenen Lebewesen fast jede Minute ihres Lebens befinden, im Alltag so gut wie garnicht konfrontiert werden, habe ich diese Situationen aufgesucht und dokumentiert. Dadurch wurde mein kritischer Eindruck von der "Nutztierhaltung", der Tierausnutzung, zunehmend klargestellt. Dies will ich hier ebenso deutlich wie nachvollziehbar vermitteln.

Die persönliche und direkte Erfahrung konfrontiert dabei das eigene Selbstverständnis mit tiefgreifenden Emotionen und Gedanken: die Tiere, die zuvor monatelang in Ställen dahinvegetierten oder auf der Wiese standen und nun zur Schlachtbank gebracht werden, schauen zwischen den Metallstangen hervor und stellen einen intensiven Blickkontakt her, der mich innerlich tief bewegt. Das Unbegreifbare, schwer zu fassende, liegt meiner Ansicht nach in der gleichgültigen Behandlung jedes einzelnen Individuums. Mehrere Milliarden Tiere werden jährlich in Stückzahlen, Grundvieheinheiten, Gramm, Kilogramm oder Tonnen definiert - und genauso werden sie auch behandelt! Wenn man den Tieren tief in die Augen blickt, so bekommt man ein Gespür dafür, welchen Ungerechtigkeiten sie durch die verschiedenen Formen der "Nutzung" ausgesetzt sind. Das vorherbestimmte Leben ist eine ihnen zugeteilte Rolle, aus der diese Lebewesen keinen selbstständigen Ausweg finden können. Eine mangelnde Selbstständigkeit im Vergleich zu der Überlegenheit des Menschen ist keineswegs ein Indiz für die Rechtmäßigkeit dieser Verhältnisse, vielmehr ist sie ein ganz besonderer Grund für die Förderung einer integrativen Ethik.




Bestimmte Tiere werden vom Menschen als "Nutztiere" definiert. Dadurch erhalten sie eine eingeschränkte ethische Berücksichtigung und der Mensch geht sehr viel leichter über bestehende ethische Prinzipien hinweg, wenn es um die grundsätzlichen Ansprüche dieser Tiere geht.

"Ein Tier halten, um es auszunutzen, um es aufzuessen, ist ein Verrat." Denn erginge es den Tieren bei der Nutzung oder bei der Haltung besser als dass sie frei lebten, so wäre die ethisch-moralische Rücksichtnahme auf das Nutztier ein Paradoxon, wenn die eigentliche Absicht und das Ziel in der Ausnutzung oder in der Tötung des Tieres liegt. Dies also wäre der begangene moralische Verrat am Individuum, für das man sich verantwortlich fühlt. Und ebenso wäre es ein Verrat an der zugrundeliegenden ethischen Absicht, die Interessen des Lebewesens ausreichend zu berücksichtigen.

Als ein konsumierendes Mitglied einer konsumorientierten Gesellschaft sollst Du einen Blick hinter die Kulissen werfen, Du sollst Dich um die Grundlagen kümmern und Du sollst Dir selbst die Frage stellen, ob Du diese Grundlagen prinzipiell mittragen möchtest. Wie oft lese oder höre ich den Kommentar: "Ich kaufe mein Fleisch nur beim Bauern aus der Nachbarschaft, da haben es die Tiere gut, zweifellos."

Was aber ändert sich dadurch? Was ändert sich, wenn das tote Tier, das morgen in die Pfanne kommt, heute noch im eigenen Garten freudig spielt? Der akute ethische Konflikt entwickelt sich mittlerweile nicht mehr primär aus einer besonders schlechten bzw. quälerischen Haltung oder Tötung. Die Absicht, es einem Tier so gut wie möglich ergehen zu lassen, ist ein Widerspruch zum Resultat, welches darin besteht, die umsorgten Tiere zielgerichtet zu (be)nutzen und/oder umzubringen. Wer oder was hindert uns, davon offen und ehrlich Abstand zu nehmen? Die Alternativen bieten sich an, was wir aufbringen müssen ist eine eigene Bereitschaft.



Im Jahr 2002 wurde in der EU ein landwirtschaftlicher Bestand von rund 81 Millionen Rindern notiert, die Anzahl der landwirtschaftlich genutzten Schweine belief sich auf über 123 Millionen Tiere in der EU [*1]. Global nehmen diese Relationen erst recht gigantische Ausmaße an: Im Jahr 2002 wurden weltweit über 1,36 Milliarden Rinder und über 939 Millionen, also nahezu 1 Milliarde Schweine registriert.[*2] Die nationale und globale Zivilisation die derartige Maßstäbe der Tötung und Ausnutzung fördert und sogleich zulässt, provoziert die Ansicht, dass Ethik und Wertsetzung der Gesellschaft durch die allgemeine Denk- und Vorgehensweise in diesem Punkt entscheidend verletzt werden.

Darüberhinaus sind es eben nicht ausschließlich die Tatsachen einer besonders schlechten Haltung oder eines besonders grausamen Todes, die unsere Gesellschaft in Frage zu stellen hat - es ist die gesamte weltbildliche Anschauung, der Zeitgeist, die Moral, welche sich als derart "verherrlichend" herausstellen, dass es von vornherein zur Erniedrigung und Abwertung nichtmenschlicher Tiere kommt. Verschiedene Faktoren führen dazu, dass die gekaufte und konsumierte Nahrung nicht bewusst mit dem fühlenden Individuum assoziiert wird, obwohl das Wissen darüber eindeutig vorhanden ist. Letztendlich findet sich die Mehrheit mit den Umständen ab. Welche Gründe gibt es dafür?

Zwingt die Natur den Menschen etwa dazu, das lose Fleisch vom getöteten Tier zu kochen und zu braten um es genießbarer zu machen? Ist es ökologisch, die Muttermilch von weiblichen Rindern zu nehmen, um daraus Milchschnitten oder Brotaufstrich zu machen? Haben wir keine andere Wahl, als die zur Fortpflanzung gelegten Vogeleier in unseren Kuchenteig einzurühren?"Wir brauchen die tierischen Proteine doch für unser Gehirn", wird so oder ähnlich häufig in Kommentaren vorgebracht, ohne dass dabei 2 Stufen weiter gedacht wird.



An dieser Stelle überlegen sich die anwesenden Leserinnen und Leser bitte, wie es zu derartigen Annahmen kommt, und in welcher Art und Weise die daraus resultierende Sichtweise die Grundlage für eine Urteilsbildung bestimmt. Die persönliche Meinung beugt sich oftmals den prägnanten Einflüssen einer gesellschaftlichen Norm und den darin gefestigten Gewohnheiten. Die verantwortungsbewusste Veränderung solch stumpfer Gewohnheiten ist die nötige Vorstufe für einen Fortschritt. Das eigene abweichende Verhalten von der Norm (Divergenz) mit Vorbildfunktion wirkt bei diesem Prozess als Katalysator, also fördernd. Um eine Gesellschaft z.B. von der Sklavenhaltung abzulösen, muss sich die Gemeinschaft von der Vorstellung, von der Gewohnheit, von der kollektiven Meinung und somit von der Norm entfernen, dass die Sklavenhaltung ein implizites und notwendiges Charakteristikum der Gesellschaft ist. Erst wenn die Gesellschaft anhand moralischer Entwicklungs- und Lernprozesse dazu bereit ist, dieses Verhalten kritisch zu hinterfragen, dann besteht die Möglichkeit, dass durch die Negativbewertung dieser Umstände eine Aufhebung der implizierten Unterdrückung erfolgt.

In Bezug auf die Nutztierhaltung bedeutet dies: Betrachten wir die Nutztierhaltung als ein künstliches, gesellschaftliches Element und nicht als eine natürliche Voraussetzung! Sprechen wir anderen Lebewesen mit explizit gleichen oder ähnlichen Merkmalen die nötigen Rechte zu. Tiere sind per se keine uns zur Verfügung stehende Quelle, über die die nunmehr 6,4 Milliarden Menschen auf diesem Planeten nach Lust und Laune verfügen können. Die komplexen Voraussetzungen sowie die Bedürfnisse von empfindungsfähigen Lebewesen veranlassen uns zu einer Verantwortung, die wir im Umgang mit ihnen zu tragen haben. Das nichtmenschliche Tier ist objektiv gesehen nicht weniger wertvoll als der Mensch. Der Mensch genießt innerhalb seines Verständnisses maximal eine höhere Priorität, objektiv gesehen jedoch nicht einen automatisch höheren Wert. Der Imperativ "Was Du nicht willst, das man Dir tu', das füg auch keinem andern zu!" ist größtmöglichst erweiterbar auf alle, die ähnlich wie wir physische Schmerzen und psychisches Unwohlsein empfinden können.

Biologisch gesehen sind wir Menschen ebenso Tiere wie beispielsweise Schweine, Affen oder Pinguine. Uns verbindet eine gemeinsame Genetik, ein gleicher Ursprung und ähnliche Fähigkeiten des Empfindens. Dass der Mensch dabei eine besondere und rational hochentwickelte Rolle einnimmt, ist keine rechtmäßige Vorraussetzung, um nichtmenschliche Tiere für sich auszubeuten, an ihnen giftige, ätzende oder schädigende Substanzen zu testen oder sie für andere Zwecke einschränkend zu gebrauchen. Das Tier ist im Menschen, denn der Mensch ist ein Tier. Jede Misshandlung und jeder schändlich begangene Mord am Tier, ist ein Verbrechen an uns selbst.

Die Anzahl der für menschliche Zwecke getöteten und benutzten Tiere steigt kontinuierlich. Tierversuche, Zirkus, Zoo, Dressur, Sport und diverse menschliche Egoismen außerdem weisen eindeutig auf ein gestörtes, zwiespältiges und zerrüttetes Verhältnis zwischen dem Menschen und den Tieren außerhalb seiner Spezies hin. Auf der einen Seite kultiviert der Mensch eine Art "freundschaftliches Verhältnis" zu ganz bestimmten Tieren und integriert diese in seine soziokulturellen Strukturen - andererseits züchtet der Mensch leibeigene Sklaven mit besonderen Merkmalen für besondere Zwecke. Er erschafft genetisch programmierte Subjekte, benutzt sie wie Milchmaschinen, Fleischautomaten, Ei-Lege-Roboter und produziert immer wieder Leichen, Leichen, Leichen... Das klingt extrem? Den Schinken auf dem Teller nennt man Schinken, die Salami auf der Pizza nennt man Salami - was liegt da aber im Grunde genommen? Und unter welchen Vorraussetzungen gelangt es in die Mägen der fleißigen Esser? Diese Umstände will ich ganz bewusst mit negativen Werten wie "Ausnutzung" und "systematische Tötung" belegen, weil der Schinken eben nicht nur Schinken ist, sondern die programmierte Reduktion von Lebewesen auf einen Konsumgegenstand. Die extrahierte Verdinglichung des getöteten Individuums trägt einen großen Teil zu der mutwilligen Herabsetzung des Lebewesens bei. In diesem Prozess eine "Natürlichkeit" hervorzuheben, wo sie doch kaum noch vorhanden ist, wirkt skurril.

Bedenke:

Der Antrieb dieser Umstände speist sich aus der Summe aller Menschen, die sich auch weiterhin dafür entschließen, diesen Verhältnissen nicht mit Veränderung sondern mit kontinuierlicher Gleichgültigkeit zu begegnen.





2 Filme von Soylent-Net zum Nachdenken:

http://www.think-baby-think.com/zukunft/index.htm
http://www.think-baby-think.com/cerebrale_anomalie/index.htm



Quelle: http://www.soylent-network.com/doku/index.htm



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Die praxisübliche Kastration der Eberferkel ist Tierquälerei

Die angebliche Notwendigkeit der Kastration von Eberferkeln wird damit begründet, daß sonst mit Eintritt der Ge- schlechtsreife der unangenehme, geschlechtsspezifische Ebergeruch besonders bei der Erwärmung des Fleisches auftreten würde.

In Deutschland wird im Gegensatz zu anderen EU-Ländern (z. B. Großbritannien, Dänemark) keine Ebermast durch- geführt: Alle Bundesregierungen weigerten sich nämlich bislang, die EU-Richtlinie EWG-64/433 vom 29.06.1991 innerhalb der vorgesehenen Frist, also bis zum 31.12.1992 (!), in nationales Recht umzusetzen, weil die deutsch Fleischwirtschaft die Ebermast ablehnt

Das Fleisch von Eberferkeln ist genießbar, wenn die Tiere noch vor Eintreten der Geschlechtsreife geschlachtet werden, also bevor sich der Ebergeruch entwickelt. Allein schon deshalb gibt es keinen Grund, diese äußerst schmerzhafte Prozedur durchzuführen.

Die Ferkelerzeuger praktizieren das Kastrieren gemäß § 5 (3) 1 Tierschutzgesetz (TierSchG). Obwohl § 6 (1) (TierSchG) "das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entneh- men oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres" verbietet, gestattet dieser Paragraph gleich im nächsten Satz diverse Ausnahmen, wobei die Kastration unter vier Wochen alter Ferkel in Abs. 2, 2 geregelt ist.




1. Schnitt durch die Haut




2. Herausdrücken der Hoden




3. Abschneiden der Hoden.



Es erfolgt nur eine Desinfektion mit antibiotikahaltigem Spray oder Puder, aber keine Schmerzstillung!
Alles dies machen Landwirtein Deutschland routinemäßig bei allen Eberferkeln ohne Betäubung, nur weil es so billiger ist!

Anmerkung der Friedenskrieger: Man(n) stelle sich das einmal vor!

Ausweislich z. B. der Untersuchung von Waldmann/Otto/Bollwahn (Dtsch. Tierärztl. Wschr., 101, 81 -132, Heft 3, März 1994), aber auch diverser Praktiker ist der Vorgang für die Ferkel mit erheblichem Streß und starken Schmerzen verbunden. Das beginnt mit dem ängstlichen Quieken des ersten gegriffenen Ferkels, setzt sich fort über das Einhän- gen in den Halter, das zweimalige Öffnen der Tiere im Bereich der beiden Hoden, das Herausdrücken der Gonaden und das Durchtrennen der Samenleiter Blutgefäße und Nervenbahnen, es setzt sich fort während der Wundbehandlung mittels antibiotikahaltiger Sprays oder Tinkturen und endet nicht einmal mit dem Zurücksetzen des letzten Kastraten ("Börge").

Besonders bemerkenswert ist die perfide Argumentation des Gesetzgebers.

In § 5 (2), 1. heißt es: "Eine Betäubung ist nicht erforderlich,

1. wenn bei vergleichbaren Eingriffen am Menschen eine Betäubung in der Regel unterbleibt oder der mit dem Eingriff verbundene Schmerz geringfügiger ist als die mit einer Betäubung verbundene Beeinträchtigung des Befindens des Tieres".

Kastrationen und andere zur Anpassung der Tiere an vorgebliche Bedürfnisse des Menschen vom Betäubungsgebot ausgenommene Eingriffe werden beim Menschen überhaupt nicht vorgenommen (z. B. das Schnabelkürzen, das ver- gleichbar mit dem Abschneiden der Lippe ist und Enthornung) oder sie erfolgen beim Menschen in der Regel unter Lokalanästhesie (z. B. Abschleifen der Zähne).

Die Position der "Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung" - Tierschutzfachverband" e. V. (AGfaN) ist eindeutig:

Eine Kastration in Vollnarkose kommt wegen der erheblichen Neben- und Nachwirkungen nicht in Betracht. Auch eine örtliche Betäubung scheidet zumindest solange aus, wie es keine Präparate gibt, die sicher und über die erforderliche Zeit hinweg wirksam sind.

Die AGfaN e.V. lehnt die betäubungslose Kastration von Nutztieren, insbesondere diejenige der männlichen Ferkel als ausgesprochen tierquälerische Maßnahme strikt ab, weil sie in keiner Weise dem Wohl des Tieres dient. Wir sehen als einzige Alternative derzeit nur die Ebermast bis ca. 65 kg Lebendgewicht, auch wenn dies bedeutet, dass - gleich hoher Fleischverbrauch vorausgesetzt - dann mehr Ferkel "produziert" / "erzeugt" werden müssten. Das Sperma- Sexing ist offenbar noch nicht praxisreif. Wir sehen dieses verfahren allerdings nicht als ethisch vertretbare Lösung an, weil sie nur in Verbindung mit künstlicher Befruchtung (KB) der Sauen möglich ist, die u. E. gegen die Würde der Tiere als Mitgeschöpf verstößt, aber eigentlich auch gegen die der daran beteiligten Personen.

Verfasser: Eckard Wendt

Quelle: http://www.tierschutz-landwirtschaft.de/html/body_kastration.html


Ferkeln ohne Betäubung die Hoden abschneiden - das tut weh und ist nicht lecker

Burger King und McDonald's könnten sofort auf den Verkauf von Kastratenfleisch verzichten.
Das ginge locker und tut nicht weh!

Aber noch immer verkaufen Burger King und McDonald's Fleisch von Tieren, die bei vollem Schmerzempfinden kastriert wurden.
(Anmerkung von die Friedenskrieger: Wer geht da eigentlich noch hin??? Diese Firmen haben mit Moral überhaupt nichts am Hut, geschweige denn: Man tut seiner Gesundheit im Übrigen gar nichts Gutes, wenn man dieses Fastfood konsumiert!!!)




Gut zu wissen:

McDonalds's verwendet Schweinefleisch von kastrierten Tieren zum Beispiel im "McRib" und im "Hamburger Royal Bacon". Bei Burger King kommt Kastratenfleisch in allen Burgern zum Einsatz, die Bacon enthalten. In Deutschland wird schon jetzt genügend Schweinefleisch von unkastrierten Tieren erzeugt, dass beide Unternehmen problemlos umsteigen könnten.

In den Niederlanden haben Burger King und McDonald's schon seit Januar 2007 kein Kastratenfleisch mehr im Programm. In Deutschland brauchen sie offenbar etwas mehr Feuer unter dem Grill.

Mit Kastratenfeisch ist bald Schluss - Wetter?

PROVIEH wettet, schneller genügend Spenden zusammen zu bekommen, um deutschlandweit im Radio über diese Ferkelei zu berichten (hier ein Vorgeschmack), als Burger King und McDonald's brauchen, um öffentlich den Umstieg auf Fleisch von unkastrierten Schweinen zu erklären.


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Tödliche Tierversuche bei MARS - Die grausame Wahrheit über den Schokoriegel-Hersteller





Sie mögen Schokolade?

Bevor Sie sich mit Süßigkeiten eindecken, sollten Sie wissen, dass der Süßigkeitenhersteller Mars, Inc.—der Produkte wie M&M's, Snickers, Bounty, Twix, Milky Way, Amicelli und andere Süßigkeiten herstellt— in den USA tödliche Tierversuche finanziert, obwohl es Studien mit Menschen gibt, die wesentlich zuverlässiger sind, und nicht ein einziger dieser Tests dort gesetzlich vorgeschrieben ist.

Derzeit finanziert Mars Inc. ein tödliches Experiment an Ratten, mit dem der Effekt von Schokolade auf deren Blutgefäße getestet werden soll. Experimentatoren haben Ratten mit Hilfe von Plastikschläuchen zwangsernährt und dann die Beine der Tiere aufgeschnitten, um eine Arterie freizulegen, die abgeklemmt ist, um den Blutfluss zu stoppen. Nach dem Test werden die Tiere getötet. Des Weiteren finanziert Mars Inc. grausame Experimente an Mäusen, in denen den Tieren ein Inhaltsstoff einer Süßigkeit verabreicht wurde und sie dann gezwungen wurden, in einem Becken mit Wasser und Farbe zu schwimmen. Die Mäuse mussten eine versteckte Plattform finden, um nicht zu ertrinken – nur um daraufhin getötet und seziert zu werden.


In einem weiteren, von Mars Inc. unterstützten Test, wurden Ratten mit Kakao gefüttert und mit Kohlendioxid betäubt, so dass man ihnen Blut, direkt aus dem Herzen, mit einer Nadel abzapfen konnte – das führt häufig zu inneren Blutungen und anderweitigen, tödlichen Komplikationen.




Außerdem lügt Mars Inc. die Öffentlichkeit an und behauptet, solch grausame Tests nicht zu finanzieren – und das, obwohl uns Beweise für eine ganze Reihe an schrecklichen Experimenten, einschließlich der derzeit an der University of California in San Francisco (UCSF) durchgeführten, todbringenden Versuchen, vorliegen.

Der Hauptkonkurrent von Mars Inc. in den USA, Hershey´s, hat PETA bereits versprochen, keine Tierversuche mehr zu finanzieren oder durchzuführen. Bitte drängen Sie Mars Inc. darauf, diesem Beispiel zu folgen und sofort alle Tierversuche zu beenden.

Weitere herzlose Tierversuche von Mars Inc.:

Mars Inc. finanziert derzeit ein Herzexperiment an Nagern an der University of California, San Francisco, in Höhe von $450.000 (etwa €315.000).

In einem von Mars Inc. geförderten Experiment, das von Davis durchgeführt wird, dessen Lehrstuhl für “Developmental Nutrition” an der University of California, USA, von der Mars, Inc., finanziert wird, fütterte man Ratten mit Kakao und betäubte sie dann mit Kohlendioxid, um ihnen Blut per Nadelinjektion direkt aus dem Herzen zu entnehmen - ein Verfahren, das vom Wissenschaftler Dr. William T. Golde des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums kritisiert wird, der dazu anmerkt: “Es handelt sich hier nicht um ein einfaches Verfahren. … Trifft man das Herz nicht direkt oder sticht mit der Nadel komplett durch, kann dies unbemerkt zu inneren Blutungen oder anderen Komplikationen führen.”



Klicken Sie hier, um den Mars-Flyer von PETA als PDF-Datei runterzuladen!


Mars Inc. führte ein grausames Experiment durch, weil die Verantwortlichen wissen wollten, wie ein Inhaltsstoff der Schokolade namens PQQ den Stoffwechsel beeinflusst. Dafür pferchten sie Mäusebabys in eine 200-Milliliter- Stoffwechselkammer aus Plexiglas - das ist etwa halb so groß wie eine 1/3 Liter große Getränkedose - und tauchten dann die Kammer fast fünf Stunden lang in ein gekühltes Wasserbad, wodurch sie bei den verängstigten Mäusen eine erschwerte Atmung hervorriefen. Dann stießen Experimentatoren den Mäusen täglich, und zwar 10 Tage lang, Sonden in den Schlund, um ihnen unter Zwang das PQQ einzuflößen. Danach ließ man sie hungern, tötete sie und zerschnippelte sie zwecks Analyse.

Nicht ein einziges der Experimente von Mars Inc. in den USA ist vom dortigen Gesetzgeber vorgeschrieben. Trotzdem hat Mars Inc. Experimentatoren dafür bezahlt, dass sie eine nicht veröffentlichte Zahl an Tieren in Versuchen töten.

Was Sie tun können - lesen Sie mehr auf der Website von PETA!

Quelle: http://www.peta.de/web/mars.1292.html




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Helfen Sie Millionen Tieren in Versuchslaboren!

Stand: 2. März 2009

Im November 2008 veröffentlichte die europäische Kommission einen neuen Gesetzesvorschlag, der Tierversuche in den 27 Ländern der Europäischen Union regulieren soll. Dieser Vorschlag wird nun mehrere Monate lang von Mitgliedern des Europaparlaments und der EU Regierungen besprochen werden, bevor er fertig gestellt wird. Die Politiker können den Vorschlag zum Schlechten und zum Guten verändern; deshalb braucht PETA jetzt Ihre Hilfe, um das beste Ergebnis für die Tiere zu erzielen, bevor der Vorschlag zum Gesetz wird. Lesen Sie mehr und finden Sie heraus, wie Sie den Millionen von Tieren in Laboren helfen können, deren Leben auf dem Spiel stehen.



Unterstützen auch Sie eine weitere Kampagne von Peta!



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Irrtümer in der Bibel


"Jesus hat doch auch Fleisch gegessen", sagen manche, die den Fleischkonsum religiös rechtfertigen wollen. Doch Jesus gibt keine Rechtfertigung für Knackwurst und Lammbraten, auch wenn er dafür missbraucht wird, denn: Der Mann aus Nazareth und die ersten Christen waren Tierfreunde und Vegetarier.

Dieses Wissen wurde in den vergangenen fast 2000 Jahren unterdrückt, verfälscht und in sein Gegenteil verkehrt. Das ist ein Verrat an der Friedfertigkeit des Nazareners und führte dazu, dass das Töten und Verspeisen von Tieren im "christlichen Abendland" zur blutigen Selbstverständlichkeit wurde. Wie war es möglich, dass die Lebensweise und die Lehre des Jesus von Nazareth in einem wichtigen Punkt so entstellt wurden?


Irrtümer in der Bibel

Die Evangelien der Bibel, die über das Leben von Jesus berichten, sind nicht über Nacht entstanden, sondern im Laufe von Jahrhunderten, in denen heftig darüber gestritten wurde, was zu den "heiligen Schriften" gehören soll und was nicht. Hinzu kommt, dass die zur Auswahl stehenden Texte nicht von Zeitzeugen des Nazareners stammen, sondern erst Generationen später aufgrund von Überlieferungen aufgeschrieben wurden. Als "Kirchenvater" Hieronymus im Auftrag von Papst Damasus I. im 4. Jahrhundert die lateinischen Texte des Neuen Testaments vereinheitlicht, muss er sich mit zahlreichen Widersprüchlichkeiten, Unvollständigkeiten und unterschiedlichen Deutungsmöglichkeiten auseinander setzen. Er schreibt seinem Auftraggeber, dass ihn die Nachwelt als Bibelfälscher verurteilen werde, weil er jeweils auswählen und nach eigenem Gutdünken entscheiden muss, was er für richtig oder falsch, für unvollständig und ergänzungsbedürftig hält. Er habe manches hinzugefügt und manches abgeändert (siehe dazu "Der Theologe Nr. 14" - Hieronymus und die Entstehung der Bibel).

Was Hieronymus hier über die lateinischen (und von der katholischen Kirche später als "fehlerlos" dogmatisierten) Texte aussagt, lässt ahnen, dass es auch schon in den anderen Sprachen mehr oder weniger Abweichungen vom tatsächlichen Geschehen gab. Ursprünglich waren die Schriften des Neuen Testaments nämlich gar nicht in Latein verfasst, sondern in Griechisch. Doch Jesus und seine Jünger sprachen weder Latein noch Griechisch, sondern Aramäisch. So hat man sich also bei der Überlieferung der Inhalte schon hier zwangsläufig sehr weit von den Ursprüngen entfernt, wo die Menschen Aramäisch miteinander sprachen. Und was daneben oft völlig unberücksichtigt bleibt, sind die so genannten apokryphen (= verborgenen) Schriften, die überhaupt keine Aufnahme in den offiziellen Bibeltext fanden, obwohl sie vielfach älter waren und damit näher an den beschriebenen Ereignissen. Sie wurden zum Teil vernichtet, zum Teil blieben sie ca. 1.800 Jahre verschollen und wurden erst in jüngster Zeit wieder aufgefunden. Vieles, was Jesus von Nazareth gesagt und getan hat und was in der Bibel fehlt, ist dort enthalten. Und dass es noch mehr und anderes von Jesus zu sagen gäbe, bestätigt auch die Bibel selbst, denn im Johannesevangelium steht, dass Jesus "noch viele andere Dinge" getan hat, "die nicht aufgeschrieben wurden" (Johannes 21, 25). Weil aber für das heutige Kirchenchristentum nur maßgeblich ist, was in der Bibel steht, wird damit sogar zugegeben, dass man nur eine Auswahl von dem, was Jesus tat, anerkennt; eben nur das Biblische und nicht das, was z. B. laut Johannesevangelium dort "nicht aufgeschrieben" wurde (Dass man dem Vorbild von Jesus auch nicht folgte, ist ein weiteres Thema). Und ob es wirklich so war, wie es in diesen von der Kirche ausgewählten Schriften steht, ist eine weitere Frage.

Hat Jesus ein Passahlamm gegessen?

So soll Jesus nach den Worten des Lukasevangeliums zum Beispiel gefragt haben: "Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngern das Passahlamm essen kann?" (22, 11) Tausende von kleinen Schafen wurden damals zum Passahfest "geopfert" und am Abend jedes 14. Nisan (so der israelitische Monat) verspeist, nachdem man ihnen zuvor bei lebendigem Leibe die Kehlen durchgeschnitten hatte (die Priester forderten diese Tötungsart des Schächtens). Dies geschah offiziell zum "Dank" an "Gott", dass dieser ägyptische Familien um 1500 v. Chr. angeblich mit dem Tod des ältesten Sohnes bestraft hatte (wegen der Versklavung der Israeliten durch die Ägypter). Von den israelitischen Familien in Ägypten hätte dieser Gott sich zur selben Zeit aber angeblich damit "begnügt", dass diese ihm ein Lamm geschlachtet hatten. Das soll gleichzeitig das Zeichen gewesen sein, damit der älteste Sohn verschont würde. Doch der Gott, den die Propheten verkündeten, widersprach schon durch den Propheten Jeremia dieser angeblich von ihm stammenden Anordnung: "Ich aber habe euren Väter an dem Tage, als ich sie aus Ägyptenland führte, nichts gesagt noch geboten von Brandopfern und Schlachtopfern" (Jeremia 7, 22). Und Jesus hat fortgesetzt, was die Propheten begonnen hatten - den Priesterkult und seine teilweise grausamen Bräuche zu entlarven und die Menschen unmittelbar zu Gott, ihrem Vater, zu führen.

Und so enthalten die neutestamentlichen Erzählungen über das letzte Mahl von Jesus auch Unstimmigkeiten. Nach der Datierung des Evangelisten Johannes (13, 1-2; vgl. 19, 31) war es gar kein Passahmahl, und auch Paulus schreibt davon nichts (vgl. 1. Korinther 11, 23-25). Denn Jesus wäre am 14. Nisan gekreuzigt worden und das Mahl fand demzufolge am Tag vor dem Passahmahl statt, also am 13. Nisan. Die Lämmchen für das Fest wurden demnach erst am folgenden Tag umgebracht, zur gleichen Zeit, zur der auch Jesus hingerichtet worden war. Aus dieser Datierung würde man ableiten können, dass Jesus und seine Jünger überhaupt kein Passahlamm gegessen haben.* Nach der anderen Datierung der Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas wurde Jesus aber erst am 15. Nisan gekreuzigt und hätte demnach das "Festessen" am Tag zuvor, dem 14. Nisan, noch als eine Art "Henkersmahlzeit" einnehmen können. Kurioserweise hätte er sich bei Weigerung nach 4. Mose 9, 13** allein deswegen bereits das Todesurteil zugezogen. Nach der Überlieferung der Evangelisten sei aber der Grund dafür gewesen, dass Jesus offenbar nicht abstritt, der verheißene "Christus", der "Messias" bzw. Befreier Israels zu sein. Und dieses Todesurteil wäre Matthäus, Markus und Lukas zufolge am Morgen nach dem Passahmahl verhängt und kurz darauf vollzogen worden. Friedfertige junge SchafeDoch die Datierung ist in diesem Zusammenhang zunächst gar nicht so wesentlich. Denn bei der hier besprochenen Thematik geht es um die grundsätzliche Haltung zum Schlachten der Tiere und zum Fleischkonsum und nicht darum, ob das letzte Mal von Jesus und seinen Jüngern nun ein vorschriftsmäßiges Passahmahl war oder nicht.

Und für beide Datierungen gilt: Die Parallele zwischen den unzähligen abgeschlachteten Lämmchen und der annähernd zeitgleichen Ermordung von Jesus ist sehr aussagekräftig. Junge Schafe kamen zur Geburt von Jesus einst mit ihren Hirten in den bekannten Stall von Bethlehem (zur Schafhaltung vgl. dazu hier). Und am Ende seines irdischen Lebens schließt sich dieser Kreis, indem Jesus mit diesen Tieren wieder in der Hinrichtung vereint ist. Er wurde zu den "Armen" und "Gefangenen" gesandt, sagte er einst selbst (Lukas 4, 18). Und in seinen letzten Stunden erscheint es so, als sind darin auch die "armen" und "gefangenen" Tiere einbezogen. Schwer vorstellbar, dass Jesus friedliche und wehrlose Geschöpfe Gottes, unter denen er einst zur Welt kam und in deren Futtertrog er einmal lag, willentlich aus Gaumenlust verspeiste (siehe dazu auch hier) oder weil ein Ritus der Priester es so forderte. Auffällig ist auch, dass Jesus bei diesem letzten Essen anhand von Brot und Wein das urchristliche "Abendmahl" erklärt und die angebliche Hauptspeise "Lammfleisch" gar nicht erwähnt. Eine mögliche Erklärung dafür gibt das außerbiblische Ebionäerevangelium bzw. Ebionitenevangelium. Demnach antwortet Jesus auf eine Frage, wo man ihm das "Passahmahl" zurichten soll: "Begehre ich etwa, an diesem Passah Fleisch mit euch zu essen?" (zit. bei Epiphanius, Panarion omnium haeresium 30, 22, 4) Der kirchliche "Sektenbeauftragte" Epiphanius (ca. 315-403) bestreitet jedoch diese Aussage von Jesus. Denn, so der Kirchenmann: "Passah ist [immer] Fleischbraten und der Rest" (30, 22, 3). Zu der Version der Ebionäer passt jedoch, dass Jesus Tieropfer grundsätzlich ablehnt. Darin stimmt er mit allen jüdischen Propheten vor ihm überein (über das Verhältnis von Mensch und Tier im alten Israel siehe auch unten). Mehrfach zitiert der Mann aus Nazareth hierbei das durch den Propheten Hosea gegebene Gotteswort "Ich habe Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer" (Matthäus 9, 13; 12, 7). Und im Ebionäerevangelium steht es auch deutlicher, was zum Auftrag von Jesus, dem Christus gehörte: "Ich bin gekommen, die Opfer abzuschaffen" (zit. bei Epiphanius, Panarion omnium haeresium 30, 16, 4-5, ausführlicher siehe unten). Interessanterweise erklärt auch Papst Benedikt XVI., dass Jesus das Passahmal "ohne Lamm" gefeiert habe, jedoch nicht aus tierfreundlichen, sondern aus kultischen Gründen (mehr dazu siehe hier).

Ein weiterer Bericht zum Thema "Passahmahl" steht im Evangelium der Zwölf (= Evangelium des vollkommenen Lebens; um 100 entstanden). Als "apokryphe" Schrift (wörtlich = "verborgene" Schrift des frühen Christentums außerhalb der Bibel) anerkannt werden von den Kirchen nur einige Blätter und Blatt-Teile (= so genannte Fragmente), die man bisher offiziell gefunden hatte. Das gesamte antike Evangelium wurde von dem englischen Theologen Gideon Jasper Richard Ouseley im Jahr 1902 durch eine prophetische Innenschau neu aufgeschrieben und veröffentlicht, und es könnte viele zuverlässige Details aus der Lehre Jesu enthalten (mehr zu diesem Evangelium siehe unten; ein großer Teil der tierfreundlichen Quellen aus diesem Evangelium siehe im Anhang). Dieses Evangelium ist von großer Klarheit, Kraft und Stimmigkeit, und es ist naheliegender zu glauben, dass es sich tatsächlich um eine Prophetie handelt, als umgekehrt zu argwöhnen, Ouseley habe sich den Inhalt ausgedacht. Demnach hätte Judas dem Hohepriester Kaiphas verraten, dass Jesus für sein Passahmahl kein Lamm schlachten ließ, worauf dieser geantwortet habe: "Wahrlich, dies ist kein Passahfest nach dem Gesetz des Moses. Er hat eine Tat begangen, die todeswürdig ist; denn es ist eine schwere Übertretung des Gesetzes. Wozu brauchen wir noch weitere Zeugen?" (Kapitel 76, 28) Demnach würde also die Datierung der Evangelisten Markus, Matthäus und Lukas bestätigt, und das letzte Mahl von Jesus und seinen Jüngern hätte zeitgleich mit dem traditionellen Passahmahl stattgefunden. Und dieses letzte Mahl hätte den Gegnern von Jesus einen weiteren Grund dafür gegeben, seinen Tod zu fordern - und zwar einen, der ihnen sogar triftiger schien als die anderen Anschuldigungen. Sollte also die Tierliebe von Jesus tatsächlich die letzte Bestätigung für die Hinrichtungsforderung gewesen sein, nachdem es bereits in den Monaten zuvor heftige Auseinandersetzung über seinen geistigen Auftrag gab? (siehe oben) Was war geschehen?

Die Klugheit des Christus

In einer weiteren "Neuoffenbarung", einem Evangelium, das den Verfasserangaben zufolge 1989 von Christus selbst durch einen Propheten offenbart wurde, stehen dazu bemerkenswerte Details. Demnach erklärt Christus: "Weder von den Aposteln noch von den Jüngern wurde angeordnet, ein Lamm zu schlachten [was also mit den Angaben im Ebionäerevangelium und dem Evangelium der Zwölf übereinstimmt]. Doch sowohl Mir als auch den Aposteln und Jüngern wurden Teile eines zubereiteten Lammes als Gabe der Liebe gereicht. Unsere Nächsten wollten uns damit beschenken, da sie es nicht besser wussten. Ich segnete die Gabe und begann, das Fleisch zu Mir zu nehmen. Meine Apostel und Jünger taten es mir gleich. Anschließend stellten sie Mir sinngemäß die Frage: Wir sollen doch vom Fleischverzehr Abstand nehmen. So hast Du uns befohlen. Nun hast Du selbst Fleisch verzehrt. Ich unterwies die Meinen:

Der Mensch soll kein Tier mutwillig töten und auch nicht das Fleisch von Tieren verzehren, die zum Fleischverzehr getötet wurden. Doch wenn Menschen, die noch unwissend sind, Fleisch als Nahrung zubereitet haben und es dem Gast zum Geschenk machen und ihm zum Gastmahl reichen, dann sollte der Gast die Gabe nicht ablehnen. Denn es ist ein Unterschied, ob der Mensch aus Gier nach Fleisch dies verzehrt oder als Dank an den Gastgeber für seine Mühe. Der Wissende sollte jedoch, wenn es ihm möglich ist und es die äußeren Umstände erlauben, dem Gastgeber allgemeine Hinweise geben, ihn jedoch nicht eines Besseren belehren wollen. Wenn die Zeit reif ist, wird auch der Gastgeber diese allgemeinen Hinweise verstehen ..." (Das ist Mein Wort, Die Christusoffenbarung, welche die Welt nicht kennt, Verlag DAS WORT, ISBN 3-89201-053-6, S. 809 f.)

Wenn man voraussetzt oder es für möglich hält, dass dieser Text authentisch ist oder zumindest den Sachverhalt richtig wiedergibt, dann hält sich Jesus also nicht an Festvorschriften und -bräuche und riskiert damit auch, deswegen als "Gotteslästerer" zum Tode verurteilt zu werden. Doch er hätte diesen Konflikt nicht provoziert. Auch hätte er sich nicht schulmeisterlich über Gastgeber oder Freunde gestellt und deshalb in der oben geschilderten Situation eine kleinere Menge Fleisch gegessen. Dazu passen auch die Worte, die im Matthäusevangelium überliefert sind: "Nicht das, was durch den Mund in den Menschen hineinkommt, macht ihn unrein, sondern was aus dem Mund des Menschen herauskommt, das macht ihn unrein" (15, 11). Demnach können also Worte, denen bestimmte Gedanken und Empfindungen zugrunde liegen, das Leben eines Menschen schwerwiegender zeichnen als das, was er äußerlich zu sich nimmt. Dennoch soll der Fleischverzehr nicht sein - in erster Linie deshalb, weil dafür ein Tier leiden und sterben muss, wie z. B. auch aus anderen Passagen dieser "Neuoffenbarung" hervorgeht. Wer allerdings anzweifelt, ob es sich hierbei tatsächlich um Christusworte handelt, der kann zumindest nicht ignorieren, was in belegbaren antiken Quellen nachzulesen ist.

"Weh euch!"

So ist es ausgerechnet der "heilige" "Kirchenvater" Hieronymus (347-419), der hierzu Bemerkenswertes schreibt. Er schlägt den Bogen von der Sintflut bis zum Kommen von Jesus und erklärt: "Der Genuss des Tierfleisches war bis zur Sintflut unbekannt; aber seit der Sintflut hat man uns die Fasern und die stinkenden Säfte des Tierfleisches in den Mund gestopft; wie man in der Wüste dem murrenden, sinnlichen Volk Wachteln vorwarf. Jesus Christus, welcher erschien, als die Zeit erfüllt war, hat das Ende wieder mit dem Anfang verknüpft, so dass es uns jetzt nicht mehr erlaubt ist, Tierfleisch zu essen" (Adversus Jovinianum I, 18). Und an anderer Stelle erklärt Hieronymus: "Wenn du vollkommen sein willst, ist es gut, keinen Wein zu trinken und kein Fleisch zu essen" (Adversus Jovinianum II, 6; siehe z. B. eine englische Übersetzung unter http://www.ccel.org/ccel/schaff/npnf206.vi.vi.II.html).

Jesus von Nazareth hat auch den Schmerz der Tiere gespürt, die auf die Schlachtbänke der Menschen gelegt werden.




Dazu passt eine Überlieferung Erzählung, wonach er einmal erlebt hatte, wie ein Mann ein Pferd blutig schlägt. Daraufhin hätte er gerufen:


"Weh euch, der Stumpfheit eures Herzens wegen hört ihr nicht, wie es klagt und schreit zu seinem himmlischen Schöpfer um Erbarmen, und dreimal Wehe über den, gegen den es schreit und stöhnt in seiner Qual“


(Das Evangelium Jesu, Kap. 21, 5). Der evangelische Theologieprofessor Prof. Dr. Karl W. Rennstich schreibt, dass diese Erzählung zu einer "alten Bibelhandschrift, die in der Pariser Universitätsbibliothek aufbewahrt wird" gehört (http://www.predigten.uni-goettingen.de/archiv-3/passion-im-lied-palmsonntag-2.html). Und die Autorin Sigrun Koerner (Und war mit den Tieren, Bückeburg 1994, S. 9), spricht von einer "uralten koptischen Bibelhandschrift", "die sich in der Nationalbibliothek zu Paris befindet". ***

Gerade diese Überlieferung könnte man auch auf die Todesschreie der Tiere in den heutigen Schlachthöfen beziehen, die es in jeder größeren Stadt gibt, und man könnte auf ähnliche Weise rufen: "Weh euch, die ihr nicht hört, wie die Tiere zum Schöpfer im Himmel klagen und um Erbarmen schreien! Dreimal wehe aber über die, über welche sie in ihren Schmerzen schreien und klagen." Dass demgegenüber eine "schonende" und "liebevolle" Schlachtung nicht die urchristliche Alternative zu den Fließband-Schlachtungen ist, kann man aus anderen Dokumenten erschließen.

Der "Körper des Todes"

In den von der Kirche als sehr bedeutsam eingestuften Papiasfragmenten (wörtlich Ergänzungen der Evangelien aus der mündlichen Tradition), entstanden ab ca. 120, erklärt Jesus weiter: "Alle Tiere, die das als Nahrung bekommen, was man von der Erde empfängt, werden friedlich und in gegenseitigem Einvernehmen leben" (Papias, ap. Irenäus V, 33, 3, 4). Hier knüpft Jesus einerseits an den Schöpfungsbericht 1. Mose 1, 29-31 an, wonach Menschen und Tiere durch die Früchte der Erde beschenkt werden und andererseits an die Friedensreich-Prophezeiung bei Jesaja 11, 6-9. Demnach gibt es also einen direkten Zusammenhang zwischen vegetarischer Ernährung und Friedfertigkeit in der Tierwelt, und so kommt es im Laufe der Zeit zu einem ganz neuen Miteinander: "Da werden die Wölfe bei den Lämmern wohnen und die Panther bei den Böcken lagern" (V. 6). "Und Löwen werden Stroh fressen wie die Rinder" (V. 7). Hier könnte der Mensch zum historischen Vorbild für so genannte "Raubtiere" werden, da er im Unterschied zu den momentanen Lebensumständen einiger Tierarten gar nicht auf Fleisch angewiesen ist und am leichtesten seine Ernährung umstellen könnte.

Doch solche Stellen wie bei Papias werden von den Menschen im Kirchenchristentum entweder lächerlich gemacht, oder sie sind dort genauso unbekannt wie der vollständige Text des Evangeliums der Zwölf (= des Evangeliums des vollkommenen Lebens ****). Dort sagt Jesus weiterhin zu seinen Jüngern: "Gott ist gerecht und gütig und hat befohlen, dass die Menschen leben sollen allein von den Früchten und den Saaten der Erde" (38, 4). Ob es eine Abschrift des aramäischen Originals dieses Textes und eine antike altslawische Übersetzung im Vatikan tatsächlich gibt, wie es der Theologe Gideon Jasper Ouseley sagt, konnte bis jetzt offenbar nicht zweifelsfrei bewiesen werden. [Auch hier Forscher gesucht! Ein wissenschaftlich fundierter Hinweis zur altslawischen Übersetzung, welche den Ursprungstext bestätigt, wäre hilfreich. Der Vatikan bzw. die Bibliothek des Vatikans haben eine entsprechende Anfrage unsererseits nicht beantwortet, was eher für eine Existenz dieser Dokumente spricht.] Dies ist insofern von Bedeutung, da mancher die Echtheit einer prophetischen Botschaft anzweifelt, diese jedoch bei einer nachgewiesenen Übereinstimmung mit einem antiken Text nicht mehr ignorieren könnte.

Vergleichbar ist die Situation beim Friedensevangelium der Essener. Nach Aussagen des ungarischen Forschers Edmond B. Székely wird eine aramäische Fassung dieses Evangeliums im Vatikan unter Verschluss gehalten. Nachdem er eigenen Angaben zufolge kurzzeitig Einsicht erhalten hatte, habe er den Text wohl ebenfalls in einer Art "Innenschau" aus dem Gedächtnis niedergeschrieben (Südergellersen 1977). Demnach lehrte Jesus: "Und das Fleisch geschlachteter Tiere in seinem Körper wird sein eigenes Grab werden. Denn wahrlich, ich sage euch: Der, der tötet, tötet sich selbst, und wer vom Fleisch erschlagener Tiere isst, isst vom Körper des Todes" (S. 41). Auch wenn Kritiker die Aussagen Székelys anzweifeln oder nicht anerkennen, so handelt es sich auch hier um einen Satz, der sich nahtlos in das Gesamtbild von Jesus einreiht, das man auch aus wissenschaftlich gesicherten Quellen von ihm hat. Denn Jesus setzt bei allen seinen Lehren das Gesetz von Saat und Ernte voraus (d. h.: Was du anderen antust, wird eines Tages dir angetan werden), und bereits die Propheten des Alten Testaments haben dabei das Verhalten der Menschen an den Tieren mit einbezogen. So heißt es z. B. beim Propheten Jesaja: "Wer einen Stier schlachtet, gleicht dem, der einen Mann erschlägt" (66, 3; Übersetzung von Martin Luther).

Interessant ist ein Jesuswort aus dem um das Jahr 110 n. Chr. entstandenen Ägypterevangelium. Darin wird Jesus mit dem Satz zitiert "Iss jegliche Pflanze, die mit Bitterkeit behaftete iss nicht" (zit. nach Clemens von Alexandria, Stromateis 3, 9, 66). Allerdings geht es in diesem Zusammenhang nicht um Ernährungsfragen (anders als bei Skriver erörtert, a.a.O., S. 53), sondern Jesus verwendet den Satz sprichwörtlich und für die Zuhörer etwas rätselhaft beim Thema "Fruchtbarkeit" und "Mutterschaft". Dabei greift er jedoch ganz nebenbei auf eine einfache sprichwörtliche Volksweisheit zurück, um sich vernünftig vegetarisch zu ernähren, wobei "bitter" in der aramäischen Muttersprache von Jesus vielleicht auch "giftig" oder "unbekömmlich" geheißen hatte.

In einem anderen Zusammenhang spricht Jesus über ein Lamm, das zum Fleischverzehr getötet wurde, und leider ist auch hier der Sinn nicht sicher zu ermitteln. Nachzulesen ist die Stelle in dem bekannten, um ca. 150 n. Chr. entstandenen Thomasevangelium, das ägyptische Bauern im Jahr 1945 beim Pflügen in der Nähe von Nag Hammadi am Nil gefunden hatten. In Vers 60 heißt es nach dem Hinweis auf das geschlachtete Lamm: "Sucht auch ihr nach einem Ort für euch zur Ruhe, damit ihr nicht [auch] zur Leiche [lat.: cadaver] werdet und man euch verzehrt" (zit. nach Synopsis Quattuor Evangeliorum, Appendices, Evangelium Thomae Copticum, V. 60, Deutsche Bibelstiftung, Stuttgart 1976). Und kurz zuvor heißt es: "Schaut aus nach dem Lebendigen, solange Ihr lebt, damit Ihr nicht sterbt" (V. 59). Und im nachfolgenden Vers 61 ist dann nach Angaben des Herausgebers eine Passage "zerstört oder verstümmelt". Vermutlich meinte Jesus in Vers 60 einen "inneren Ruheort" bzw. einen "inneren Frieden", der den Menschen aus dem Kreislauf von Töten und Getötet-Werden gegenüber Menschen und Tieren befreit. Zudem könnte Jesus in Vers 59 auch davor gewarnt haben, nicht nach einem getöteten Lamm als Beispiel für "tote Nahrung" zu trachten, sondern nach lebendiger pflanzlicher Nahrung, so dass er womöglich schon vor 2000 Jahren sinngemäß lehrte: Der Mord an den Tieren führt zum Tod der Menschen.

"Gottes Mühlen mahlen langsam" heißt es ja auch in einem Sprichwort. Doch heute kommen die Grausamkeiten der Menschen an den Tieren offensichtlich immer schneller auf den Menschen selbst zurück, wenn er diese nicht vielleicht doch noch bereut und umkehrt.

Was steckt hinter den "Fischwundern"?

Für die ehemaligen Fischer unter den Jüngern von Jesus bedeutet die Umkehr auch eine berufliche Veränderung: "Ich werde euch zu Menschenfischern machen", sagt Jesus und "sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm" (Markusevangelium, Markus 1, 17-18). Nach dem Bericht im Lukasevangelium gewinnt Jesus das Vertrauen der Fischer durch einen Riesenfang an Fischen entgegen den Prognosen der Fischfang-Experten. Im griechischen Urtext heißt es dazu, die Netze seien dabei "wiederholt" [bzw. "andauernd"] "gerissen" (griechische Imperfektform), so dass die Tiere folglich wieder ins Freie schwimmen konnten, was auch als Symbol verstanden werden kann: Die Tiere lieben die Freiheit wie die Menschen. Deshalb sollen diese aufhören, sie zu fangen!

Zwar hat die neue evangelisch-katholische Einheitsübersetzung (1984) eine weniger nahe liegende Übersetzung gewählt, wonach die Netze nur "zu reißen drohten", doch selbst in der Bibel steht nicht, dass die Jünger den Fang sichergestellt und verkauft hätten. An anderer Stelle behauptet die Bibel jedoch, Jesus hätte Fische zum Verzehr vermehrt, doch auch hier könnte die Christusbotschaft "Das ist Mein Wort" (siehe hier) zur Aufklärung beitragen. Es wird dort berichtet, dass Jesus von Nazareth keine lebenden Fische erschaffen hatte, "damit sie wieder getötet werden". Er schafft demnach tote Fische aus der Geistsubstanz der Erde und er sagt dazu weiter: "Ich gab ihnen die toten Fische und gebot ihnen, zugleich auch Brot und Früchte zu essen, damit sie den Unterschied erkennen zwischen lebender und toter Nahrung, zwischen hoch schwingender und niedrig schwingender Kost (vollständig in: Das ist Mein Wort, a.a.O., S. 384).

Allgemein könnte man die These aufstellen: Die Tiere wollen den Menschen als ihren großen Geschwistern dienen, und so soll auch der Mensch seinen Mitgeschöpfen, den Tieren, dienen. Als Jesus von Nazareth 40 Tage in der Wüste ist, lebt er unter den "wilden Tieren" (Bibel, Markusevangelium 1, 13), und er hat sie dort sicher nicht mit Pfeil und Bogen gejagt oder Speere nach ihnen geworfen, sondern er verstand ihre Sprache und lebte in Frieden mit ihnen. Es wird bereits für kurze Zeit Wirklichkeit, was der Prophet Jesaja einige hundert Jahre zuvor voraussagte: "Der Geist Gottes lässt sich nieder auf Ihm; der Geist der Weisheit und der Einsicht. Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen und ein kleiner Junge kann sie hüten" (11, 1.6-7).


Anmerkungen:

* Dies lehrt z. B. ausgerechnet Papst Benedikt XVI. In seiner Predigt am Donnerstag, den 5.4.2007 in Rom sagte der Papst folgendes zum Thema: "Die Schriftfunde von Qumran haben inzwischen zu einer überzeugenden Lösungsmöglichkeit geführt, die zwar noch nicht allgemein angenommen ist, aber doch eine hohe Wahrscheinlichkeit für sich hat. Johannes hat historisch genau berichtet, so dürfen wir nun sagen: Jesus hat tatsächlich am Vorabend des Pascha-Festes zur Stunde des Lamm-Opfers sein Blut vergossen. Er hat aber wahrscheinlich mit den Jüngern Pascha nach dem Qumran-Kalender, also wenigstens einen Tag früher gefeiert, ohne Lamm gefeiert, wie Qumran, das den Tempel des Herodes ablehnte und auf den neuen Tempel wartete. Jesus hat Pascha gefeiert: ohne Lamm ..." (zitiert nach Georg Meinecke, Papst Benedikt XVI: Jesus von Nazareth, aß kein Osterlamm, Books on Demand, Norderstedt 2008, S. 13; mit Verweis auf die Quellen bei www.vatican.va; nach Joseph Ratzinger bzw. Papst Benedikt XVI. sei er stattdessen selbst "das erwartete, das wirkliche Lamm" gewesen; vgl. dazu Der Theologe Nr. 15 über die Essener von Qumran. Doch Jesus hat keinesfalls den qumranischen Ritus übernommen; siehe dazu hier)

** 4. Mose 9, 13: "Wer aber rein ist und wer nicht auf der Reise ist und unterlässt es, das Passa zu halten, der soll ausgerottet werden aus seinem Volk, weil er seine Gabe nicht zur rechten Zeit dem HERRN gebracht hat. Er soll seine Sünde tragen."

*** Nach Carl Anders Skriver, Die Lebensweise Jesu und der ersten Christen, a.a.O., S. 128, findet sich das Wort sinngemäß auch in den Petrusakten, Seite 38, was eine bedeutsame Fundstelle wäre. Demnach heißt es dort: "Weh euch, die ihr nicht hört, wie es [das Tier] zum Schöpfer im Himmel klagt und um Erbarmen schreit! Dreimal wehe aber über den, über welchen es in seinem Schmerz schreit und klagt." Die Petrusakten sind eine "apokryphe" Apostelgeschichte, die um 180 n. Chr. entstanden ist. Im Text der Petrusakten nach Wilhelm Schneemelcher, Neutestamentiche Apokryphen II, Tübingen 1997, S. 256-289 sind jedoch nur Fragmente ab der ursprünglichen Seite 45 veröffentlicht, so dass wir die Zitierung von Skriver hier nicht überprüfen konnten.

Leider konnten wir auch die Quellenangaben von Prof. Dr. Karl W. Rennstich und der Autorin Sigrun Körner nicht überprüfen, so dass hier weitere Nachforschungen hilfreich wären.

Sigrun Körner zitiert den Jesus-Text mit den Worten:

"Und es begab sich, dass der Herr auszog aus der Stadt und ging über das Gebirge mit seinen Jüngern. Und sie kamen an einen Berg, dessen Straße steil war. Allda fanen sie einen Mann mit seinem Saumtier. Sein Tier war niedergestürzt, denn er hatte es überladen. Und er schlug es, dass es blutete. - Jesus aber sprach: ´Mensch, was schlägst du dein Tier? Siehst du nicht, dass es zu schwach ist für seine Last und weiß Du nicht, dass es Schmerzen leidet?` - Der Mann antwortete: ´Was geht es Euch an. Ich darf es schlagen, so viel es mri gefällt, sintemal es mein Eigentum ist und ich es gekauft habe um ein gutes Stück Geld. Frage die, so bei Dir sind, denn sie kennen mich und wissen davon.` Und etliche der Jünger sprachen: ´Ja, Herr, es ist, wie er sagt. Wir haben gesehen, wie er es gekauft hat.` Aber der Herr sprach weiter: ´Sehet denn nicht auch ihr, wie es blutet und höret auch ihr, wie es jammert und schreit?` Sie antworteten und sprachen: ´Nein Herr, dass es jammert und schreit, hören wir nicht.` Jesus aber ward traurig und rief: ´Wehe Euch, dass ihr nicht höret, wie es schreit und klagtet zum himmlischen Schöpfer um Erbarmen, dreimal aber wehe dem, über welchen es schreit und klaget in seinem Schmerz.` Und er trat hinzu und rührte es an. Und das Tier stand auf und seine Wunden waren heil. Zum Manne aber sprach er: ´Nun treibe weiter und schlage es hinfort nicht wieder, auf dass Du Erbarmen findest" (Und war mit den Tieren, Bückeburg 1994, S. 9).

Die gleiche Geschichte ist überliefert im Evangelium Jesu (siehe hier).

Quelle: http://www.theologe.de


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Tiertransporte in Deutschland





Tiere in Deutschland


In Deutschland leben derzeit rund 13 Millionen Rinder, 27 Millionen Schweine, 54 Millionen „Mast“hühner, 50 Millionen „Lege“hennen, 10 Millionen Puten, 2,6 Millionen Enten, 400.000 Gänse, 22 Millionen Kaninchen, an die 3 Millionen Schafe, 160.000 Ziegen, eine nicht bekannte Zahl von „Zucht“fischen und eine nicht genau bekannte Zahl von Nerzen, Füchsen und Chinchillas zur Pelzgewinnung.

Dazu kommen einige Millionen Tiere, die zu wissenschaftlichen zwecken in Tierversuchslabors verwendet werden, vor allem Mäuse, Ratten, Kaninchen, Vögel, Amphibien, Schweine, Hamster und andere Nagetiere, Hund, Katzen, Schafe, Rinder sowie Affen.

Die Deutschen halten etwa 90 Millionen Heimtiere. Besonders beliebt sind Fische, Vögel, Katzen, Hunde und Nagetiere. Etwa 350 Zirkusunternehmen ziehen zumeist mit Wildtieren von Stadt zu Stadt. Etwa 300 Zoos und Wildparks stellen Tiere zur Schau. Schließlich werden Tiere auch im Sport, im Film und Fernsehen eingesetzt.

Und natürlich leben in Deutschland jede Menge Wildtiere in Freiheit.


Offizielle Transportzahlen der UN


Jährlich werden 50 Milliarden Tiere lebendig transportiert. Die Strecken ziehen sich über den gesamten Globus. Zwischen Herkunfts- und Bestimmungsland liegen in der Regel tausende Kilometer über Land und Meer. Die Tiere sind allen denkbaren Strapazen ausgesetzt. Kaum eine Tierart wird dabei verschont. Ob Frösche für Frankreich, Pferde für Italien, Bullen für Libanon, Ziegen für Saudi-Arabien, Schweine für Kanada. Die Transporte entsprechen häufig nicht den gesetzlichen Vorgaben. Selbst bei Einhaltung der Gesetze sind die Leidenswege der Tiere unvorstellbar. Animals' Angels e.V. ist bei den Tieren mit dem Ziel, zumindest die Tierschutzbedingungen einzufordern, zu kontrollieren und zu dokumentieren. Animals' Angels e.V. will durch Aufklärung dazu beitragen, die Langstrecken-Tiertransporte letztlich abzuschaffen.



Einige Beispiele - hinter jeder Zahl viele Einzelschicksale:

50 Milliarden Tiere (Wassertiere ausgenommen) werden weltweit pro Jahr in Schlachthäusern geschlachtet.
Jedes Tier wird hierfür mindestens einmal transportiert.


30.000 Pferde werden pro Jahr von Polen nach Italien transportiert, z.B. nach Bari. Entfernung: 2.000 Kilometer


Jährlich werden rund 170.000 Lämmer von Frankreich nach Spanien exportiert - und 105.000 Lämmer von Spanien nach Frankreich.


Quelle: www.animals-angels.de





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Gandhi - Kann man die Größe einer Nation daran messen, wie sie die Tiere behandelt?




Erinnern wir uns in dieser von Gewalt geprägten Zeit daran, dass der 2. Oktober der Geburtstag von einem der erfolgreichsten Verfechter von Gewaltlosigkeit auf dieser Welt ist – Mohanda Gandhi, in Indien bekannt als Mahatma oder „große Seele". Lebte er noch, würden wir ihn wahrscheinlich im Fernsehen bei Talkshows sehen und ihn über Schießereien an Schulen sprechen hören und darüber, was getan werden kann, um zu verhindern, dass junge Leute den Sinn für Werte verlieren.


Serienmörder und auch die Kinder, die ihre Klassenkameraden niedergeschossen haben, haben alle auch schon sadistisch gegenüber Tieren gehandelt, die Tiere von Nachbarn abscheulich misshandelt, sogar die Hunde und Katzen ihrer eigenen Familien, bevor sie sich dann menschliche Opfer suchten. Gandhi glaubte, dass wir, um uns selbst zu respektieren, erst lernen müssen, auch andere Lebensformen zu respektieren. Denn wenn wir Empathie für Lebewesen entwickeln können, die uns am wenigsten ähneln, dann ist es einfach, für diejenigen Mitgefühl zu empfinden, die uns am ähnlichsten sind.


Gandhi war ein vorbildlicher Lehrer. Er war ein lebendiges Beispiel und erweckte Respekt vor seiner Stärke, genau das also, was orientierungslose Jugendliche so verzweifelt zu erreichen versuchen. Doch die "Waffe" Gandhis war völlige Gewaltlosigkeit. Er war Vegetarier, weil er es vermied, irgendein lebendes Wesen zu verletzen, er spornte einen Kontinent dazu an, den britischen Imperialismus zu besiegen, er zeigte den Menschen aus höheren Kasten, wie sie den Harijans, der niedrigsten hinduistischen Kaste der „Unberührbaren", als Brüder die Hand reichen konnten, und er zeigte die Misshandlung von Schwarzen und Asiaten im von der Apartheid beherrschten Südafrika auf, lange bevor Europäer im Westen zu protestieren begannen.




Gandhi nannte den Esstisch den „Friedenstisch", da er glaubte, dass Gewaltlosigkeit mit dem beginnt, was wir essen. Es überrascht daher nicht, dass um sein Geburtstag herum der Weltvegetariertag am 1. und der Welttierschutztag am 4. Oktober sind. Millionen Menschen in der ganzen Welt werden seine Friedensbotschaft feiern, indem sie sich an diesen Tagen oder für den Rest ihres Lebens vegan ernähren.


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